Ja, ich denke, dass die Sensibilität von Border/Hütehund und Whippet sich unterscheidet - beide Rasse(gruppen) sind sensibel, aber jede auf seine Weise. Je nachdem, wie Mensch ist, kommt er mit dem einen oder andren besser klar (oder merkt es gar nicht) bzw. manche Menschen können auch mit beidem.
Paar Beispiele aus meinem Erleben:
Gruppenfoto. Border, Cattle und Whippet, alle sollen Sitz machen. Whippet (meine Jin) steht auf, weil sie keinen Bock hat. Ich wiederhole "Sitz!", normale Lautstärke, aber mit etwas Nachdruck in der Stimme. Border duckt sich etwas "Ich sitz doch? Ich mach doch alles richtig?", Cattle war's egal, er wusste, dass er nicht gemeint war, und Jin hat sich gefühlt schulterzuckend wieder hin gesetzt "Wenn's denn sein muss..."
Bei den meisten Hütehunden muss man nach meiner Erfahrung die Strafe deutlich sensibler dosieren - da reicht eine hochgezogene Augenbraue oder etwas mehr Nachdruck beim Sprechen. Bei den Whippets fängt die Strafe eher beim Nachdruck in der Stimme langsam mal an.
Border, Cattle, Sheltie, die nach einem blöden/schmerzhaften Erlebnis mit einem Agi-Hindernis dieses deutlich vorsichtiger anlaufen/nutzen (in einem Fall auch erstmal stark meiden - schieb ich hier aber eher auf die Herkunft (TS), als auf die Rasse). Meinen Whippets ist sowas idR egal, die brettern trotzdem weiter drüber/durch. Nur einmal hat Jin sich bei der Wippe rein durch's Zuschauen beim Mitbewohner-Hund, der diese gruselig fand, davon überzeugen lassen, dass die Wippe gruselig ist 
Bei (unbewusstem) Druck seitens des Hundeführers oder unklaren Anweisungen neigen Whippets eher dazu, einfach nichts mehr zu machen, derweil Border eher dazu neigen, einfach irgendwas zu machen. Der Sheltie im Verein fängt eher an, sein Frauchen zu maßregeln (durch Ankläffen - natürlich), weiß aber nicht, ob das für Shelties allgemein gültig ist. Die Cattles sind da eher stoisch, ignorieren den Druck oder warten einfach ab, was sie machen sollen.
Auch kann das "Außen" beim Whippet meiner Erfahrung nach im Agi-Parcours etwas mehr Einfluss auf den Lauf haben, als bei Bordern - der Border ist eher mit 95-100 % bei der Aufgabe, der Whippet eher mit so 90-95 %, beim Sheltie seh ich hier Schwankungen: entweder wie Border oder wie Whippets, die Cattles grundsätzlich eher wie Border.
Hütehunde tun sich im Generalisieren etwas leichter und finden's auch witzig, die gleiche Aufgabe 10x hintereinander zu machen (wenn die Belohnung stimmt). Der Whippet neigt bei Wiederholungen dazu, diese als Korrektur wahrzunehmen und fängt dann an, andre Lösungen zu suchen - egal, wie hochwertig man die vorherigen, richtigen Ausführungen belohnt hat.
Im Alltag hab ich das Gefühl: dem Border erklärt man 1-2x die Regeln und er hält sich dran (naja, nachdem die Junghundeflausen sich verwachsen haben), derweil Whippets ihr Leben lang immer mal nachfragen, ob die Regeln auch heute gelten.