Beiträge von l'eau

    Und weil ja das Auslastungsthema nochmal angesprochen wurde : Hat man bei den Rütter Trainern nicht auch mal gesehen wie mal ne Fährte aufgebaut wurde oder man versucht hat Gegenstände anzeigen zu lassen ? Ich meine ja da waaaaar mal irgendwann irgendwo was. Man hätte sich auch an sowas bedienen können, wie man da ausgerechnet auf Käsewürfels in Gras werfen kommt ? Hatte man evtl Bedenken dass jemand in dem Alter sowas nicht auf die Kette bekommen würde oder ist einem echt nix besseres eingefallen? Naja...

    Das frag ich mich auch. Zumal der Hund ja sein gesamtes Futter über dieses Futterwerfen (suchen kann man das ja kaum nennen) bekommen sollte. Dazu das ganze noch an der 2 m-Leine - also wirklich Bewegung ist auch nicht drin (aber immer die Gefahr, dass man zu weit wirft und der Hund in die Leine springt).

    Allerdings hab ich mich auch gefragt, warum der Mann sich an diese Trainer gewandt hat - man sieht ja im TV, wie sie arbeiten. Aber vllt hast du da die Antwort gegeben: er dachte vllt, dass man ihm hilft, z.B. das Anzeigen von Gegenständen aufzubauen.

    Auch denke ich, dass die bewusst nur das halbe Training im TV gezeigt haben: Nachdem der Halter erwähnt, dass Leinenführigkeit und Rückruf jetzt funktionieren, was impliziert, dass er das mit Unterstützung der Trainerin geübt hat, aber man weder die Trainingsanweisungen noch das Training dazu im TV gesehen hat, wirkt das für mich schon so, als sei bewusst nur das gezeigt worden, was nicht funktioniert/nicht richtig trainiert wurde, um den Halter schlecht darzustellen.

    Besser als vor dem Training ist immer das Ziel.

    Was in dem Fall ja wohl gem. Aussage des Halters beim Punkt Leinenführigkeit und Rückruf gelungen ist, auch wenn dieses Training (absichtlich?) im TV nicht gezeigt wurde. Ansich sind das aber die Punkte, die für Dritte am wichtigsten sind. Wen interessiert es scho, ob der Hund Leckerchen sucht oder auf'm Sofa liegt? Ebenso der Umgang mit Besuch: Familie/Freunde, die den Hund mögen, werden sich vmtl. nicht sonderlich an seiner Aufdringlichkeit stören und für alle andre kann man problemlos über Management (Festbinden, Wegsperren) arbeiten. Wer weiß, ob der Halter überhaupt viel/oft Besuch bekommt.

    Meine Mädels benehmen sich bei Besuch auch nicht vorbildlich (eine freut sich und ist super-aufdringlich; eine grollbellt - bei Besuch, den mag inkl. Aufdringlichkeit) - da ich aber selten Besuch bekomme und, wenn dann meist solchen, der sich über meine Mädels freut, gibt es für mich keinen Grund, daran zu arbeiten. Warum auch? Es stört weder mich, noch meinen Besuch :ka: Aber man könnte vortrefflich filmen, wie schlecht erzogen meine Mädels sind. Zumal man nicht vergessen darf, dass für die Szenen vorab schon ein Kamerateam ins Haus gekommen ist, das Aufregungslevel also eh erhöht ist.

    Hier gibt's zwei Hundekörbchen, welche aber eher selten benutzt werden - zumeist liegen die Mädels aufm Sofa oder im Bett. Die Körbchen sind auch nicht fest zugewiesen. Das eine nimmt die gesamte Breite des Gangs ins Schlafzimmer ein (die Wohnung ist recht eng), das wird am häufigsten genutzt. Meist von Jin, wenn sie ein Kauteil bearbeitet oder aufs Essen wartet, derweil ich in der Wohnung rumwurschtel.

    Jin mag's nicht, wenn sie ruht und ihr dann ein andrer Hund zu nahe kommt. Das weiß ich und hab Sookie daher von Anfang an erklärt, dass sie von der ruhenden Jin Abstand halten soll. So dass Jin da auch deutlich gelassener geworden ist und Sookie problemlos mit aufs Sofa springen kann, wenn Jin dort schon liegt - sie legt sich halt mit etwas Abstand und ohne Körperkontakt dazu. Für Sookie ist das etwas traurig, da Sookie gerne kuschelt. Aber die beiden kuscheln durchaus auch mal miteinander - halt nur nicht so eng, wie man es sonst von Whippets kennt. Dafür darf jederzeit mit mir gekuschelt werden, wenn ich aufm Sofa oder im Bett bin.

    Kurz: die Liegeflächen gehören uns alle zusammen und außer dem unmittelbaren persönlichen Raum, darf kein Platz verteidigt werden und wird auch nicht verteidigt.

    Trotz Jins "Sondergehabe" hab ich mit dem Whippet in dieser Hinsicht aber auch eine sehr einfache Rasse.

    Ich bin auch grad hin- und hergerissen. Wenn ein Unternehmen anfängt, seine eigenen Fehler zu promoten, hat es dann überhaupt noch den Anspruch, an diesen zu arbeiten?

    Ich bin geneigt, zu behaupten, den Anspruch hat es schon lange nicht mehr.
    Wer Züge ausfallen lässt, weil Ausfall nicht in die schlechte Statistik eingeht, Verspätung aber schon, der will doch nicht wirklich was verbessern.

    Vllt verfahren sie jetzt auch frei nach dem Motto: "It's not a bug, it's a feature!" :ka:

    Naja, ich find einen Riesenschnauzer schon in der Hinsicht besonders, dass er eher eine ernsthaftere Arbeit braucht, als so der durchschnittliche Familienhund, wie z.B. der in der Sendung gezeigte Goldie. So wie der Whippet halt in der Hinsicht besonders ist, dass er regelmäßig Rennen können muss, ein passionierter Hetzjäger ist. Das macht weder den Whippet noch den Riesenschnauzer zu wirklich schwierig zu haltenden Rassen. Halt nur ein bisschen anders, als man sich naiv so den netten Familienhund vorstellt.

    Ja, der braucht sicher Auslastung. Aber diese ersetzt niemals Erziehung.

    Wobei Erziehung halt deutlich erschwert wird, wenn der Hund nicht weiß, wohin mit seiner Energie.

    Ich hab mich auch später gefragt: stand der Mann überhaupt dahinter, dass sein Hund nicht aufs Sofa soll, sich nicht zum Besuch legen soll? Wenn es ihn (und seinen üblichen Besuch) nicht stört, ist er da beim Training natürlich eh nicht so dahinter. Er hatte doch bei den Problemen mit dem Hund, das gar nicht genannt, oder?

    Kein Training am Rückruf, oder an der Leinenführigkeit.

    Da hast du recht! Da der Halter am Ende sagt, dass das beides jetzt funktioniert, ist ja ansich anzunehmen, dass daran mit Hilfe der Trainerin trainiert wurde.

    Ein Anwaltsschreiben? (Was ist das überhaupt?).

    Ein Schreiben, welches von einem Rechtsanwalt verfasst und in seinem Namen/dem Namen seiner Kanzlei, versandt wurde - über den Inhalt können wir natürlich nur spekulieren, aber ich schätze, dass sich der Halter gegen die Darstellung von ihm wehrt. Man kann durch den Schnitt der Szenen durchaus sehr stark beeinflussen, wie jmd im TV wirkt. Im Fall des RS-Halters war der Schnitt schon äußerst unvorteilhaft.


    Nur weil Rütter gefunden hat, der Besitzer passe nicht zum Hund?

    Recht hat er!

    Nö. Offenbar haben Hund und Halter nach fachlicher Unterstützung durch Züchter und Hundeverein zueinander gefunden.

    Ja, der Mann hatte Probleme mit seinem Hund und ja, gem. Schnitt sah es so aus, als bekäme der Hund viel zu wenig Bewegung und Auslastung. Ja, der Halter hat die Trainingsvorschläge nur unzureichend umgesetzt. Aber andrerseits waren die meisten Trainingsvorschläge für einen Riesenschnauzer ohnehin nicht geeignet bzw. nicht ausreichend. Grad die Auslastung... ne, das war doch keine echte Auslastung - das fällt selbst für meine sehr genügsamen Mädels eher unter Spielerei denn Arbeit.

    Die Eltern nehmen das Thema ernst, haben auch mehrmals schon mit ihr geredet, aber es fruchtet nicht. Ich kann auch irgendwie nachvollziehen, dass sie ihr das Rollerfahren nicht verbieten wollen

    hä? Das klingt für mich total unlogisch. Wenn ich an der körperlichen Unversehrtheit meines Kindes und an seinem Leben hänge - was ich Eltern per se erstmal unterstelle -, dann lass ich mein Kind doch nicht unbeaufsichtigt (!) im Straßenverkehr spielen, wenn es sich nicht an gewisse Regeln hält. Schon dreimal nicht, wenn das Kind sich damit bereits mehrfach (!) in Gefahr gebracht hat!

    Ach, das ist schön zu lesen!

    RS im Hundesport macht ja richtig Sinn - die Darstellung im TV erweckte bei mir den Eindruck, dass das aufgrund des Gesundheitszustandes des Halters nicht möglich ist. Kann mir gut vorstellen, dass sich einiges am Verhalten schon allein aufgrund ausreichender Arbeit auf'm Hundeplatz deutlich bessert.

    Aber ich finde, beide Fälle zeigen gut, wo MR und seine Trainer ihre Berechtigung haben und wo nicht. Beim Goldie bestand ja eine recht ähnliche Problematik und die Halter waren auch eher semi-konsequent in der Umsetzung - trotzdem hat beim Goldie das Training das Training für eine Verhaltensänderung gereicht.

    Ich hätte mir mehr Unterstützung für den älteren Mann gewünscht und zwar in Form von Hilfsangeboten (Familie, Bekannte, Nachbarn, Tierschutz........).

    Ich denke, das ist bei einem Riesenschnauzer gar nicht so einfach. Das ist ein sehr großer, äußerst agiler und lebhafter Hund, den kann man nichtmal eben "jedem" in die Hand drücken - zumal dieses Exemplar ja nun auch nicht grad durch eine gute Basiserziehung besticht. Da muss man also schon relativ standfest sein, wenn man mit dem Hund "nur" spazieren gehen will.