Beiträge von bonitadsbc

    Man sollte nicht vergessen: die Methode muss nicht nur zu Lucifer passen, sondern auch zu Claudia.

    Wenn sie nicht der Typ ist für die schwarz/weiss / harte Schutzhundmethode mit 2mal die Woche auf dem Platz, müsste sie sich dafür verstellen und verbiegen. Luci wird merken, ob sie authentisch ist und ob sie hinter dem steht, was sie macht.

    Es braucht einen Weg, den beide miteinander gut gehen können. Der zu Beiden passt.

    1. sagte keiner sie sollte nun in den Schutzhundesport einsteigen.

    2. heißt schwarz/weiß Klarheit und nicht hart sein

    3. stellen/verbiegen würde ich es nicht nennen sondern sich verändern. Lernen, wie man mit 'so einem' Hund arbeitet und sie führt. Gute Trainer können einem das zeigen/beibringen. Und wenns nur ist, dass sie einem dabei helfen zu verinnerlichen, dass man bei einem austickenden Hund nicht vergessen sollte, selbst weiter zu atmen.

    Hier war bei Ally (halt Herder mit Mondio/KNPV Blut und Diensthunden in den Ahnen) der ernsthafte Sport (Mondioring) eine Zeit lang auch einfach extrem wichtig. Dort konnte sie all die 'Scheiße', die ich im Alltag nicht will, klar angeleitet und geführt ausleben. Stellen, verbellen, bewachen, zugreifen, packen. Mal laut sein, aber auch klar im Gehorsam stehen.

    Das war etwas, wo sie die Sau wirklich rauslassen konnte und wo dann ordentlich Dampf rausging. Das machte sie dann auch viel händelbarer im Alltag.

    Die Kombi aus wirklich Arbeit, Ausdauersport (Canicross, Inlindern, Radeln) und entspannten (!) Spaziergängen plus entsprechend Futter und Ruhe haben uns sicher einige Jahre lang den Popo gerettet.

    Raven arbeite ich aktuell nicht, mir fehlte den Großteil des Jahres die Energie/Konzentration dazu (gesundheitlich). Der geht nur spazieren. Und man merkt es ihm schon an, also meine Umorientierung auf Wild ist um Welten besser, wenn er regelmäßig gearbeitet wird (Obedience).

    Es geht, bei ihm als Collie, sicher nicht darum 6 Tage die Woche straffes Trainingsprogramm durchzuziehen. Aber dem regelmäßig ordentlich was zu denken zu geben macht ihn ziemlich sicher kooperativer im Alltag.

    Man darf sich jetzt aber nicht vorstellen, dass der nach 3 Jahren so wies aktuell ist, dann plötzlich leise wäre im Alltag und sich nicht mehr antriggern lässt.. Das ist dann halt zusätzlich Arbeit.

    Aber eben wirklich unbedingt gut aufbauen, die Dinge im Sport/Arbeit.

    Das ist das, was ich oben meinte.

    Es gibt halt keinen Knopf für 'Erregung aus'. Manche Hunde kann man deckeln, andere schießts dir damit erstrecht aus.

    Akzeptanz dessen, 'so einen' Hund zu haben ist wirklich wichtig. Und damit dann umgehen und Wege finden, dem Hund zeigen, wie ers verarbeiten kann und was erwünscht ist. Nicht abstellen.

    Ja, das ist auf jeden Fall mega wichtig. Da geb ich Dir recht. Wegen seiner Lautstärke isses halt echt nicht einfach das zu akzeptieren. Viel Druck vertragen meine beide nicht, da muss ich sehr aufpassen, wenn ich nicht gut drauf bin.

    Ich hab halt selbst das Bild von mir im Kopf "die Frau mit dem unerzogenen Collie" Er ist laut, frech, distanzlos. Die beiden letzten Punkte sind besser geworden, bleibt das LAUT.

    Ja ich kenne das.

    Es ist wahnsinnig schwierig die Situationen auszuhalten, wo die ins Schreien kippen. Man möchte einfach, dass es aufhört, möchte nicht dass es Leute sehen/mitkriegen usw. Aber hilft nix.

    Und deshalb schrieb ich oben: ich gehe mit ihr nicht spazieren, wenn ich merke ICH pack sie und ihre Energie heute nicht. Dann dreh ich um und geh heim, lass sie Schlafen, gönn ihr Ruhe die sie scheinbar braucht, sowas. Solche Tage gibt's auch heute noch alle paar Monate, früher deutlich öfter.

    Denn wenn ich aus der Haut fahre, verschlimmere ich alles. Und sie ist ein Schäferhund, werde ich unfair hält die mir gegen und mit ihr aktiv in den Konflikt zu gehen hat bei sowas noch nie geholfen.

    Ich nehm immer was mit, aber die Erregung vom Colliekind bekomme ich so nicht dauerhaft abgestellt.

    Das ist das, was ich oben meinte.

    Es gibt halt keinen Knopf für 'Erregung aus'. Manche Hunde kann man deckeln, andere schießts dir damit erstrecht aus.

    Akzeptanz dessen, 'so einen' Hund zu haben ist wirklich wichtig. Und damit dann umgehen und Wege finden, dem Hund zeigen, wie ers verarbeiten kann und was erwünscht ist. Nicht abstellen.

    Ja, Gesundheit definitiv checken. Aber alles ist nicht die SD und selbst wenn, dann ist das auch nicht weg wenn man die einstellt.

    Nein, natürlich ist damit nicht alles weg aber zum Beispiel bei uns konnte das Training überhaupt erst greifen als er SD Medikamente bekommen hat. Davor war er absolut unfähig zu lernen. Deshalb würde ich sowas immer abklären lassen.

    Na unbedingt! Nicht falsch verstehen. Ich bin immer dafür sie körperlich alle durchzuchecken, bevor man trainiert.

    Nur, die SD ist aktuell DAS Organ, auf das man Verhaltensweisen/-probleme abschiebt bzw. damit erklären versucht. Ähnlich wie 'mein Hund ist halt reaktiv'. Ist, kommt mir vor, in der Hundebubble einfach grad Mode.

    Deshalb wollt ichs gesagt haben.

    Ich lese bei deinem Thread ja schon länger/von Anfang mit.

    Was mir immer wieder auffällt ist, dass dir wichtig ist, dass er möglichst viel rennen/ballern darf beim Gassi.

    DAS würde ICH komplett abstellen. Mein Border hätte sich gerne ins Kopfleere gerannt, hätte ich ihn gelassen. Der Herder würde, hätte sie das gedurft, nur rennen beim Spaziergang. Und meiner Erfahrung nach macht das die Hirne hohl. Rennen/ballern ist hier komplett verboten (außer im Garten mit Maß und Ziel), ich fordere entspannte Spaziergänge ein, von Anfang an. Jeder Spaziergang beginnt, solange notwendig, mit Ruheübung und ruhigem an der Leine laufen. Ich steigere die Dauer natürlich.

    Fällt mir einer der Hunde ins Rennen, gibt's ein runterpegeln. Den Border indem er hinter mir gehen muss, den Herder durch gemeinsam mit Trainer sauber aufgebautem Halti wenn nötig oder durch Leinenführigkeit, je nach Situation. Achtung: Ich nutze das Halti nie in Triggersituationen.

    Meiner Meinung nach ist Abbruch bei Aufregung und Triggern selten sinnvoll, außer es ist prolliges Gepöbel. Ansonsten finde ichs nur unfair, weil Hund keine Alternative lernt, kein Werkzeug an die Hand kriegt, wie er die Reize verarbeiten soll.

    DAS ist etwas, wofür man sich einen Trainer suchen sollte. Aber die sind nicht so easy zu finden. Vielleicht kennt flying-paws jemandem oder bietet sowas selbst an.

    Ally hat früher geschrien bei Hasen, Fasanen, Rehen, Pferden, ... sie rannte an der Flexi/Schlepp vor und zurück wie in Extase, war immer spannig bei Begegnungen mit Menschen usw. Das waren so die ersten 3 Jahre. Hundebegegnungen fallen ihr heute noch schwer, dafür gibt's Management mit eintrainierter Technik und damit nur mehr fiepen und kein Schreien, Menschen aller Art sind kein Thema mehr, sie trabt 99% unserer Spaziergänge entspannt dahin, Wild kostet ihr ein Fiepen aber sie ist ansprechbar und orientiert sich dann zu uns.

    Es greifen viele Bausteine ineinander und ich bin Fan von ganzheitlicher Betrachtung.

    Ja, Gesundheit definitiv checken. Aber alles ist nicht die SD und selbst wenn, dann ist das auch nicht weg wenn man die einstellt.

    Futter muss passen, zu viel Protein? Genug Kohlehydrate?

    Führung muss passen! Handling ist vieles, je reizoffener der Hund desto mehr muss ich führen. Bei Ally sind die Themen auch nicht weg, aber wir haben Strategien und Wissen um sie durch Situationen zu führen, mit der Zeit sieht das von außen keiner und man selbst merkt es kaum, dass man führt/händelt.

    Auch ganz wichtig: akzeptieren wie sie sind, sich bewusst machen, dass diese Verhaltensweisen nie vergehen sondern man lernt damit umzugehen, Hund und Mensch.

    Konsequenz, Emotionen möglichst raus.

    Wie ist der Hund zuhause? Das alles gehört betrachtet.

    Das kann man weiter führen, aber jetzt hab ich schon viel geschrieben.

    Vielleicht ist ja was interessantes dabei.

    Ohne Trainer, würd ich da aber nicht mehr herumdoktorn. Und man braucht dafür mMn nen Trainer, mit Hütehundwissen, regelmäßigen Terminen usw.

    Edit: und Spaziergänge nur solange der Hund sie aushält. Ich hab oft nach 10/15 Minuten wieder umgedreht und bin heim. Oder noch früher. Und vor Allem: wenn ich dem selbst emotional an einem Tag nicht gewachsen bin. Ally hat auch heute noch Tage, da steht sie unter Strom. Dann gibts nen Couchtag, hilft nix.

    Gleichmäßige Bewegung hilft hier auch, zB Canicross.

    Und Nasenarbeit - trailen ist super (aber auch da Erregungsmanagement beachten)

    Klar.

    Extremes hecheln unter Belastung (das war aber auch bei massiver Belastung wie z.b hüten) mit Verschlucken bzw. merkbar Probleme beim abschlucken, das ganze hat ihn dann selbst massiv gestresst.

    Generell geringere Kondition/Grundausdauer (verglichen mit unserer doch 5 Jahre älteren Herderhündin und den Hunden von Bekannten/Freunden). Also zB beim Canicross-Aufbau merkte man ihm deutlich an, dass es für ihn anstrengend war längere Strecken (bis max. 10km) zu laufen und er den Aufbau deutlich brauchte und dennoch dann teilweise aus dem Zug ging.

    Dazu kam abhusten bei Anstrengung, so 2-3x abhusten hintereinander, immer wiederkehrend aber keine Hustenanfälle, sondern so nebenbei.

    (Wir waren lange der Ansicht er verschluckt sich zB an seinem eigenen Speichel oder Leckerlies oder das Herz hätte was)

    Was dann wirklich bedenklich wurde: Husten und Hochwürgen von Schleim und getrunkenem Wasser nach Anstrengung, vorwiegend Canicross. Kam nicht zur Ruhe nach Anstrengung, fühlte sich sichtlich unwohl, längeres nachhecheln bis er sich offensichtlich wieder reguliert hatte bzgl. Körpertemperatur. Er hat mich dabei an brachyzephale Rassen erinnert.

    In der Zwischenzeit haben wir das Herz abgehört (der Herzspezialist wollte nicht schallen, weil einfach nichts ungewöhnliches zu hören war), die Lunge geröngt, das Zungenbein osteopathisch behandelt. Ich sagte dann irgendwann, wenn er für die Kastra oder so in Narkose liegt möchte ich eine Endoskopie der Atemwege haben.

    Das haben wir dann auch gemacht und da kam raus, dass seine Luftröhre sich minimalst überlappt, das bedeutet für ihn aber bis zu 30% weniger Luftdurchfluss.

    Rat des TA: kein Hochleistungssport, keine starke Belastung bei hohen oder sehr niedrigen Temperaturen, aber auch nicht in Watte packen. Aber schon deutlich: er kann sich eingeschränkter kühlen, also besondere Vorsicht im Sommer.

    Wie vorher beschrieben: heut hats wieder so gute 34°, da merke ich im Haus und im Garten nix ungewöhnliches, er hechelt im Haus zB auch nicht, rennt im Garten auch herum ohne dass man ihn animieren müsste oder so.

    - Wir gehen dann abends unsere 1-1.5 Stunden Runde und die macht er auch absolut problemlos mit, kein Husten, kein zurückfallen, keine Pausen

    - Canicross gibt's nur bei Temperaturen bis 17° in Etwa und nur nach gemäßigten, regelmäßigem Aufbau.

    - Im Obedience arbeite ich ihn normal, er ist seine BH auch bei fast 30° gelaufen, natürlich mit etwas weniger Drive als normal aber so ein paar Minuten machen ihm nix aus, achte halt sehr auf entsprechendes warm up und speziell cool down. Außer wie gesagt dass ich kein extra Hitze-Belastungstraining mache und jetzt keine Turniere zwischen Juni und August melde.

    - Im Hochsommer meide ich tagsüber alles länger anstrengende wie Wandertouren, Läufe, Training etc. in den Hitzezeiten, sondern bewege ihn in nem normalen Maß

    Nicht super, nicht das, was man sich wünscht, aber halt einfach Pech.

    Nachtrag: hauptsächlich wars mein Gefühl. Und das kam früh, ich hab ihm die Lunge mit Hüfte und Co bereits mitröntgen lassen, die Diagnose kam dann erst mit 4 Jahren.

    Das trat auch nicht durchgehend auf, also die Symptome. Sondern immer mal wieder, vieles ließ sich schon vor der Diagnose mit gewissen Rahmenbedingungen eindämmen/vermeiden. Und nach normalen Spaziergängen gabs überhaupt nie was, nur nach Läufen, besonderer Belastung oder Wandertouren im Sommer.

    Finde ich schon spannend, dass Maizy s Collie sich ähnlich verhält.

    Keiner meiner Hunde wollte jemals auf einem Spaziergang umdrehen oder hätte sich unterwegs hingelegt, mal im Schatten laufen und die Bäche zum Pfoten kühlen und trinken mitnehmen, ja, aber mehr auch nicht.

    Mit meinen im Sport aktiven Hunden (Ally und Bonnie) wurde früher auch gezielt in Hitze trainiert mit entsprechender Vor- und Nachbereitung, um eben eine gewisse Hitzetoleranz und Leistungsfähigkeit zu erreichen.

    Bei Raven hab ich einfach schnell gemerkt, dass da was nicht passt und hab halt auch die Diagnose, dass er bei Hitze nicht belastet werden soll. Ansonsten hätte ich das auch mit ihm gemacht.

    Man kennt seinen eigenen Hund am Besten, wenns einem komisch vorkommt dann abklären. Keiner meiner Trainingskollegen hätte gedacht, dass Ray was hat und den TA musste ich zur Endoskopie überreden, weils einfach so untypisch ist. Aber mir kams komisch vor, wie er sich unter Belastung (und erstrecht in Kombi mit Hitze) gezeigt hat.

    Mein kurzer Einwurf: mein Rüde hat ein medizinisches Thema an der Luftröhre, was dazu führt, dass er weniger Volumen 'durchbringt' und damit auch ein Thema mit dem kühlen im Sommer hat.

    Ich geh jetzt mit dem nicht in der Hitze spazieren oder trainieren, aber der braucht auf 1.5h Spaziergang abends (ab 19.30/20 Uhr, überwiegend asphaltierte Wege zwischen Feldern) keine Pausen. Wenns sehr heiß ist bremse ich ihn etwas ein und schau, dass er mehr Schritt geht phasenweise anstatt immer vorneweg zu traben (hab ich heuer 1x gemacht, weil ich gemerkt hab ihm macht die Temp. zu schaffen).

    Wie lang der nachhechelt kann ich dir nicht sagen, er hechelt halt generell viel/quasi immer. Aber er ist nicht k.o. nach solchen Runden.

    Wir leben übrigens durchaus in einer warmen Gegend, also hier sind 34/35° tagsüber seit 4 Wochen recht normal.

    Ich hab keine Klimaanlagen, keine Kühlmatten/-Westen und nichtmal geflieste Böden. Aber er legt sich gerne vor den Ventilator (generell, nicht nach den Spaziergängen).

    Insgesamt ist er ein recht bedachter Hund in Bewegung, also keiner der rennt bis zum umfallen von sich aus oder der über seine Grenzen gehen würde.

    Drücke dir die Daumen für den TA-Besuch.