Beiträge von Lucy_Lou

    Gefüttert habe ich bislang nur Markusmühle und Josera Trockenfutter sowie diverse Nassfuttersorten (z.B. Rinti, Bozita). Josera wurde ungern gefressen, aber das lag halt an meinen Hunden, das macht das Futter nicht schlechter. Sie bekommen nach wie vor in erster Linie Markusmühle und bei ausreichend Geld im Portemonaie zusätzlich Nassfutter.

    Nicht füttern: Futter, das in erster Linie aus Getreide besteht oder sonstigem, das ich mir kaum als "artgerechte" Hundenahrung vorstellen kann. Auf keinen Fall Futter, das Zucker enthält. Eher kein Futter, bei dem überhaupt nicht klar ist, was da eigentlich drin enthalten ist (sprich: sehr schwammige Deklaration). Auch eher nicht: Futter mit Geschmacksverstärker oder Farbstoffen.

    Ich muss dazu sagen, ich kenne mich mit Futter kaum aus, bin bei der Suche nach einem gutem Preis-Leistungsverhältnis auf Josera und Markusmühle gestoßen :roll: . Das war es auch schon, was bei mir den Ausschlag gab.

    Einen gewissen Welpen-Blues am Anfang haben durchaus einige, damit stehst du nicht alleine da. Das bewusst werden, was da tatsächlich an Arbeit und Verantwortung auf einen zu kommt, Selbstzweifel...

    Aber das ist der Punkt:

    Zitat

    Jammern nutzt nun nichts, du musst handeln im Interesse des Tieres.

    . Du hast die Verantwortung übernommen und entweder du gehst das jetzt ernsthaft an oder ihr gebt den Hund schnellstmöglich zurück zum Züchter.

    Wenn es Lucy als Rasse gäbe, käme sie noch mal ins Haus... Sie ist Berner + Collie + DSH (?!). Aber schon ihre Geschwister sind völlig anders als sie, ein Mischling ist halt immer ein Ü-Ei.

    Einen Australian Shepherd würde ich eher nicht noch einmal aufnehmen. Zu sensibel, zu viel will to please, zu sehr auf mich fixiert... (und unter anderem gerade das waren die Eigenschaften, weswegen es eigentlich einer werden sollte :hust: :roll: ). Grisu ist toll und ich bin froh, ihn zu haben, aber "meine" Rasse ist es nicht... Was ich sehr mag ist die Begeisterungsfähigkeit, der Wachtrieb und gut kontrollierbarer Jagdtrieb.


    Mit anderen Worten: ich habe meine Rasse noch nicht gefunden. Im Moment liebäugel ich mit einem Spanischen Wasserhund...

    Länger ignorieren, anleinen... bringt meist nicht viel, weil der Hund nicht sieht, warum. Ich denke, Hunde verstehen das gesamte Konzept nicht. Bei Hunden gibt es eher eine ganz klare Ansage, punktgenau, und dann ist auch alles wieder gut.
    Und ich verstehe Cleo gut. Wenn ich die Wahl hätte, ich würde auch zusehen, immer das für mich beste mitzunehmen. Hunde leben da völlig im Hier und Jetzt. Jetzt ist genau das das Verhalten, was sich gut anfühlt (und wirklich doofe Konsequenzen hat es ja auch nicht), also wird es gemacht. Sehr ehrlich, authentisch, ohne Hintergedanken, Hund eben.

    Und dann gibt es eben die Hunde, die wollen sich einbringen, es recht machen, "dem Rudel nutzen" und reagieren sehr sensibel auf Zustimmung und Ablehnung (Lob und Strafe) und solche, die schauen halt jeweils, was für sie rausspringt. Bei ersteren brauchst du eigentlich kein Leckerlie und bei zweiteren nutzt es dir nicht viel... Gut, Futter hat zudem eine unterschiedliche Wertigkeit für Hunde und durch strikte Handfütterung kannst du die Wertigkeit erhöhen. Oder dir überlegen, was deinen Hund sonst so anspornt. Oder deinem Hund vermitteln, dass es bei gewissen Dingen einfach nichts zu diskutieren gibt.

    Die Grundfrage ist, versteht Cleo tatsächlich, was du von ihr willst? Oder hat sie eher gelernt, es sind so grobe Verhaltensvorschläge und: magst du grad das Leckerlie lieber oder doch mit dem anderen Hund spielen...?!

    Die Frage ist auch immer, was vermittelt man dem Hund gerade? Der Hund reagiert ja nicht (unbedingt) in erster Linie aufs Kommando, sondern auf deine Körpersprache, Tonlage, Gerüche... Da hilft es ungemein, genau zu hinterfragen und zu beobachten, was will ich dem Hund gerade kommunizieren und was kommt beim Hund eigentlich an?!

    Ok, das war alles nicht deine Frage... Du möchtest deinem Hund vermitteln, dass du die Entscheidungen triffst und dass sie nicht im Mittelpunkt steht. Der Punkt sollte so schwer nicht sein, ob er alleine hilft?! Im Mittelpunkt stehen bedeutet, dein Hund möchte etwas und bekommt zumindest Aufmerksamkeit. Das kann auch schimpfen sein, ein Blick... Im Umkehrschluss: ignorier sie halt häufiger mal, rede nur mit ihr, wenn du ihr wirklich was zu sagen hast, spiele nur mit ihr, wenn du das wirklich willst, mach ihr in der Wohnung einfach mal die Tür vor der Nase zu, nimm die Leine vom Haken und geh ohne sie raus, schicke sie auf ihren Platz, wenn sie nervt (oder ignorier sie, heißt: kein Blickkontakt, kein schimpfen), spiel/schmuse mit Maja und wenn Cleo sich dazwischen drängt, setz sie vor die Tür (in den Flur...)

    Entscheidungen treffen: du kannst einfach etwas unberechenbarer werden: Jetzt gehst du mal hinter mir, heute ist diese Wiese Tabu-Zone, heute bleibst du in der Freilaufzone angeleint, heute füll ich dir den Futternapf und dann gehen wir erst spazieren, heute sind bestimmte Räume tabu...

    Ich würde raten, Impulskontrolle zu üben. Du näherst dich mit ihr Futter/Lieblingsspielzeug/liebstem Hundefreund und es geht nur näher, wenn sie an dir orientiert ist. Oder es fliegt Lieblingsspielzeug und sie muss bei dir bleiben oder auf dem Weg dahin Platz machen. Oder du legst Lieblings-Futter aus, ihr lauft Slalom drumherum und sie darf nicht ran. Du legst sie 10 Minuten ab (sie muss Platz machen) und du tobst währenddessen mit Maja um sie herum. Ich habe keine Ahnung, worauf dein Hund reagiert, aber da wird man sicher passende Ansätze finden.

    Meine Hunde haben von Natur aus einen engen Radius und sind im Freilauf sehr pflegeleicht... da kann ich auch mal einen Spaziergang lang nur so meinen Gedanken nachhängen und dass Rehe vorbei gerannt sind merke ich erst daran, dass da zwei Hunde erwartungsvoll zu mir wetzen :lol:

    Lucy läuft im Normalfall in maximal 5 Meter Entfernung, teils vor, teils hinter mir. Gebe ich sie auf einer Wiese zum Mäuse jagen frei, werden es aber durchaus auch 100 Meter...
    Sonst zockelt sie so mit, markiert hier mal, wälzt sich da mal...

    Grisu hat einen etwa 15 Meter-Radius und läuft im Normalfall immer so 5-15 Meter vor mir (und Lucy).

    Kommandos vor allem "warte", wenn Grisu völlig in seiner Welt ist und "abdriftet". Möchte ich, dass sie zu mir kommen, klopf ich meist ans Bein oder bleibe stehen (dann schauen sie automatisch). Aber eigentlich wissen sie eh, was in welcher Situation getan werden sollte, da braucht es wenig Kommandos von mir. Wenn Grisu zu schnell wird, werde ich einfach ein wenig langsamer. Dann verkleinert er sehr schnell den Radius und läuft aufmerksamer (er kann sich ja offensichtlich auf mein Tempo nicht mehr blind verlassen :p ).

    Regeln: kein jagen, keine Belästigung von Passanten etc., kein rennen quer durch Wald und Wiese ohne meine Freigabe (sprich: im Normalfall haben sie auf dem Weg zu bleiben).