Der Weißabgleich: die Kamera versucht zu erkennen, was "weiß" ist und richtet alle anderen Farben danach aus. Wenn du ein "Schnee-Program" vorgibst, hilfst du ihr, den Schnee als weiß einzuordnen, deshalb ist es mit den Farben da besser. Deine Kamera kann im raw-Format fotografieren. Damit hast du hinterher alle Möglichkeiten, selbst festzulegen, was weiß ist. Auch hast du da mehr Möglichkeiten, das Bild heller zu machen. Die Kamera verschlimmbessert nicht vorher selbst schon, sondern lässt das Bild unbearbeitet. Das wäre vermutlich besser in deinem Fall.
Das letzte Bild hat eine Blende von 2,8, einen ISO-Wert von 1250 und eine Belichtungszeit von 1/800 Sekunde. Mit anderen Worten: es war zu dunkel für ein "gutes" Bild. Die Blendenöffnung ist die Öffnung, die das Licht durch das Objektiv auf den Sensor lässt (oder so
). Also große Blende (f2,8 z.B.) = viel Licht kommt durch, kleine Blende (f18 z.B.) = wenig Licht kommt durch. Du brauchst eine bestimmte Lichtmenge, um ein gut ausgeleuchtetes, helles Foto zu haben. Wie viel Licht rein kommt hängt neben der Blendengröße auch von der Zeit ab, die die Blende geöffnet bleibt. In dem Fall 1/800 Sekunde. Hättest du stattdessen z.B. eine Blendenöffnung f8 genommen, hätte die Blende vielleicht 1/200 Sekunde geöffnet bleiben müssen, für ein gleich helles Bild. Soweit nachvollziehbar? Dann hast du noch die ISO-Zahl. Die sagt etwas über die Empfindlichkeit der Lichtmessung aus. Hohe ISO-Zahl bedeutet, du brauchst weniger Licht, dafür "rauscht" es immer stärker. Das sieht man an dem Bild sehr gut, es rauscht extrem stark.
Mit den zu Verfügung stehenden Mitteln bekommst du das Bild kaum heller. Eine größere Blende als 2,8 hast du nicht zu Verfügung, die ISO-Zahl ist jetzt schon zu hoch und länger öffnen kannst du die Blende auch nicht, dann wird das Bild unscharf bei bewegten Objekten.
Und dann ist es einfach so, dass es zwar keine schlechte Kamera ist, aber auch nicht gerade „high-end“. Du wirst mit etwas Übung sicher mehr rausholen können, aber wirklich „Schlechtwettertauglich“ wird die Kamera nicht sein.
Also ein paar Tipps:
- fotografier bei Sonne, so lange du noch kein wirklich gutes Gefühl für die Kamera und die Einstellungen hast
- versuche es mal im raw-Format
- fotografier den Hund erst mal in Ruhe, nicht in Bewegung.
- der Hund sollte das Bild etwas raumfüllender einnehmen, nicht ein kleiner Fleck am Bildrand sein. Dann wird auch die Kamera mehr daran arbeiten, den Hund ins rechte Licht zu setzen
- begib dich auf Augenhöhe mit dem Hund
- fotografier in Halbautomatik und bekomme so ein Gefühl für Blende und Belichtungszeit