Beiträge von l'eau

    Bitte schön:

    Gelsenkirchen ist eines der wenigen Coursinggelände, die komplett (hoch) umzäunt sind. Außerdem hat es hier immer viele natürliche und "künstliche" Hindernisse - deshalb mag ich das Gelände sehr. Die Umzäunung find ich eher überflüssig bis störend - Hunde, die das Gelände und den Kurs lesen (wie z.B. Jin und ihre Mutter), kürzen dadurch eher mal ab, da sie ja wissen, dass der Hase nicht durch den Zaun läuft...

    Am Anfang muss Jin eh immer neben mir laufen (zum warm werden und weil sie da eh nicht zieht), ab der Wiese will und darf sie dann vorne laufen. Normal galoppiert sie dann viel im Zug (als Sprinter ist sie einfach kein Traber); heute galoppierte sie anfangs zwar auch, aber mit weniger Elan und sie fiel recht schnell in den Trab und trabte dann auch die meiste Strecke.

    Normalerweise laufen wir nur an Tagen, an denen wir noch keine große Runde waren, also vielleicht hat ihr einfach wirklich die Lust gefehlt - ist halt ein Whippet :D

    Ja, mein neuer Gürtel ist von NonStop.

    Ich konnte auch endlich mal wieder laufen :hurra:

    Leider lag mir jetzt noch das eher fettige Mittagessen im Magen, so dass ich nicht wirklich fit war und mit etwas Bauchschmerzen/Seitenstechen zu kämpfen hatte. Jin war auch nicht so richtig motiviert, lief zwar ab der Wiese schön vorne, aber nur wenig im Galopp, viel im Trab ohne Zug - ob das an Goofys Geschirr lag oder daran, dass wir heut Vormittag schon lang Gassi inkl. Frisbeespielen waren, kann ich nicht sagen; das werd ich jetzt mal beobachten müssen...

    Ich finde meinen neuen Laufgürtel dafür mega! Viel leichter, merkt man kaum. Toller Zugpunkt. Einfach toll!

    Handy und Schlüssel hab ich in die Hosentaschen und dank besserem Sitz des Gürtels komm ich da auch beim Laufen problemlos dran. Damit ist das Problem der zu kleinen Gürteltasche dann wohl auch gelöst.

    Insgesamt waren wir wieder unsere kleine Runde mit ca. 3,8km in einem Tempo von 7:35 min/km unterwegs - find ich für die Umstände ganz in Ordnung.

    Kann man einen Hund auf sowas vorbereiten?

    Nunja, ein Hund, der es gewöhnt ist, fremdbetreut zu werden, wird es etwas einfacher fallen. Wenn die Fremdbetreuung zudem noch in einer Pension mit Zwingern ist, wird es nochmal einfacher sein.

    Jin war in ihrem ersten Jahr bei mir viel in einer Hundepension. Selten lass ich sie mal bei Familie/Freunde allein.

    Als ich sie in der Klinik zurück gelassen habe, war es für Jin trotzdem etwas ganz anderes. Aber, Jin ging es zu dem Zeitpunkt auch wirklich nicht gut (drei Tage vorher von der Wildsau aufgeschlitzt worden und dann aufgrund einer Schockreaktion des Körpers "Verlust" der roten Blutkörpchen (ganz laienhaft ausgedrückt)) und ich war extrem besorgt und wollte sie eigentlich gar nicht allein lassen (hab die komplette Rückfahrt geheult).

    Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie Jin während ihres Klinikaufenthalts untergebracht war. Daran eigene Sachen mitzubringen, habe ich gar nicht gedacht - allerdings bin ich auch nicht davon ausgegangen, dass sie dort bleiben muss und haben sie auch zwischendrin nicht "besucht" (das hätte mit Sicherheit Jins Herz gebrochen, es war schon schlimm genug, als sie ohne mich mit der Ärztin weg ist und ich in die Gegenrichtung bin - den Blick werde ich niemals vergessen:().

    Aber bei Abholung war Jin sauber; nix von eingetrocknetem Urin oder Staub. Bei der Größe ihrer Verletzung wäre staubiges Einstreu auch kontraproduktiv gewesen.

    Futter hat sie auch dort bekommen: ich wurde gar nicht nach eigenem Futter gefragt. Da Jin auch nicht abgenommen hat, wird es ihr auch nicht so schlecht ergangen sein.

    hasilein75 genaso wie Moritz07 sagt - das ist auch nicht "nur" sondern eben anders.

    Rennen ist brettebene Bahn im Kreis gegen den Uhrzeigersinn, bis zu 6 Hunde rennen gegeneinander.

    Coursing ist auf Naturwiesen, teils brettebener Fußballplatz, teils sanft hügelige Wiesen, teils relativ steile Gelände. Von weichem, kurzen Golfrasen über "normale" Futterwiesen bis zu harschen Feuchtwiesen ist da alles dabei. Teilweise sind die Gelände mit Hindernissen (Büsche, Bäume, Strohballen, Reifen), teilweise ohne.

    Die Strecken können vom Kreis mit nur leichten Kurven bis zum anspruchsvollen Zickzack-Kurs alles sein (wobei es ein Reglement gibt, wie stark die Winkel sein dürfen, wie lange Start- und Zielgerade mindestens sein müssen usw.).

    Beim Coursing laufen maximal 2 Hunde gegeneinander - wobei wir beim Training bei einem einfachen Kurs auf den Hunden gut bekanntem Gelände schonmal 4 Whippets, die sich kannten, zusammen haben laufen lassen.

    Beim Rennen wird ausschließlich nach Zeit gewertet. Die Schwierigkeit für die Hunde ist also der schnellste zu sein und gleichzeitig nicht mit einem der bis zu 5 Mitläufer zu kollidieren (was zu bösen Unfällen führen kann).

    Beim Coursing ist die Geschwindigkeit idR zweitranging. Auf dem Parcours stehen mindestens zwei Richter (je nach Ausschreibung) und bewerten die Hunde: Kondition, Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Intelligenz/Folgen :???: und noch zwei Kriterien, die mir grad nicht einfallen. Die Schwierigkeit der Hunde liegt hier also darin, reaktionsschnell dem Hasen zu folgen, diesen nicht aus den Augen zu verlieren und gleichzeitig dem Gelände entsprechend zu laufen.

    Derweil beim Rennen die Bewertung objektiv ist, ist sie beim Coursing subjektiv und führt manchmal zu recht interessanten Ergebnisse (besonders lustig, wenn sich selbst die Leute des besser bewerteten Hundes darüber wundern).

    Bei beiden Windhundsportarten dürfen die Hunde während des Laufs kein aggressives Verhalten gegenüber dem/den Laufpartner(n) zeigen - das führt zur Disqualifikation.

    Jetzt hab ich aber noch eine andere Frage:

    Ich gucke mir gerade einen Bericht über Frau Nowak an, in dem sagt sie das weder Hundetrainer noch Hundepsychologe anerkannte Titel sind, stimmt das? Ist das so in Dland?

    Hier (in Spanien) ist es so das man zwar jeweilige Kurse ablegen kann aber da der Titel sowieso erfunden, bzw nicht offiziell anerkannt wird eigentlich sowieso egal ist und man es sich somit eigentlich auch sparen kann denn jeder kann ja dann von sich behaupten Tierpsychologe/Trainer zu sein. Mich wundert das es in Deutschland auch so sein soll?

    Denn so oft wie auf Hundetrainer verwiesen wird bin ich bisher davon ausgegangen daß diese dann auch wirklich und offiziell nachweislich das Wissen haben um korrekt handeln zu können.

    TA Assistent ist hier übrigens auch nicht staatlich anerkannt, wie sieht es damit in D aus?

    Das ist tatsächlich hier in Deutschland ziemlich genauso.

    Jeder der mag, kann sich Hundetrainer/-psychologe nennen. Wobei mittlerweile zumindest eine schriftliche Prüfung abgelegt werden muss (§ 11 TSchG). Allerdings ist diese wohl nicht besonders schwer und mache gewünschte Antworten sind wohl etwas seltsam.

    TA-Assistent (ich denke, du meinst Tiermedizinische Fachangestellte) ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf.

    ich auch nicht - da Jin nur courst, weiß ich bei ihr keine Zeiten xD

    Aber nicht umsonst werden die Hunde im Windhundsport ja nach Rasse (und Größe) sortiert gewertet - man kann von einem Windspiel kaum die selbe Geschwindigkeit wie bei einem Greyhound erwarten.


    Wir machens ja eh nur zum Spaß :D

    So sollte es bei jedem (Wind-)Hundesportler sein :dafuer:


    l'eau

    Die Kurven auf der Bahn sind ein Problem, wegen der einwirkenden Kräfte auf Gelenke und Bänder. Die haben nicht alle den selben Winkel, manche Bahnen sind riskanter, als andere.

    Plus die Bodenbeschaffenheit halt. Im kommerziellen Rennbetrieb ist das echt ne ziemliche Wissenschaft.

    Man merkt, dass ich von Bahnen wenig Ahnung habe - ich dachte, da die Kurven relativ weitläufig sind, dürfte hier nicht so das Gefahrenpotential sein. Offenbar hab ich mich getäuscht.