Beiträge von l'eau

    Das solltest du dann aber schleunigst dem Vermieter melden. Legionellen sind nicht nur beim Trinken gefährlich, sondern können auch beim Zähneputzen oder Duschen zu gesundheitlichen Problemen führen.

    Überhaupt: wenn das Leitungswasser so verunreinigt ist, dass Hund davon Durchfall bekommt, dann gehört das überprüft und das Problem behoben.

    Meine Hunde reagieren mit Zischen mit Aufmerksamkeit - ich hab Zischen noch nie als Strafe genutzt und nutze es auch sonst selten, also gucken sie, was ich damit ausdrücken möchte :ka:

    Es mag sein, dass (manche) Zischlaute vom Gehirn als Gefahr wahrgenommen werden können, aber wenn ein Lebewesen sieht/hört, von wem oder was der Zischlaut kommt und das keine Schlange ist, dann wird es dadurch kaum in Alarmbereitschaft gesetzt werden. Auch Hunde sind ja nicht doof: wenn Mensch sie anzischt, dann wissen die ganz genau, dass Mensch keine Schlange ist.

    Ich geh eher davon aus, dass Hunde, die auf menschliches Zischen mit Meiden reagieren, diesen Laut als Strafsignal kennen gelernt haben (oder auf die entsprechende Körpersprache des Menschen reagieren) und/oder schlecht sozialisiert sind.


    Meine Mädels unterscheiden auch ganz genau, ob ich beim Räuspern sie meine oder grad einfach nur den Hals frei bekommen möchte. Gut, als ich mich neulich erkältungsbedingt minutenlang geräuspert hab, da haben sie scho mal vorsichtshalber geschaut (aber vllt auch nur, um sich zu vergewissern, dass ich nicht gleich abkratze).

    Die Hunde lernen doch trotzdem ein “nein” oder “lass das” - nur halt nicht über positive Strafe

    Eigentlich kennen doch alle Hunde positive Strafe bereits aus ihren ersten Lebenswochen:

    Welpe macht was, was Mutterhündin nicht passt, Mutterhündin knurrt, Welpe macht weiter, Mutterhündin setzt Schnauzengriff o.ä.

    Ansich bring ich dem Welpen nur das menschliche Äquivalent bei: Knurren = Abbruchwort = Ankündigung der Strafe.

    Und das Bellen für Aufmerksamkeit,so nenne ich es hier einfach, kann man durch Ignorieren wieder vermindern.

    Kommt drauf an, wer mehr Geduld hat. Hätte ich das Aufmerksamkeitsfiepen von Sookie über Ignorieren abzutrainieren versucht, säß ich heut in der Geschlossenen :ka: Zumal ich es auch unfair finde, den Hund ewig auf einem brotlosen Pfad zu lassen bis er mal merkt, dass das sinnlos verschwendete Lebenszeit ist. Ich sag dem Hund, dass mich das Fiepen nervt und belohne ihn für ruhiges Warten. "Problemverhalten" ratzfatz beseitigt.

    Ignorieren finde ich sehr häufig ziemlich unfair, weil man in der Zeit mit dem Hund negativ kommuniziert. Im besten Fall merkt der Hund gar nicht, dass man ihn ignoriert - heißt für ihn aber, dass sein gezeigtes Verhalten ok ist. Im blödesten Fall fühlt der Hund sich dadurch verstoßen.

    Aber ich bin auch so weich, dass meine Hunde grundsätzlich Aufmerksamkeit von mir bekommen, wenn sie diese möchten - auch während der Arbeitszeit. Wenn's sehr unpassend ist, halt nur einen kurzen Streichler und ein "Geht grad nicht Mausile, leg dich bitte wieder hin."

    Das ist was komplett anderes als wie wenn du da jetzt Wasser spritzt, was wirfst oder kA.

    Wie kommst du drauf, dass ich das mache?

    Sookie hat das Nein als aversiven Abbruch im Welpenalter gelernt. Wenn ich in einer derart reizarmen* Situation jetzt noch nach Signal strafen müsste, hätte ich ganz schön viel verkehrt gemacht.

    Übrigens ist die Strafe, wenn der Abbruch überhört wird, oft je nach Situation nicht mehr als Schimpfen, ein "Na!" oder "HEY!" (auf Entfernung), scharfer Blick oder ein, zwei mit Anspannung ausgeführte Schritte auf den Hund zu. Deine Beispiele sind schon im Strafniveau relativ hoch (für meine Hunde), das wird im Alltag äußerst selten benötigt.


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    *reizarm ist eher das falsche Wort, mir fällt grad kein besseres ein. Ich meine: Sookie weiß, dass sie Menschen - auch Kindern - nix aus der Hand zu klauen hat, aber die Versuchung bei Keks der ungelenk auf Nasenhöhe rumgewedelt wird (kleine Kinder halt - die bekommen dabei noch nichtmal mit, dass der Hund da steht, weil die Aufmerksamkeit halt beim Spielzeug/Oma/sonstwas ist bzw. fehlt ihnen noch die Erfahrung, dass man auf sein Essen aufpassen muss) ist halt sehr groß und dann probiert man's halt mal... Sogar Jin geriet zwischendurch mal in Versuchung.

    Ich finde es netter und fairer wenn der Trainingsweg so strukturiert ist das man eben nicht strafen muss.

    Manchmal ist's aber auch netter, einfach und klar zu sagen, wenn man etwas nicht möchte, z.B. (kleinen) Kindern die Kekse aus der Hand klauen. Natürlich könnt ich die Hunde bei entsprechendem Verwandtenbesuch auf das Sofa schicken oder ich lass ihnen die Freiheit, dass sie zwischen uns herum laufen, mit uns interagieren können und geb nur Bescheid, wenn sie frech werden. Sieht dann so aus: Hundenase nähert sich verdächtig der Kinderhand, "Sookie nein", Sookie bricht den Klauversuch ab und verlegt sich wieder aufs höfliche Betteln/Abwarten, erhält dafür nette Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten, darf ggf. mitspielen etc. Und früher oder später fallen dann mal Kekskrümel oder auch ein ganzer Keks ab.

    Freilich Kommandos für den Sport, das "übliche" Sitz und sonstige Tricks trainiere ich vorwiegend belohnungsbasiert und versuche das Training so aufzubauen, dass dies auch problemlos möglich ist.