Ich bin gerade einer jungen Frau mit Hund begegnet, sie erzählte mir, ihr Hund ist gestern von einer Biene in die Lefze gestochen worden und zum Glück hat ihr Hund nicht allergisch reagiert. Ich habe dann gesagt, dass man erst beim zweiten Stich allergisch reagieren kann. Ich bin mir sicher, dass ich das irgendwo gelesen habe, wenn ich jetzt google, finde ich Artikel, die das bestätigen und auch Artikel, die das verneinen. Was ist denn jetzt richtig?
Sie hat mir einiges zum anaphylaktischen Schock erzählt, also ich glaube schon, dass sie weiß, was sie sagt, für mich ist das Wort ein Zungenbrecher, ich komme nicht aus der Medizin und sie hat mich fast überzeugt, aber nur fast...
Ohne Kontakt keine Antikoerper und ohne AK keine Reaktion, die eine echte Allergie/allergische Reaktion ist. Also ja, es muss ein Erstkontakt mit Stoff X stattfinden, damit man eine Allergie usw. auf Stoff X entwickeln kann..
Aber... Es gibt auch pseudoallergische Reaktionen. Die finden ohne IgE statt und koennen deswegen auch schon beim ersten Kontakt auftreten.
Wobei man freilich auch nie ganz sicher sein kann, dass das tatsächlich der erste Stich ist (außer vllt bei Winterwelpen) - der Welpe kann ja z.B. bereits im Züchterhaushalt gestochen worden sein. Das bekommt man je nachdem auch gar nicht unbedingt mit, wenn die Welpen durch den Garten toben oder es zum Stich in menschlicher Abwesenheit kommt.
Kurz: bei einem Hautflügler-Stich ist es grundsätzlich ratsam, das Opfer (egal ob Hund, Katze oder Kind) eine Weile im Auge zu behalten.