Beiträge von bonitadsbc

    Ich würde ohne Hund in die Kurse gehen, damit du dich gar nicht erst auf ihn konzentrieren, dich schämen oder denken musst, was die Leute wohl von euch denken, sondern dass du dich darauf konzentrieren kannst, was du von den Leuten und vom Kurs denkst. =)

    Drücke euch die Daumen, dass es was für euch ist! :kleeblatt: :kleeblatt: :kleeblatt:

    Joo unbedingt ohne hingehen. Sonst bist du mit dem Kopf erst wieder nur beim Hund.

    Die Intention war es, diesen Hund auszulasten und denken zu lassen, richtig zu arbeiten.

    Das ist etwas mehr als bissi Sitz-Platz-Nebenherlatschenassoziiertes Fuß.

    Unterordnung/Obedience egal ob im IBGH oder im OB Bereich kann und soll in dem Fall für den Hund richtige Arbeit sein, und zwar durchaus sehr anstrengende. Und das schafft man erfahrungsgemäß nicht alleine, nein. Man braucht jemanden, der drüberschaut, der einem zeigt wie man eine Fußarbeit aufbaut die nicht nebenherlatschen ist, ein Sitz oder Platz in allen möglichen Varianten usw.

    Und das ist ein durchaus komplexer Sport.

    Ein Sitz ist nicht nur ein Sitz. Es macht einen Unterschied ob GS, aus der Bewegung (unterschiedliche Tempi) oder in der Distanzkontrolle mit einem Beinpaar fest. Alles Sitz, völlig anders trainiert. Ordentliche Arbeit fürs Hunde und Menschenhirn.

    Völlig egal ob sie höher starten will oder nicht, lernen kanns der Hund ja trotzdem korrekt und genau, dafür muss man keine Prüfungen laufen.

    "Sei souverän". "Gib ihm Führung", "Sei klar!". Joa. Glaube niemand ist gern unsouverän und denkt sich dann "aaaaah, ich muss Führung geben *Erleuchtung*, endlich sagts wer "

    Ich bin ÜBERHAUPT kein Fan von ihm und seiner Umsetzung. ABER f* Ceasar Milan hat ein Buch geschrieben, in dems viel um Energie geht. Keine Ahnung ob das in allen so ist, hab nur eines vor 16 Jahren gelesen.

    Ich finde, wenn man sich darauf besinnt, Dinge nicht halbherzig und nebenbei zu tun, sondern zu meinen, sich darauf zu konzentrieren und mit *Energie* aufzutreten, nehmen das die meisten Hunde total gut an. Und das ist dann schnell klar, souverän und führend. Und da geht's nicht um sein Zwicken, seine Tritte oder weiß der Geier was der so macht oder darum, X Hunde einfach zusammenzuschmeißen.

    Da geht's nur ums sich selbst klar machen, sich selbst darauf besinnen voll bei der Sache zu sein, sich zu fokussieren und die Dinge wirklich so zu meinen.

    Ich merke das bei meinen beiden Hunden. Wenn ich ein 'hör auf' halt so nebenbei sage und mich eigentlich grad unterhalte oder am Handy bin oder so, dann pfeifen sie drauf wenn was anderes lohnenswerter ist.

    Bring ich mein 'hör auf' aber mit voller Überzeugung, blende selbst alles rundherum aus und nehm vielleicht noch eine verdeutlichende Körperhaltung ein, dann reicht das. Da fliegt keine Leine, da vertreibe ich keinen, da knuffe ich nicht, ich schreie nicht, packe nicht ins Fell etc. Sondern rein *energetisch*.

    Klingt jetzt total esoterisch aber es ist wirklich hilfreich und wird dadurch klar.

    Logischerweise gibt's Eskalationsstufen auch bei mir, die brauchts auch je nach 'Trigger'. Aber die hab ich in der Hinterhand und verpulvere nicht alles sofort wegen allem

    wildsurf oooh ja.. Ally konnte das auch früher. Die hat nen Affentanz aufgeführt draußen und wenn man sie gehalten hat, und wenns nur am Halsband war, hat sie gekreischt als würde man sie ernsthaft verletzen.

    Und klar wird man da angeschaut, ich schau da ja selbst auch genauer hin bei anderen. Aber Ally hat das halt schon auch bewusst eingesetzt, weil wir da halt natürlich oft aus Reflex losgelassen/Druck rausgenommen haben.

    Bei mir wäre bei so einer Begegnung das Spielzeug geflogen und wir hätten mal eine Runde ordentlich gezockt...

    Kann beim Hüti nach hinten los gehen.

    Man muss halt wirklich ausprobieren, was hilft und wie der Hund auf Interventionen reagiert.

    Ich hab bei beiden Hunden gelernt, dass Party als Reaktion auf Reaktivität die viel zu sehr pusht. Auch Ally kriegt eine Tube oder Kekse verstreut zum suchen als Belohnung fürs 'Reize aushalten'.

    ...vor allem hätte ich nicht gespielt und so hochwertig belohnt wenn der erst nach x mal rufen seinen plüschpopo in meine Richtung bewegt.

    Mein Border geht 'Scheinjagen' wenn der ein Spieli bekommt fürs zu mir kommen statt was jagdbarem nachgehen, viel zu viel push, viel zu geil, dafür lohnt es sich viel zu sehr vorher jagen zu wollen/versuchen. Der darf Kekse suchen, ganz ruhig, dann geht der hinter mir (wie Murmelchen schrieb) bis ich merke, dass er sich ernsthaft entspannt hat, dann darf er wieder vor laufen.

    Und ja, das im zweiten Video war definitiv zu wenig klar. So ein bittebitte Ton im rufen, dann kommt er irgendwann, keine Bestätigung und wieder sofort weg ist leider sehr kontraproduktiv. Aber das scheinst du ja eh zu wissen.

    Wie geschrieben, ich finde das ist nicht das Thema des Threads sondern wäre einen eigenen wert. Das ist schon wieder so umfangreich und unterschiedlich.

    Nicht jeder Züchter gibt alle AKZ und Werte überhaupt bei der Wurfplanung an, erstrecht nicht wenn vielleicht schon der Züchter nicht am Schirm hat, wie sich das auswirken könnte.

    Und ich finde man kann sich nicht erwarten, dass normale HH gezielt nach den Hunden oder gar in Datenbanken recherchieren.

    Oder einfach fährtenarbeit, das was in der AT dieses Hundes offenbar präsent ist. Geht genauso alleine, da ist dann auch ne Leine am Hund und das kann man genauso überall machen. Ja, das ist halt nicht so cool, aber offenbar das, was die Ahnen dieses Hundes gut konnten.

    Fände ich auch sehr passend. Wenig, worauf die sich hochdrehen können, Nasenarbeit ist sau anstrengend aber eine ruhige Arbeit, wenn mans mal gut gezeigt bekommen hat kann mans überall machen, man kanns in Claudias Fall so weit treiben dass sie zB vor nem Kurs eine Fährte legt uns die einige Stunsen später erst ausarbeiten lässt, man braucht nicht zwingend eine Gruppe dafür sondern maximal mal eine zweite Person, ...

    Man sollte nicht vergessen: die Methode muss nicht nur zu Lucifer passen, sondern auch zu Claudia.

    Wenn sie nicht der Typ ist für die schwarz/weiss / harte Schutzhundmethode mit 2mal die Woche auf dem Platz, müsste sie sich dafür verstellen und verbiegen. Luci wird merken, ob sie authentisch ist und ob sie hinter dem steht, was sie macht.

    Es braucht einen Weg, den beide miteinander gut gehen können. Der zu Beiden passt.

    1. sagte keiner sie sollte nun in den Schutzhundesport einsteigen.

    2. heißt schwarz/weiß Klarheit und nicht hart sein

    3. stellen/verbiegen würde ich es nicht nennen sondern sich verändern. Lernen, wie man mit 'so einem' Hund arbeitet und sie führt. Gute Trainer können einem das zeigen/beibringen. Und wenns nur ist, dass sie einem dabei helfen zu verinnerlichen, dass man bei einem austickenden Hund nicht vergessen sollte, selbst weiter zu atmen.

    Hier war bei Ally (halt Herder mit Mondio/KNPV Blut und Diensthunden in den Ahnen) der ernsthafte Sport (Mondioring) eine Zeit lang auch einfach extrem wichtig. Dort konnte sie all die 'Scheiße', die ich im Alltag nicht will, klar angeleitet und geführt ausleben. Stellen, verbellen, bewachen, zugreifen, packen. Mal laut sein, aber auch klar im Gehorsam stehen.

    Das war etwas, wo sie die Sau wirklich rauslassen konnte und wo dann ordentlich Dampf rausging. Das machte sie dann auch viel händelbarer im Alltag.

    Die Kombi aus wirklich Arbeit, Ausdauersport (Canicross, Inlindern, Radeln) und entspannten (!) Spaziergängen plus entsprechend Futter und Ruhe haben uns sicher einige Jahre lang den Popo gerettet.

    Raven arbeite ich aktuell nicht, mir fehlte den Großteil des Jahres die Energie/Konzentration dazu (gesundheitlich). Der geht nur spazieren. Und man merkt es ihm schon an, also meine Umorientierung auf Wild ist um Welten besser, wenn er regelmäßig gearbeitet wird (Obedience).

    Es geht, bei ihm als Collie, sicher nicht darum 6 Tage die Woche straffes Trainingsprogramm durchzuziehen. Aber dem regelmäßig ordentlich was zu denken zu geben macht ihn ziemlich sicher kooperativer im Alltag.

    Man darf sich jetzt aber nicht vorstellen, dass der nach 3 Jahren so wies aktuell ist, dann plötzlich leise wäre im Alltag und sich nicht mehr antriggern lässt.. Das ist dann halt zusätzlich Arbeit.

    Aber eben wirklich unbedingt gut aufbauen, die Dinge im Sport/Arbeit.