Beiträge von l'eau

    Ganz pünktlich zu Weihnachten wird ein dann 8,5 Wochen alter Havaneserwelpe einziehen.

    Das kann auch einfach nur Zufall sein. Die Züchterin meiner Mädels gibt ihre Welpen dieses Jahr auch mehr oder weniger als "Weihnachtsgeschenke" ab, weil sie eben in diesem Zeitraum abgabefertig sein werden. Das war freilich nicht wirklich so geplant, die Hündin ist halt so läufig geworden :ka:


    Mit dem "Oje!" stehe ich übrigens nicht alleine da. Aber ich werde sie nicht direkt konfrontieren, sondern versuchen, eher den indirekten Weg zu gehen (wenn es sich ergibt), oder, wenn es gar nicht geht, versuchen das Ganze auszublenden. Ihr habt ja Recht, sie ist erwachsen. Und vllt. geht es gut. Ich drücke dafür die Daumen.

    Mh, ich versteh schon. Ich hatte mal eine Kollegin, bei der zog ein Kätzchen ein und ich weiß nicht mehr wie wir drauf kamen, aber ich hab schon vor Einzug vor gekippten Fenstern gewarnt. Als das Kätzchen eingezogen war, erzählte die Kollegin irgendwann mal, dass das Kätzchen zum gekippten Kellerfenster ein und aus geht. Ich hab nochmal äußerst eindringlich auf die Gefahr hingewiesen. Die Kollegin nahm das nicht ernst, ihr Kätzchen könne das. Nun, ihr könnt euch denken, aus welchem Grund das Kätzchen kein Jahr alt werden durfte...
    Ich drück dir fest die Daumen, dass du es schaffst, dich ausreichend abzugrenzen!

    Aber sie hat ja dich angesprochen, da ist es ja was anderes, wenn man da seine Meinung sagt, als wenn man das ungefragt jemandem um die Ohren haut.

    [...]

    Nicht erklärt, wie er sein Leben führen soll und ob das mit dem Hund ne gute Idee ist.

    Genau das wollte ich mit meinem Beitrag ausdrücken. Ich wurde gefragt und hab trotzdem meine Meinung diplomatisch formuliert.

    Ungefragt sollte man mMn seine Meinung/Zweifel noch sehr viel vorsichtiger formulieren, wenn man nicht das Verhältnis zur Kollegin nachhaltig zerrütten möchte.

    Mich hat eine ehemalige Kollegin mal ganz konkret drauf angesprochen, dass sie gerne einen Aussi hätte, was ich dazu denke. Ich wusste, dass die Kollegin zwei semi-gut erzogene Chis hat und ich sah täglich ihren Umgang mit Problemen (hektisch bis hysterisch werden - selbst bei absoluten Kleinigkeiten keine eigene Lösungskompetenz). Auch da hab ich nicht einfach nur gesagt: "Bist du irre? Das passt gar nicht!" Sondern habe ihr diplomatisch erklärt, warum ich nicht glaube, dass sie mit einem Aussi glücklich würde. Immerhin ist die Kollegin eine erwachsene, mündige und selbstständige Person; ich kann und darf nicht ihre privaten Entscheidungen treffen. Auch nicht, wenn sie mich direkt um Rat fragt. Abgesehen davon, dass bei einer direkten Formulierung immer die Gefahr besteht, dass ein Mensch mit "Jetzt erst recht!" reagiert und sich den Argumenten - selbst, wenn diese absolut gerechtfertigt wären -, verschließt.

    Man muss auch sagen, dass Verletzungen zwischen Hunden auch einfach mal als Unfall passieren können. Sookie hat z.B. ein Loch an der Haut zwischen Bauch und Oberschenkel im Spiel mit ihrer besten Freundin kassiert - die Freundin ist da wohl mit dem Eckzahn blöd hängen geblieben.

    mMn gehört es einfach auch zum Risiko, wenn man mehrere Hunde hält. Hunde bilden nunmal keinen Stuhlkreis. Grundsätzlich ist das Risiko für ernstere Verletzungen aber (bei passender Zusammenstellung der Hunde) relativ gering - jedenfalls kenne ich deutlich mehr Hundehalter, deren Hunde sich nie großartig in den Haaren haben, als solche, bei denen es zu (ernsthafteren) Verletzungen gekommen ist.

    Man könnte auch mit Bewunderung reagieren: "Wow! Gerade im Winter alle 2-3 h mit dem Welpen x Stockwerke runter müssen und auch nachts! Das könnte ich nicht! Ich bin ja sooo froh, dass ich im EG wohne/einen Garten/einen erwachsenen Hund habe und das nicht nötig ist!"

    Wobei ich auch anmerken möchte, dass bestehende Atemwegserkrankungen nun echt kein Grund sind, sich keinen Hund zuzulegen. Selbst eine Hundehaarallergie muss das nicht sein, wenn man entsprechend bedacht an die Hundeanschaffung geht.

    Der Punkt ist: Euer Problem ist nicht, dass der Hund im Bett beißt. Euer Problem ist, dass der Hund schon immer beißt!

    Ja, es ist jetzt eine neue Situation, in der er die Zähne einsetzt, hinzu gekommen. Aber es ist eben nur eine weitere Situation, in der der Hund beißt.

    Da allerdings das Ganze seit 10 Jahren praktiziert wird und die Mittel für einen ordentlichen Trainer und ein ordentliches Training fehlen, ist vmtl. bei euch tatsächlich nur möglich, über Management zu arbeiten: also alle Situationen, in denen der Hund beißt zu vermeiden/so umzugestalten, dass er nicht beißen kann.

    Ich würde dringend dazu raten, dass ihr dem Hund einen gut sitzenden Maulkorb, mit dem er fressen, trinken, hecheln und gähnen kann, besorgt (so er so einen nicht bereits besitzt). Es kann sein, dass er im Alter auf immer mehr Situationen mit beißen reagiert, weil er durch die schlechter werdenden Sinne, ggf. durch Schmerzen und andre "Alterszipperlein" grundsätzlich unsicherer wird. Dann ist es wichtig, dass er es gewohnt ist, einen Maulkorb zu tragen, evtl. sogar dauerhaft.


    Edit: Sollten in eurem Haus Kinder zugegen sein, bitte den Hund unbedingt mit Maulkorb sichern! Für einen Erwachsenen ist es schon schlimm von einem Hund gebissen zu werden, für Kinder ist eine solche Erfahrung ungleich schlimmer. Außerdem ist bei Kindern aufgrund der Größenverhältnisse die Wahrscheinlichkeit auf Bissverletzungen im Gesicht deutlich erhöht.

    Das hat anfangs gut funktioniert und dann haben wir ihm ein wenig Futter nachgegeben in den Napf, damit er lernt, dass wir es nicht wegnehmen wollen sondern etwas schönes tun. Dabei kam es schon zu Bissen, als Welpe war er jedoch noch nicht so kräftig. Er hat leider nie aufgehört und nach dem ersten schlimmen Biss, haben wir es gelassen.

    Wenn man das richtig macht, dann kommt es gar nicht zu bissen. Ihr habt da vmtl. die Trainings-Schritte zu groß gemacht. Mich wundert, dass euer Trainer euch da nicht besser angeleitet hat. Bzw. habt ihr das Training ja wohl innerhalb der ersten 1-2 Jahre beendet. Seid ihr nie auf die Idee gekommen, euch an einen andren Trainer zu wenden?

    Der Trainer hat damals vermutet, dass die Vorbesitzer bzw halt die Menschen, wo er geboren wurde, da schon zu tief in ihm den Futterneid verankert hatten.

    Das kann gut sein, kann natürlich auch eine genetische Komponente mitspielen.

    Es waren nämlich 12 Welpen und die mussten alle aus einem großen Napf fressen. Und hatten allgemein auch alle nur wenig Spielzeug, um dass sie sich dann halt raufen mussten.

    Wenn der Napf groß genug war, dass alle Welpen dran Platz hatten und ausreichend Futter für alle da war, dann macht das normalerweise nichts. Auch bei Spielzeug ist's so, dass die Welpen eh gern miteinander raufen und meistens das spannendste Spielzeug immer eins ist, was eh grad ein Geschwisterchen haben möchte.

    Wenn aber nicht ausreichend Futter zur Verfügung stand und die Welpen wirklich drum kämpfen mussten, nicht zu verhungern... Außerdem wer weiß, was die Leute mit den Welpen gemacht haben... Es gibt schon einen Grund, warum seriöse Züchter an einer Züchterschulung teilnehmen müssen und einen Zuchtwart als Ansprechpartner haben.