ch denke schon, dass Leistungssport immer verletzungsträchtiger ist - egal, ob bei Hund oder Mensch: Extreme Belastungen fördern nun mal Verletzungen.
Nichts andres hab ich doch geschrieben? Offensichtlich missverständlich ausgedrückt.
Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass nur, weil beim normalen Begleithund seltener Verletzungen passieren als beim Sporthund, man nicht die Krallenpflege vernachlässigen sollte.
Wir hatten die erste "Trockenübung" an dem Abend als ich Jin von ihrer Züchterin geholt hatte: sowohl in unserem damaligen Wohnort als auch im jetzigen Wohnort gibt es auch im Sommer immer mal wieder Feuerwerk (was wir damals nicht wussten, da frisch dorthin gezogen) - und natürlich prompt auch an jenem Abend. Und Jin lag auf'm Sofa und hat gepennt, derweil ich mich erschreckt habe.
Und so ist es auch heute noch: eher erschreck ich mich bei (unerwarteten) Feuerwerk als der Hund
Ich drück fest die Daumen, dass Picard ähnlich Feuerwerksfest ist
Gespräche/Videos/Texte mit/von Leuten geführt/gesehen/gelesen, die tatsächlich Ahnung vom Bewegungsapparat des Hundes haben - also z.B. auf Sporthunde spezialisierte TAs, Osteopathen, Physiotherapeuten, langjährige (Wind-)Hundhalter, deren Hunde im Sport laufen usw.
Und meine Beobachtung: Von Verletzungen der Pfoten (abgebrochene/-gerissene Krallen, Sehnen(an)risse, gebrochene Zehen, Kapselverletzungen usw. usf.) sind meiner Beobachtung nach signifikant häufiger Hunde mit zu langen Krallen betroffen - da ich ja nunmal viel im Windhundsportbereich unterwegs bin, der per se Leistungssport ist, gibt es hier natürlich vergleichsweise öfters Verletzungen als bei den üblichen "nur" Begleithunden (das "nur" ist absolut nicht wertend gemeint!). Was aber mMn trotzdem nicht heißt, dass zu lange Krallen bei einem Begleithund weniger tragisch sind als bei einem Sporthund.
Außerdem kommt noch mein Grundwissen Physik zum Thema Hebelwirkung hinzu.
Aber bitte versteht mich nicht falsch! Man kann die Krallen auch zu kurz halten (ich gebe zu, dass auch ich schon ein paar Fotos hier im Thread gesehen habe, wo ich dachte, "kürzer muss wirklich nicht, 1-2mm mehr wären auch nicht schlimm" - aber diese Fotos waren deutlich in der Unterzahl oder aber es wurde ohnehin gesagt, dass die Länge in Ordnung ist).
Aber nur wenn die Krallen richtig lang sind, mit dem was hier gezeigt wird nicht zu vergleichen.
Ich für meinen Teil halte die Krallen lieber auf einer idealen Länge als meinen Hund immer wieder zeitweise mit zu langen Krallen herumlaufen zu lassen.
Heißt also: ich kürze die Krallen, derweil sie noch nicht zu lang sind. Wie beim Gewicht gibt es auch bei der Krallenlänge nicht eine bestimmte Länge x die ideal ist, sondern einen bestimmten Bereich - und innerhalb dieses Bereichs halte ich nach Möglichkeit die Krallen meines Hundes.
Rhetorische Frage: Kürzt ihr eure Nägel erst, wenn sie zu lang sind oder schon vorher? Und eure Nägel berühren den Boden beim Gehen/Laufen/Renne noch nicht mal.
Und du hast nicht gesagt, dass man blutig schneiden muss... unter Umständen findest du es aber anscheinend völlig in Ordnung.
Nein. Ich finde es absolut schrecklich, dass diese Maßnahme NÖTIG ist, weil die Besitzer es nicht auf die Reihe bekommen, sich ausreichend um die Pflege des ihnen anvertrauten/ausgelieferten Lebewesens zu kümmern!
Die Krallen in meinem Beispiel waren derart lang, dass man sie in einem Hundeleben nicht mehr auf sanfte Weise zurückgedrängt bekommen hätte.
Mal kurz ne Verständnisfrage zu Shira Atrevido - so ist doch aber Luft zum Boden mit den Krallen oder nicht ? Nicht wahnsinnig viel aber von den Fotos sieht das nicht so krass aus wie ich bei der Beschreibung gedacht hätte.
Ich meine, dass die mittleren Krallen sehr wohl aufstehen und nur die äußeren schweben
Nochmal zum Thema Daumenkralle ein paar Fotos, warum mir auch bei dieser, so weit oben am Bein sitzenden Kralle die Länge wichtig ist:
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Leider etwas zu früh auf den Auslöser gedrückt, aber man kann ganz gut erahnen, wie die Daumenkralle hier beim Auftreten der Pfote gleich die Kurvenlage stabilisieren wird:
hmpf, ja, der Hasenzieher hat wirklich extrem viel Einfluss auf den Spaß des Hundes an der Sache - ärgerlich, wenn man einen mit (an dem Tag) fehlenden Gefühl erwischt.
Hab durchaus schon von Leuten gehört: "Da zieht xy? Dann meld ich meinen Hund nicht!"
Mit Jin hab ich solche Probleme ja nicht, die nimmt den Sport ernst - neigt aber eben (wie ihre Mutter) zum Lesen des Parcours, weshalb optische Begrenzungen (Zaun, Gebüsch/Wald, nicht gemähte Wiese) hier zu "falschem" Laufen führen können. Nunja, ich nehm es sportlich: Hauptsache, der Hund hat Spaß! Und sollte sie eines Tages den Parcous so wenig ernst nehmen, dass wirklich nix mehr zu reißen ist, dann geht's halt "nur" noch zu Trainings - der Hund merkt den Unterschied eh nicht (außer, dass beim Trainings die nervige Siegerehrung wegfällt).
Warum sollen nicht auch Hunde laufen dürfen, die zwar nie was gewinnen werden, die aber so die einzig legale Möglichkeit haben, sich am Hetzen zu versuchen.
Du hast recht. In meinem müden Kopf hab ich die Möglichkeit eines Hundes, der schon Spaß dran hat, aber auch mittendrin einfach nach anderen Reizen suchen gehen kann, außer acht gelassen.
Dass wir "nur" von Training und nicht von Wettkämpfen reden, war mir soweit aber schon klar.
ber der war dort sofort und vom ersten Moment an in Jagdaufregung. Kann er die nicht kanalisieren weil irgendwas nicht ganz funktioniert oder unvorhergesehen was noch spannenderes passiert, wie ne Katze verirrt sich zu nah ans Gelände, garantiere ich dafür, dass ich für nix garantieren kann. In der Erregungslage is auch der Superrückpfiff weitestgehend wirkungslos.
Nun... Ehrlich gesagt möchte ich gar nicht erleben, was passiert, wenn bei einem Coursing echtes Wild auftaucht.
Es gibt die Geschichte aus Lorch, als vor einem Sechserfeld Whippets ein echter Hase die Bahn gekreuzt hat und alle Hunde weitergelaufen sind - das war aber Rennbahn. Auf der Rennbahn ist der Streckenverlauf stark ritualisiert (muss er sein, da nicht alle Bahnen eine ordentliche Begrenzung nach innen haben) - die Ritualisierung ist so stark, dass erfahrene Bahnhunde sogar ohne Hasen laufen.
Beim Coursing dürfte das anders aussehen.
Allerdings ist beim Coursing so viel Betrieb (schon allein durch die hasenauslegenden Quads sowie der meist nicht besonders leisen Hasenzugmaschine - von den kläffenden Hunden ganz zu schweigen), dass sich Wild eher nicht in die Nähe einer solchen Fläche verirren dürfte.
Wobei es in "meinem" Verein leider schonmal einen Zwischenfall mit einer Katze gab - leider liefen zu dem Zeitpunkt Greys und da Training ohne Maulkorb. Das ging dann also leider gar nicht gut für die Katze aus
Viele starten nicht als Welpe - lt. Reglement muss ein Hund auch für's Training mind. 1 Jahr (?) alt sein.
Natürlich gibt es trotzdem einige, die ihren Hund früher schon altersgerecht ans Coursing/Rennen ranführen. Gerade bei weniger kunsthasenscharfen Rassen ist das wohl auch tatsächlich sehr förderlich. Jin ist selber das erste Mal mit einem Jahr ein Training gelaufen - aber als Whippet natürlich nicht so recht vergleichbar.
Bei uns auf dem (nicht eingezäunten) Gelände laufen aber auch viele sonst nicht ableinbare Hunde (darunter auch Hunde aus dem TS) uns bisher ist keiner abgehauen - manche haben am Kill kurz Fangen mit ihren Besitzern gespielt, aber wirklich weg war nie einer. Wird vielleicht daran liegen, dass sich wirklich viel Zeit zum Antrainieren genommen wird und der Hund nicht gleich eine Runde laufen soll - das kann natürlich in anderen Vereinen anders sein. Außerdem haben wir einen wirklich tollen gefühlvollen Hasenzieher, der schon so machen Hund (wieder) zum Laufen gebracht hat.
Die Wahrscheinlichkeit das der Whippet auch mit Erreichen des Erwachsenenalters noch ableinbar ist, die ist eh nicht so besonders hoch.
Das sehe ich anders. Ein Whippet mag nicht uneingeschränkt und nicht überall ableinbar sein, aber idR sind Whippets in ausgewählten Gebieten recht gut ableinbar.
Lebt man in so extrem wildreichen Gebieten wie ~ELLA~ (3 Wildsichtungen bei einem Gassi! Selbst im hier "wildreichen" Wald haben wir selten mehr als eine und auch längst nicht bei jeden Gassi Wildbegegnungen sondern meist eher keine) und trainiert dementsprechend ausreichend und mit dem nötigen Fingerspitzengefühl, so bekommt man einen Whippet u.U. sogar recht gehorsam am Wild.
Hängt aber auch mit der Zuchtrichtung zusammen. Viele Rennwhippets kennen z.B. die Zusammenarbeit mit dem Menschen nicht wirklich und sind "Bahnidioten", die knallen bei Wildsichtung wohl recht gerne durch und kommen selbstständig eher schlecht wieder. Von Showwhippets hab ich schon gehört, dass sie deutlich ungerichteter jagen und auch hinter fliegenden Vögeln und Autos hinterher gehen.
Ich denke, wenn man einen Whippet von einem Züchter holt, der mit seinen Hunden unabhängig von ihrer "Aufgabe" als Show- und/oder Leistungshund noch arbeitet (sei es Agi, Tricksen, Besuchshund, o.ä.) und mit ihnen auch leinenlos Gassi geht (ohne, dass die Hunde dauernd zum Jagen abhauen), so erhält man mit recht hoher Wahrscheinlichkeit einen eher führigen Whippet, den man in ausgewählten Gebieten gut ableinen kann.
Wobei ich tatsächlich deutlich mehr (ausgewählt) ableinbare Whippets kenne als nicht ableinbare.
Die Krallen geben dem Hund viele Information über seine Umwelt weiter, wie Beschaffenheit des Bodens und Steigungs-/Gefällewinkel - bei zu langen Krallen kommt es hier u.U. zu Fehlinformationen.
Weiterhin wirkt sich die Krallenlänge durch den Abrollvorgang auf den kompletten Bewegungsapparat aus, so dass zu lange Krallen hier zu Schäden führen können.
Außerdem erhöht sich bei zu langen Krallen aufgrund der entstehenden Hebelwirkung das Verletzungsrisiko enorm - nicht nur, dass die Krallen abbrechen, sondern auch, dass sie direkt den Zeh in Mitleidenschaft ziehen (von Bändergeschichten über Brüchen bis zum Abriss des Zehs (hier ist v.a. der Daumen betroffen - eine Verletzung, die unter Windhundhaltern sehr gefürchtet ist)).
Daher ist es mMn sehr wichtig, auf eine korrekte Länge der Krallen zu achten.
Ich für meinen Teil warte lieber nicht ab, bis mein Hund Beschwerden zeigt, sondern kürze die Krallen vorher. Ein Hund mit zu langen Krallen humpelt auch nicht unbedingt, oft verändert sich die Bewegung schleichend, die Pfoten rollen nicht mehr richtig ab, er "patscht" beim Laufen - das sehen die Besitzer aber nicht unbedingt. Und viele TAs leider auch nicht.
Wenn sich erstmal Arthrosen gebildet haben, ist es zu spät. Und auch durch zu lange Krallen entstandene Verletzungen wären vermeidbar gewesen.
Vorsorge ist bei diesem Thema - wie bei praktisch jedem Pflegethema - besser als Nachsorge.
Oder würdest du einen Hund auch erst bürsten, wenn er das Filzen anfängt?
Finde es ziemlich krass, dass hier zum Teil absichtlich blutig geschnitten werden soll.
Wenn ich mir das im Vergleich zum Pferd vorstelle ...
Als erstes ist die Hundekralle anders aufgebaut als ein (Pferde-)Huf - das lässt sich absolut nicht vergleichen. Zum anderen habe ich nie gesagt, dass unbedingt absichtlich blutig geschnitten werden soll! Ich habe ein Beispiel genannt, wo es wirklich mal sinnvoll war (die Krallen waren wirklich extrem zu lang, dagegen sind praktisch alle hier gezeigten Krallen kurz) - und dazu gesagt, dass man das nur vom Experten machen lassen soll.
Leider haben nicht alle Tierärzte hier wirklich Ahnung. Sie kennen den üblichen "Papier muss drunter passen"-Test, aber, dass das nicht die ganze Wahrheit ist, wissen sie nicht. Nunja, ist ja auch kein Wunder, da sie nicht nur für Hunde, sondern noch für praktisch alle anderen Haustiere zuständig sind. Sie können gar nicht alles wissen, was aber auch nicht schlimm ist.
Für viele Hunde mit 0815-Pfotenform mag dieser Test auch ausreichend sein, für alle anderen ist er's nicht und damit u.U. gesundheitsschädlich.
Wenn Atrevido schreibt, dass bei ihrem Hund die Krallen auf dem Boden aufstehen und die Zehen verbiegen, dann braucht man auch nicht mehr drüber streiten, ob die Krallen zu lang sind.
Atrevido Mh, für mich wirkt die Kralle auch nicht ganz so gut gedremelt, ich würde versuchen gleichmäßiger zu dremeln, damit sich vorne nicht so eine Spitze bildet - von vorne also auch etwas mehr weg nehmen.
Hast du mal probiert alle paar Tage und immer nur ganz wenig (1-2mm) weg zu nehmen? Vielleicht hilft ja das?
Das mit dem Zaun is halt bei manchen Rassen immer mal wieder durchaus sinnvoll.
Auf der Bahn sollen ja zb die Barsois doch gern mal was anderes machen, als Kunsthasen jagen.
Der Junior war neulich (allerdings ist der erst ein Mal gelaufen) auch nur so halb interessiert an der künstlichen Beute und fand zeitweilig Gebüsch spannender, bzw würd der für nen echten Jagdreiz außerhalb des Geländes vermutlich schon mal Flatterband links liegen lassen und schauen gehen, ob er über den Zaun kommt.
Die Züchterhunde kennen echte Beute ja wenn, dann nur zufällig, aber s gibt wohl immer wieder welche, die nicht sonderlich motiviert sind, sich mit der Attrappe abzugeben.
Spannend auch, keine Ahnung ob Du das so auch kennst l'eau, aber viele Hunde in den nationalen Rasseklassen sind ja verwandt oder schon mal miteinander gelaufen. Bei den Salukis neulich war super zu sehen: die veranstalten ein Familientreffen und joggen halt mal um die Bahn und amüsieren sich, gehen aber null ans Limit.
(Wenn dem Junior da was spannenderes im Augenwinkel unterkäme, wär der in so ner Situation zb auch weg, nehm ich an)
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Mir ist schon klar, dass manche Hunde nicht hasenscharf genug und zu freiheitsliebend sind, um im ungesicherten Gelände frei zu laufen - ist nur die Frage, ob man mit diesen unbedingt coursen muss. Wenn sie den falschen Hasen eh nicht hetzen, fällt ja der Witz an der Sache weg, dann kann man sie auch gleich in ein "normales" Freilaufgelände packen.
Es hat aber nichts damit zu tun, ob die Hunde echte Wild kennen oder nicht. Es liegt eher daran, ob sie Lust haben, sich auch für ein Spielzeug zu bewegen. Manche kann man mit etwas Training noch hasenscharf machen, manche nicht. Bei uns im Verein laufen/liefen auch einige TS-(Wind-)Hunde (u.a. Galgos, Podencos) - alle problemlos, obwohl das Gelände nicht umzäunt ist.
Meiner Beobachtung nach sind v.a. Orientalen problematisch am Kunsthasen. Außerdem Wolfhounds (wobei diese wohl auch bei echtem Wild sehr gut kontrollierbar sind).
Nuja, kleine, nette Geländestufe Bei uns in Trautskirchen laufen die Hunde komplett an einem teils steilen Hang - das fordert die Hunde! So 'ne Geländestufe wie in Gelsenkirchen ist für Jin also Pipifax
Für sie liegt die Schwierigkeit hier tatsächlich mehr in den Hindernissen (wie man beim zweiten Durchgang sieht, nimmt sie ja nicht umsonst einen Strohballen und einen Reifen mit - mit dem Rüden muss sie sich nämlich in der Scheinträchtigkeit, wie zu dem Zeitpunkt, echt anstrengen, ansonsten laufen sie etwas schöner zusammen).
Ich war mal dabei, als eine Whippet-Züchterin bei einem Hund mit Absicht bis ins Leben gedremelt hat - war absolut nicht schön, aber die Krallen wirklich schrecklich viel zu lang und die Besitzerin traute sich nicht ans Kürzen, anders hätte der Hund niemals annähernd ordentliche Krallen bekommen. Die Züchterin hat das sehr professionell gemacht und hat es bei fast jeder Kralle auch geschafft, das Leben gleich mit dem Dremel zu veröden, nur ein oder zwei haben dann noch etwas weiter geblutet.
Ich selber würde mir das nie zutrauen und es daher auch niemals machen - und absolut niemandem (ungeübten) empfehlen!
Magst mal Bilder zeigen? Vielleicht weiß dann noch jemand Rat?