Beiträge von l'eau

    Jin und ich hatten heut ein tolles und lehrreiches Agi-Seminar:

    Die weiteren Videos hab ich euch so zusammengesucht, dass ihr auch teils sehen könnt, was die Verleitungen waren (weil Jin diese nutzte - zu 90% aufgrund Führfehlern meinerseits). In der ersten Sequenz auf dem Video bin ich eine Variante gelaufen, da ich bei Jin grad den Stegabgang neu aufbaue und daher den Steg im Seminar nicht nutzen wollte, was dazu führt, dass das "weg" nach dem Tunnel (statt nach dem Steg) einen etwas unschöneren Laufweg hatte und von mir ein gezielteres Führen abverlangte.

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    Die Temperaturen waren in der Halle zwar vergleichsweise angenehm, aber schwül war es trotzdem, so dass die Hunde bald schon recht müde waren (und wir Menschen auch). Daher wurden die Sequenzen immer kürzer und die Hunde auch langsamer. Nunja, und ich hab mich dann auch eher mal verzettelt...

    Normale Zeiten, ohne dringenderes Müssen. Nur Lösen selbst scheint ihn selbst zu stressen.

    Wenn Hund nicht öfter Kot absetzen muss und das Häufchen einfach nur ein bisschen weich ist mache ich gar nichts..

    Also weder was spezielles füttern noch sonst irgendwas.. einfach ganz normal weiter füttern und normaler Umgang mit dem Hund..

    Zumal das auch kein Durchfall ist. Durchfall ist's, wenn der Hund öfters raus muss und/oder es (ziemlich) flüssig ist.

    Dass der Kot mal ein bisschen weicher ist, kann viele Ursachen haben. Was andres gegessen, die Hitze, der Zahnwechsel... Beim Mensch ist's ja idR auch nicht jeden Tag immer gleich.

    Jins Züchterin nutzt den Dremel bei den Welpen, sobald sie groß genug dafür sind. Und von einer weiteren Züchterin weiß ich auch, dass sie das macht. Mit mehr Züchtern hab ich bislang nicht über das Thema gesprochen.

    Der Geschirrgriff ist doch ein positiver Abbruch? Jedenfalls hab ich ihn als solchen kennengelernt (und für einen Hund, der wie meiner gern Verhaltensketten bildet, als untauglich befunden).

    Das Fixieren zur Beruhigung ist natürlich schon irgendwie eine Management-Maßnahme. Bis man konditionierte Entspannung in wirklich stressigen Situationen wirkungsvoll einsetzen kann, dauert's ein ganzes Weilchen. Mit dem Fixieren kann man dem Hund sofort helfen (und je nach Problem ist das damit schneller erledigt, als mit konditionierter Entspannung - jedenfalls, wenn parallel auch weiter trainiert wird), auch dadurch lernt er, sich selber runterzuregulieren.

    Grundsätzlich sollte man Situationen meiden, die den Hund derart stressen bzw. sich so langsam rantasten, dass er nicht komplett überdreht. Aber wir leben nunmal nicht in einer komplett kontrollierbaren Welt. Nicht jede Umgebung und nicht jeder Alltag geben ein Umfeld her, dass ausreichend reizarm für jeden Hund ist. Dann muss man die Maßnahmen anpassen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es beim Fixieren von vorne darum ging, den Hund vom Reiz wegzuhalten (also, dass er diesen nicht sieht). Aber wie Snaedis schön erklärt, finde ich körpernahes Fixieren in den meisten Fällen logischer.

    Es kann bei manchen Hunden in manchen Situationen durchaus sinnvoll sein, sie ruhig zu fixieren bis sie selber wieder entspannen können.

    Thorin (TS-Hund mit mieser Aufzucht) war als Junghund bei uns teils so überdreht/gestresst, dass er selbst in einer Box nicht von alleine zu Ruhe kam, sondern sich immer weiter hochgefahren hat. Das ist ein enormer Stress für den Hund (und alle, die sich mit im Raum befinden). Bei ihm hat es tatsächlich geholfen, wenn wir ihn so fixiert haben, dass er sich nicht mehr bewegen konnte (bei einem Chi-Mix geht das glücklicherweise recht einfach) und dann ist er nach wenigen Minuten eingepennt.
    Schön war das nicht und bleibt für mich derart eindrücklich im Gedächtnis, dass bei mir wohl nie ein Welpe/Junghund unbekannter/schlechter Herkunft einziehen wird.

    Allerdings sollte mMn das Fixieren grundsätzlich durch eine Vertrauensperson erfolgen, da dafür ja nunmal sehr viel körperliche Nähe notwendig ist.

    Erstmal: man/Hund kann nur auf etwas allergisch reagieren, mit dem man/er schonmal Kontakt hatte.

    Und ja: natürlich besteht für jedes Lebewesen sein ganzes Leben lang bei allen Nahrungsmitteln grundsätzlich das Risiko eine Allergie dagegen zu entwickeln. Aber das ist kein Grund, sich bei jedem Bissen zu ängstigen, dass man eine Allergie entwickelt.

    Freilich ist's auch ein eindrückliches Erlebnis, wenn Welpe/Junghund einen nächtelang wegen Durchfall auf Trab hält (in unserem Fall waren Giardien Schuld). Es gehört bei Lebewesen halt irgendwie dazu, dass die auch mal krank sind. Ich hing auch schon nächtelang über der Kloschüssel.