Beiträge von Lucy_Lou

    Ich kannte ja Hunde schon vorher, meine Großeltern hatten, meine Eltern... so war es nicht völlig "neu". Ich war 11Jahre alt, als Aicha einzog, mein Hund.

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    Probleme die aufgetaucht sind, die ich nicht haben wollte sind:

    ganz viel Jagdtrieb. Reserviertheit Fremden gegenüber

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    Meine Gefühlslage:

    Ich fand sie trotzdem toll, der Rest der Welt war doof :hust: (ich glaube, ich war nicht der einfachste Teenie...)


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    Was ich mir fürn Erst Hund gewünscht hatte:

    Extrem selbstbewusst, durch nichts aus der Ruhe zu bringen und groß... Aicha war tatsächlich ein quierliger, kleiner, aufbrausender, extrem auf mich fokussierter Pudel-Terrier-Mischling. Ich habe sie trotzdem überall mit hin geschleppt und fand sie toll :p . War nicht immer optimal, denn ihre Vorstellungen, meine Vorstellungen und vor allem die Vorstellungen vom Rest der Welt ergaben nicht immer eine Schnittmenge....


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    Wie sich das zusammenleben weiter Entwickelt hat:

    Zunehmend besser, durch zunehmende Reife meinerseits, denke ich :hust:

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    Aktuell:

    Im Hundehimmel

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    Was Ich daraus gelernt habe:

    Aus Aicha nicht viel, ich war zu sehr auf mich selbst fokussiert, denke ich. Aus Lucy deutlich mehr.

    Die Fragestellung im Titel trifft es nicht ganz. Es fällt nur auf, dass einige Rassen gerne als : "könnte toll passen, sind tolle Hunde, schön dass sich mal jemand interessiert..." dargestellt werden und bei anderen Rassen fast nur Ablehnung oder sehr kritische Fragen kommen. Eine Frage ist, woran liegt das?
    Aber ich frage mal ganz allgemein, wenn jemand euch auf dem Spaziergang anspricht, so nach dem Motto: "das ist doch die und die Rasse, gefällt mir total gut, wie ist der Hund denn so?" Stellt ihr dann eher das Positive in den Vordergrund oder eher die eventuellen Schwierigkeiten? Hier im Forum kommt es mir extrem zweigeteilt vor, einige Rassen werden auf Grund ihrer "Vorteile" beschrieben, andere so kritisch wie möglich...

    Soll einfach eine wertfreie Umfrage werden: wie ist es bei euch?

    Als Tierbesitzer gewöhnt man sich schon an so einiges... Dank unserer Katze stolpern wir morgens vor der Schlafzimmertür regelmäßig über Kopflose Mäuse (den Kopf findet man dann unterm Schuhschrank) oder Mäusegedärme (dann war die Katze hungrig und hat das meiste verwertbare gefressen) oder ein einzelnes Mäusebein oder eine Mäuseblase (dann war sie sehr hungrig). Man wird so richtig zum Kenner der Maus-Anatomie. Manchmal ist auch der Hund schneller und man sieht nur noch ein blutiges etwas um 6 Morgens im Hund verschwinden... Ja, Tiere härten ab...

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    Oooooh Mäuschen... :hust:

    Ich habe Cilly mal aufs Feld geschickt Mäuschen suchen...blöderweise kam sie mit einer zurück, die war bestimmt schon 3 Wochen tot... :schockiert:


    Sei froh, Lucy hätte die ohne mit der Wimper zu zucken runter geschluckt :hust:

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    Ich , völlig gedankenverloren: Ich weiß nicht, Hase.....

    :lol: Das kommt mir bekannt vor. Lucy gestern auf einer Wiese nach Mäusen am suchen. Ich wollte weiter, Lucy fixiert ein Mauseloch. Ich zu ihr: "Na komm Mäuschen, weiter gehts" :hust: :ops: (Hunde verstehen es zumindest nicht, wenn man Blödsinn labert...)

    Den Furminator setze ich auch nur spärlich ein, ich hab den Eindruck, der zieht nicht nur Unterwolle raus, wenn man es zu lange/oft macht :???: . Die "Hosen" schneide ich mittlerweile bei beiden radikal. Finde ich deutlich praktischer (keine Schneeklumpen, keine Stöckchen, kein Matsch...) und ab und an sieht es auch nicht mehr dramatisch aus (ich werde besser :hust: ).

    NBT finde ich optisch weniger schön, als eine lange Rute, aber sehr viel praktischer. Vor allem der Punkt, dass niemand drauf tritt, wenn man in belebter Umgebung unterwegs ist. Lucy traut sich kaum noch, sich in solchen Situationen hinzusetzen, denn früher oder später latscht eh jemand auf die Rute :/ . Da hat es Grisu besser...

    ISO3200 rauscht (in der Regel) stärker, als ISO 1600, klar, kommt auch auf die Kamera an. Aber mit ISO 3200 dürfte das Bild so oder so nicht optimal werden...Bei den meisten Kameras schon mit ISO800 nicht.... Aber es ist ja jeweils nur das Maximum, was da angegeben ist, weniger einstellen kannst du bei beiden, dann rauscht es auch nicht.

    Die Frage ist, ob du mit einer Bridge glücklich wirst dauerhaft. Wenn, sind sicher beide Kameras nicht schlecht... Du darfst halt bei "extremeren" Bedingungen keine Bilder erwarten, wie sie mit vielen besseren Kameras möglich sind. Z.B. bei schwachen Lichtverhältnissen, schneller Bewegung, starken Helligkeitsunterschieden (schwarzer Hund im Schnee) und du kannst die Objektive nicht anpassen. Es ist keine Verbesserung mehr möglich, wenn du die Kamera ausgereizt hast und gerne mehr willst.

    Ich persönlich würde ein Einsteiger-DSLR-Modell immer vorziehen. Aber es kommt halt drauf an, ob man "schöne" Fotos oder auch bei schwierigen Verhältnissen "tolle" Fotos anstrebt.

    Wollte nur kurz noch einwerfen, zum Thema, anderen "abwehren":

    - bei uns wird es sehr viel eher akzeptiert, wenn ich sage: "Lucy (also mein wenig kontaktfreudiger Hund) will den Kontakt nicht". Die Aussage wird fast nie in Frage gestellt. Ein "ich möchte den Kontakt nicht" oder "sie ist unverträglich" führt tendentiell zu mehr Rückfragen. Wobei Lucy meine Aussage auch ausstrahlt. Ignorieren verbunden mit etwas aufplustern...

    - in 90% der Fälle hilft es, sich umzudrehen und zu gehen oder im Wald zu verschwinden oder Richtung Straße abzuschwenken oder so.... Mein Hund kommt runter, der andere Hund ist verunsichert bis desinteressiert (es kommt nichts bei ihm an; ein "provozierender" Blick schafft sehr viel mehr an Reaktion beim anderen Hund, als ein abdrehen!). Das liegt dann natürlich auch am eigenen Hund, der sollte mitgehen ;) . Wenn das klappt beim eigenen Hund, braucht man auch nicht anleinen. Man signalisiert dem anderen Hund völliges Desinteresse und man deeskaliert auch ganz stark, wenn der andere Hund auf Stunk aus ist. Außerdem reagiert auch der andere Halter, wenn er seinen Hund uns hinterher am Horizont verschwinden sieht :p . Die meisten femden Hunde greifen ja nicht mit Verletzungsabsicht an, wenn es Alternativen gibt. Der Rückzug ist eine Alternative und spielverrückten anderen Hunden signalisiert es: hier ist es eh langweilig... Wie gesagt, klappt bei uns besser als alles andere.

    - wenn man den Kontakt nicht möchte, ein ganz klares Signal aussenden. Abrufen (deutlich, auch wenn es für den Hund nicht sein müsste), deutlich anleinen, dann gehen. Jedes zögern wird vom entgegen kommenden im Zweifelsfall in dessen Sinn ausgelegt. Man muss signalisieren, sich seiner Handlungen absolut sicher zu sein

    - Wenn es zu einem Disput kommt, der andere Hundehalter einen doofen Spruch anbringt: hey, ist dessen Magengeschwür und dessen Herzinfarkt, wenn er sich aufregen will. Nicht mein Problem. Lächeln, auflaufen lassen und gehen. Ist sehr gut für die eigene Stimmung ;) . Ich muss mich beim besten Willen nicht mit runter ziehen lassen und niemandem etwas erklären, der eh nicht so wirkt als würde er es hören wollen...

    Du wirst leider an anderen Hundehaltern nichts ändern können. Es scheint recht "normal" zu sein, dass nach dem Motto reagiert wird "mein Hund frisst niemanden" und "der andere da scheint auch niemanden zu fressen", also lässt man machen. Und in Gebieten mit hoher Hunde-Frequenz hörst du dann das Argument "weiß doch jeder, dass hier viele Hunde frei laufen, soll die da (du in dem Fall :/ ), sich nicht so blöd anstellen und halt woanders gehen" und "kein Wunder, dass der Hund so ... (ängstlich, unsicher, aggressiv...) ist, wenn die Besitzerin (du... :/ ) sich so anstellt".
    Wieso, weshalb oder dass mit etwas Toleranz und Rücksichtnahme alle glücklich wären oder etwas Grundgehorsam keinem Hund schadet oder ein kurzes ranrufen des Hundes kein Weltuntergang in punkto "Hund braucht doch seine Freiheit" darstellt... interessiert die entsprechenden Menschen nicht. Entweder können sie es nicht ändern oder wollen es nicht ändern. Es ist leider so. Bei dertutnix-Hundehaltern stößt du da auf taube Ohren. Die sehen das Problem nicht bei sich und damit geht es sie nichts an... Ich könnte jetzt sagen, hol dir einen großen, schwarzen, selbstbewussten Hund dazu und plötzlich können die meisten anleinen :roll: . Aber tatsächlich ist der Mangel an Rücksichtnahme wirklich nur traurig!

    Ich denke auch, da kann nur ein Trainer vor Ort helfen.

    Nur als Einwurf: vielleicht ist euer Hund zu sensibel? Reagiert auf euern Stress, vielleicht das schlechte Gewissen, zu wenig draußen zu sein, dazu die aufgestaute Energie, dazu die offene Frage, wie er es denn besser machen kann. Ein klein wenig kenne ich die Richtung von meinem Rüden, das überdrehen und zu sehr reagieren, wenn ich die Signale sende und etwas "anders" ist. Es ist pure Überforderung bei ihm. Es ist ein wenig eine Sackgasse: man selbst sieht nur, was man tut und versteht nicht, der Hund reagiert in seinen Augen einzig richtig und versteht nicht...

    Ich hatte das anderer Stelle vor kurzem geschrieben, aber vielleicht bietet euch das auch Anregung (einen Anfang zu finden):
    Wenn man gerde keinen Ansatz mehr hat, nicht mehr wirklich ran kommt an den Hund, altbewährtes plötzlich nicht mehr zieht, alle Seiten nur immer frustrierter werden... kann es helfen, noch mal auf Anfang zu gehen. Es fährt sich ja fest, die Erwartungshaltungen von beiden Seiten sind da, Reaktionsmuster... das schafft zum einen Berechenbarkeit (dein Hund weiß genau, was er wann von dir erwarten kann, was du wann ernst meinst etc.), zum anderen führt es aber auch zu Betriebsblindheit.

    Bei uns hat sehr geholfen, sich auf die Basics zu konzentrieren. Keine Kommandos, keine "Auseinandersetzungen" mit zweifelhaftem Ausgang, möglichst keine konkreten Erwartungen (positiv wie negativ, vieles ist self-fulfilling-prophecy). Also ganz konkret schauen: worauf reagiert der Hund eigentlich? Und was an mir nimmt er war? Was kommuniziere ich ihm (und das kann etwas völlig anderes sein, als das, was ich gerade sage oder kommunizieren will).

    Eckpunkte wären: kein Kräftemessen mehr, zumindest keins, bei dem ich nicht sicher weiß, wie es ausgeht oder das sich aufschaukeln kann. Kein rufen auf Verdacht, kein Versuch, den Hund für Spiele/Futter als "Lockmittel" zu begeistern, kein "anbiedern". Dann: in möglichst ruhiger Umgebung Spaziergänge ohne verbale Kommunikation und möglichst ohne konditionierte Handzeichen machen. Schauen, wie man ohne rumgehampel trotzdem Aufmerksamkeit bekommt. Oder den Hund in Spannung versetzt. Oder Ruhe kommuniziert. Auch wichtig: den Hund körpersprachlich auf Distanz halten, hinter sich halten, an einer Stelle halten. Nicht erzwingen, aber rantasten. Schauen, was kommt beim Hund wie an. Zur Not eine Schleppleine dran, wenn der Hund sich sonst völlig selbständig macht. Die nicht zur Durchsetzung von Kommandos nutzen, sondern rein, damit er keinen Blödsinn macht oder "verschwindet". Es ist reines Kommunikationstraining. Wenn der Hund mitmacht, anbietet, aufmerksam ist... kann man ja durchaus auch in Richtung beliebter Aktionen/Spiele gehen. Also z.B. nonverbal blocken, Spielzeug werfen, körpersprachlich Erlaubnis zum holen geben. Oder Wald- und Wiesen-Agility, ein Zerrspiel, Trickdogging.... Es ist erstaunlich, was der Hund an "Kommandos" beherrscht, ohne dass man einen Ton sagt oder Handzeichen gibt! Mich haut das immer wieder um... Je nachdem kann man sicher auch Futter gut einbauen. Mitarbeit soll sich ja lohnen für den Hund. Nur muss man schauen, was der Lohn sein kann. Entspannung, gewünschte Tätigkeit (was weiß ich, anderen Hund begrüßen, nach Mäusen buddeln, Slalom durch die Beine laufen...) oder eben auch Futter. Komplette Handfütterung fände ich auch nicht völlig verkehrt, sofern man mit dem Futter nicht lockt, es nur in gemeinsame "Arbeit" einbaut (Jagdspiele z.B.).

    Auch für den Hund unberechenbarer werden. Zwischendurch anleinen, hinter sich gehen lassen, nicht ableinen, wo man es sonst immer tut, an der Hundewiese vorbei laufen, ablegen und alleine mit dem Spielzeug spielen, nicht die nette Nachbarin begrüßen, nicht zum Bach runter laufen, oder auch das Durchbrechen üblicher Fütterungsrituale. Den Hund also auch ein wenig auf "0" bringen.

    Wenn der Hund hochdreht, kommentarlos auf den Platz, rausschicken oder hinter sich abliegen lassen, je nach Situation. Dann Abschalttraining an belebten Orten. Oder mal ein Spaziergang, der zu 80% aus "warten" besteht.

    Eine Basis finden...