Ich muss gestehen, dass ich die Argumentation "es gibt schlechte Offenställe, ergo sind Boxen besser" nicht so richtig nachvollziehen kann
Das ist, als würde man sagen: "Es gibt Hunde die beißen, also sind Katzen besser!" 
Ich finde, es gibt schlechte STÄLLE (WIE da nun genau die Haltung aussieht, ist erstmal egal) und in einen schlechten Stall stellt man sein Pferd nicht. Punkt.
Bleiben noch gut geführte Ställe und da sind solche, bei denen die Pferde möglichst viel draußen sind, am besten in einem stabilen Herdenverband, für die meisten Pferde sicher die schönere Alternative, als tagein tagaus stundenlang auf wenigen Quadratmetern rumzustehen... Dass es viele Graustufen gibt (von nur nachts in einer Box bis hin zu einem Bewegungsstall) ist doch klar und per se kann man nie Pauschalaussagen treffen, jedes Pferd und jeder Stall ist anders.
Aber, dass ein bewegungsfreudiges Herden- und Fluchttier am liebsten mit seinesgleichen an der frischen Luft mit Bewegungsanreizen ist....ist sicher in den meisten (nicht allen) Fällen schlicht Fakt. Klar, Herde, Platz, Fütterung, Koppelmanagement und Paddock Befestigung müssen passen, aber siehe oben, man sieht sich gute Ställe an...
Aber diese "hier bei uns sind ALLE Offenställe schlecht, nur in Offenstallhaltung kommen verfaulte Hufe vor (da dann aber GANZ oft) und deshalb sind Offenstallbefürworter doofe Naivlinge, die die Moralkeule schwingen, aber kein Fachwissen haben" (JA das ist bewusst überspitzt formuliert, bitte dies beachten
) Aussagen finde ich anstrengend. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es NIRGENDS gute Offenställe gibt
Ich kenne hier einige und mein Wohnort kann doch nicht der heilige Gral der Offenställe sein 
Kompromisse muss man halt IMMER eingehen, ist halt die Frage, wo (Keine Halle, kein schönes Ambiente für den Menschen, Pferd viel in einer Box, Fahrweg weiter...., Selbstversorger etc. pp) und Ausnahmen gibt es sicher auch (sehr rangniedere, kranke, schlecht sozialisierte, etc, Pferde).