Beiträge von l'eau

    An die Hundehalter/innen die nur einen Hund haben: Woran und wann habt ihr erkannt, dass euer Hund keine andere Hunde im Leben braucht? Oder wie habt ihr erkannt, dass der Hund andere Hundekontakt benötigt?

    Irgendwie ist das ein Thema bei dem ich sehr verunsichert bin und manchmal ein schlechtes Gewissen habe.

    Jin hatte jahrelang die Hunde meiner Schwester als Sozialpartner, weil wir zusammen gelebt haben. Nach ihrem Wegzug hab ich gemerkt, dass Jin der Hundekontakt fehlt, es war einfach die Art, wie sie auf ihre Hundefreunde reagiert hat, wenn wir diese getroffen haben.

    Der Einzug von Sookie hat ihr definitiv gut getan (auch wenn sie manchmal von dem kleinen Wirbelwind genervt ist und sicher auch manchmal ihrem Einzelprinzessinenstatus nachtrauert).

    Hundefreunde draußen sind auch in Punkto Sozialkontakt was andres als ein Hund, der mit zur Familie gehört.


    Aber: wenn es nicht möglich gewesen wäre, dass bei uns ein zweiter Hund einzieht, dann wäre das für Jin auch nicht dramatisch gewesen. Ist aber durchaus auch Individuell. Ich bin mir relativ sicher, dass Sookie als Einzelhund unglücklich wäre, sie hätte sicher auch nix dagegen, wenn zu unserer Familie noch ein bis zwei weitere Hunde gehören würden - zum Glück für Jin und mich, liegt diese Entscheidung aber nicht bei Sookie xD

    Was soll der Aspekt "extra dunkel" für Benefits mitbringen?

    Es heißt, dass hier genetisch was anders läuft, wodurch die Hunde dunkler sind, als hellere Hunde. Natürlich ist deshalb nicht jeder extra dunkle Hund ein Gewinn für die Rasse. Aber es gibt auch keinen objektiven Grund, den Hund nur wegen der Farbe nicht zur Zucht zu nutzen.

    Wobei das allgemeiner gemeint war und nicht nur auf den Labbi bezogen: in vielen Rassen gibt es unsinnige Farbregelungen zur Zucht. Diese sind mMn unnötige Einschränkungen des Genpools.

    Ja, ich denke, dass die Sensibilität von Border/Hütehund und Whippet sich unterscheidet - beide Rasse(gruppen) sind sensibel, aber jede auf seine Weise. Je nachdem, wie Mensch ist, kommt er mit dem einen oder andren besser klar (oder merkt es gar nicht) bzw. manche Menschen können auch mit beidem.

    Paar Beispiele aus meinem Erleben:

    Gruppenfoto. Border, Cattle und Whippet, alle sollen Sitz machen. Whippet (meine Jin) steht auf, weil sie keinen Bock hat. Ich wiederhole "Sitz!", normale Lautstärke, aber mit etwas Nachdruck in der Stimme. Border duckt sich etwas "Ich sitz doch? Ich mach doch alles richtig?", Cattle war's egal, er wusste, dass er nicht gemeint war, und Jin hat sich gefühlt schulterzuckend wieder hin gesetzt "Wenn's denn sein muss..."

    Bei den meisten Hütehunden muss man nach meiner Erfahrung die Strafe deutlich sensibler dosieren - da reicht eine hochgezogene Augenbraue oder etwas mehr Nachdruck beim Sprechen. Bei den Whippets fängt die Strafe eher beim Nachdruck in der Stimme langsam mal an.

    Border, Cattle, Sheltie, die nach einem blöden/schmerzhaften Erlebnis mit einem Agi-Hindernis dieses deutlich vorsichtiger anlaufen/nutzen (in einem Fall auch erstmal stark meiden - schieb ich hier aber eher auf die Herkunft (TS), als auf die Rasse). Meinen Whippets ist sowas idR egal, die brettern trotzdem weiter drüber/durch. Nur einmal hat Jin sich bei der Wippe rein durch's Zuschauen beim Mitbewohner-Hund, der diese gruselig fand, davon überzeugen lassen, dass die Wippe gruselig ist :roll:

    Bei (unbewusstem) Druck seitens des Hundeführers oder unklaren Anweisungen neigen Whippets eher dazu, einfach nichts mehr zu machen, derweil Border eher dazu neigen, einfach irgendwas zu machen. Der Sheltie im Verein fängt eher an, sein Frauchen zu maßregeln (durch Ankläffen - natürlich), weiß aber nicht, ob das für Shelties allgemein gültig ist. Die Cattles sind da eher stoisch, ignorieren den Druck oder warten einfach ab, was sie machen sollen.

    Auch kann das "Außen" beim Whippet meiner Erfahrung nach im Agi-Parcours etwas mehr Einfluss auf den Lauf haben, als bei Bordern - der Border ist eher mit 95-100 % bei der Aufgabe, der Whippet eher mit so 90-95 %, beim Sheltie seh ich hier Schwankungen: entweder wie Border oder wie Whippets, die Cattles grundsätzlich eher wie Border.

    Hütehunde tun sich im Generalisieren etwas leichter und finden's auch witzig, die gleiche Aufgabe 10x hintereinander zu machen (wenn die Belohnung stimmt). Der Whippet neigt bei Wiederholungen dazu, diese als Korrektur wahrzunehmen und fängt dann an, andre Lösungen zu suchen - egal, wie hochwertig man die vorherigen, richtigen Ausführungen belohnt hat.

    Im Alltag hab ich das Gefühl: dem Border erklärt man 1-2x die Regeln und er hält sich dran (naja, nachdem die Junghundeflausen sich verwachsen haben), derweil Whippets ihr Leben lang immer mal nachfragen, ob die Regeln auch heute gelten.

    Nein, die Krallen weden regelmäßig gekürzt. Es waren, bis auf einmal, auch immer die Daumenkrallen. Das passiert meistens wenn sie sehr stark auf der Wiese aus dem vollen Hundegalopp abstoppt.

    Je nachdem, wie oft der Hund sich verletzt, kann es Sinn machen, dass du die Daumenkralle für den Freilauf ans Bein tapst - das wird bei kurzhaarigen Windhunden gar nicht so selten gemacht (wenn auch oft für den Sport), wenn die Daumenkralle "schlecht" sitzt (abstehend und/oder zu lose)/zu Verletzungen neigt. Beim Agility und Flyball kann man das auch gelegentlich bei andren Rassen sehen.

    Danke für die Infos :smile:

    Also grundsätzlich möglich, aber wenn man nicht grad drauf selektiert, extrem unwahrscheinlich, weil seit "sehr lang" unerwünscht.

    Ich find's immer schade, wenn Farbe ein zuchterschwerender oder -ausschließender Grund ist - abgesehen von Farben, die in dieser Rasse tatsächlich zu gesundheitlichen Problemen führen natürlich. Das schränkt den Genpool einer jeden Rasse unnötig ein. Aber es ist für den Genpool der Rasse dann halt auch nicht gut, wenn man außerhalb des Verbands auf genau die unerwünschten/verbotenen Farben selektiert, was dann im Umkehrschluss - je nachdem sogar schneller - zu den gleichen Problemen führt, wie wenn man nach Standard züchtet.

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    so :)

    Hab aber auch tatsächlich schon etwas dunklere gesehen. Gerade Kinder von Brando. Der hat nämlich kein gelbes Unterfell und ist komplett rot. Meiner hat hingegen gelbes Unterfell

    ja, das kommt hin. Glaub ich...

    Aber dein Hund ist ja nicht aus FCI-Zucht?


    Auf jeden Fall sind Ridgebacks und bspw. Irish Red Setter ja auch "gelb" vom Prinzip her.

    ja, stimmt... aber ich dachte, dass man die Trennung Ridgeback/Setter Farbe rot, Labbi gelb durchaus macht, weil das beim Labbi eben aufgehellt ist. Daher meine Verwunderung, einen so dunkelrot-braunen Labbi zu sehen.


    Vllt sollte ich die Frage spezifizieren. Ich meinte mit reinrassig schon VDH-/FCI-Zucht. Bei allen andren Zuchten ist die Reinrassigkeit halt nicht ganz so sicher.

    Unsere Appenzellerin hat es wirlich drauf sich oft eine Kralle zu verletzen, wenn sie im Spiel wieder einen ihrer harten Stops hinlegt.

    Sind die Krallen evtl. zu lang? Eigentlich sollte ein Hund sich nicht so schnell an den Krallen verletzen (wobei manche wohl auch einfach Pechvögel sind)


    wollte beim zweiten Versuch schnappen. Ich habe mir überlegt mir für solche Fälle einen Maulkorb zur Vorsicht zuzulegen.

    Wenn dein Hund grundsätzlich nicht wirklich Stress beim TA hat, also weder großartig hechelt noch gähnt, reicht mMn ein einfacher Plastik-Maulkorb, wie man ihn in jeder Zoofachhandlung kaufen kann. Braucht der Hund allerdings wirklich den Platz zum Hecheln und Gähnen, führt kein Weg an einem guten Drahtmaulkorb vorbei.

    Ich würde den Maulkorb übrigens ab jetzt bei jeder Behandlung aufziehen: beißt dein Hund den TA/die TA-Helferin können diese ihn beim Ordnungsamt melden und er kann als gefährlich eingestuft werden.

    Dennoch ist auch der aus dem Link genetisch gelb, steht da zumindest.

    oh, das hab ich gar nicht gesehen.


    Der dürfte in Natura bei normalem Licht auch nicht gaanz so dunkel sein.


    Der Labbi, den ich gestern gesehen habe, war in natura aber so dunkel bzw. noch etwas dunkler, man hätte ihn fast mit braun verwechseln können - deshalb ja meine Frage. Hab ich so noch nie gesehen, find ich aber recht schick (grundsätzlich zwar egal, weil bei mir eh nie ein Labbi einziehen wird, aber ich bin halt neugierig)


    Meinst du so? ;)

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    ne, noch dunkler

    Ich weiß aber nicht, ob der Umstieg vom Border Collie nicht doch zu heftig wäre. Zumal ernsthaft nicht wirklich die Eigenschaft ist, die mir bei meinen Border Collies in den Sinn kommen würde. Gerade mein Rüde ist ein ziemlicher Quatschkopf :smiling_face_with_hearts:

    Die Podencos, die ich kennen lernen durfte, würde ich nicht wirklich als ernsthaft bezeichnen. Nicht im Umgang mit Familie und andren Hunden. Nur beim Thema Jagd... da sind die eine ganz andre Hausnummer. Da Podencos keine Windhunde sind, auch deutlich anders als Whippets. Ja, Podencos jagen und hetzen auf Sicht. Aber sie sind genauso allen andren Jagdreizen verfallen: wo der Whippet auf Spur/Geruch noch leicht lenkbar ist, ist der Podenco schon längst auf und davon - so mein Eindruck von diesen Rassen.

    Grad bei TS-Podencos darf man auch nicht vergessen, dass sie sehr oft nicht nur Jagderfahrung haben, sondern seit Generationen jagen sollten und auch selber genau für diesen Zweck gehalten und ausgebildet wurden.


    Man sagt immer, dass Windhunde und Hütehunde vom Spielverhalten nicht zusammen passen. Meine Mädels haben zwei gute Border Collie-Freunde und Sookie hat auch kein Problem mit fremden Bordern zu spielen (Jin findet fremde Hunde erstmal per se doof - unabhängig von der Rasse). Mit Cattles spielen sie ebenso gern. Auch mit Collies haben meine Mädels scho gespielt (zumindest Jin, bei Sookie bin ich mir nicht ganz sicher). Einzige schlechte Erfahrung hab ich mit Aussis gemacht - wobei es zwar zwei Stück waren, aber beide dem gleichen Halter gehörten. Ich kann also nicht sagen, ob es an der Rasse oder falscher Erziehung lag.

    Mir persönlich sind Hütehunde zu sensibel. Ich hatte eine Woche die Cattle-Mix-Hündin einer Freundin zu Besuch und so gern ich sie habe - ich war doch ganz froh, als sie wieder abgeholt wurde. Wobei die Cattle-Hündin immer noch robuster als die Borders ist. Ich glaube, der Border-Rüde der Freundin würde mit mir dir Krise bekommen - ich bin einfach zu schusselig und er für meine kleine Wohnung dann doch zu geräuschsensibel.