Beiträge von terriers4me

    Eins garantier ich euch: So in 15-20 Jahren wird sich die nächste Hundehalter-Generation über alles, was hier gerade als RICHTIG heilig gehalten wird, schief und scheckig lachen oder sich entsetzt an den klugen Klopf fassen. Genau so fassungslos, wie wir uns anno 1975 über die verkalkten Oppis vom Schäferhundeverein und ihre antiquierten Methoden lustig gemacht haben.

    Hundehaltung unterliegt genauso Modeströmungen wie alles andere rundum - und wenn man erstmal die ersten paar Trends hat kommen & gehen sehen, wird man da deutlich gelassener.

    Was einem, zugegeben, heutzutage schwerer gemacht wird: Anno 1975 gab's noch keinen lukrativen Markt für Hunde-Pädagogik, der seine Klientel mit allen möglichen Trends an Schule & Trainer binden mußte - dafür ähnelten die Spaziergänge aber auch sehr viel weniger diesen nervigen Supermutti-Treffen....

    Wir drücken Daumen & Pfoten, aber eigentlich gibt's da gar kein schlechtes Wetter - bei Regen leuchten die bunten Steine am Steilküsten-Strand so schön, daß man da überhaupt nicht mehr wegkommt.

    Dein Lieblings-Russell hat da übrigens jagdhundegerecht für die Skandiavien-Fähre vorgestanden - daß dieses seltsame Riesenwild erst von ganz weit weg ganz dicht rankommt und dann um die Königsstuhl-Ecke flüchtet, wenn sie es nur richtig verbellt, fand sie total faszinierend!

    Wir wünschen euch viel, viel Spaß & BENEIDEN euch - ich glaube, Rügen ist der schönste Ort der Welt!

    Wir fahren dann in zwei Monaten, in der Hundeparadies-Nachsaison & ich zähl echt schon die Tage.


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    Ganz ehrlich? Ich würde mir Sorgen machen, wenn sich mein auch nur halbwegs lebhafter Hund mit fünf Monaten NICHT so benehmen würde - ich find das stinknormal und viel eher lustig als lästig.

    Mein Terrier war für diese Temperamentsklasse immer ein sehr ausgelichener und angenehmer Welpe - aber das regelmäßige Turbo-Ausflippen hat sie sich natürlich trotzdem gegönnt und tut das auch heute als Jungerwachsene noch gern. Und wie mein Garten um diese Zeit aussah, möchtest du vermutlich gar nicht genau wissen...:

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    Das gehört einfach dazu und ist meines Erachtens weder ein Zeichen von Über- noch von Unterforderung, sondern einfach überschüssige jugendliche Lebensfreude. Sorgen würde ich mir machen, sobald der Hund überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommt und permanent so rumhibbelt - aber vorher sicher nicht.

    Ich würd's tun, wenn mich das Ganze allzusehr an Konstellationen erinnert, die ich im real life regelmäßig den Bach runtergehen sehe. Dazu scheinen regelmäßig drie Faktoren zu gehören:

    1.) Hund, Halter & Umfeld passen absolut nicht zusammen. Klassiker wären hier der jugendliche Terrier in einer hellhörigen Großstadt-Mietshaus-Wohnung voller Kleinkinder, Wohungskatzen und Meerschweinchen.

    2.) Halter ist mit total unrealistischen, vermenschlichenden Vorstellungen an die Sache rangegangen und nun bitter moralisch enttäuscht, daß alles anders läuft. Klassiker: "Jetzt hab ich den Köter schon gerettet - und trotzdem haut er immer ab/bleibt nicht alleine/pinkelt alles voll...und so weiter"

    Das ist zwar beides alles andere als ideal, aber durchaus noch handelbar, weil der Mensch ja an seinen Aufgaben wachsen kann - WENN da nicht noch...

    ...3.) dazukommt: aus jeder Zeile klingt diese wachsende, total verständnislose Genervtheit mit dem Hund, der als Quelle allen Übels angesehen wird - als der, der allen Streß macht, statt zu erkennen, daß er ihn hat.
    Wenn diese Einstellung länger vorherrscht und sich eher noch zu verfestigen scheint, weil der Köter einfach nicht funktioniert - dann finde ich es persönlich sinnvoll, getrennte Wege zu gehen, solange der Hund anderswo noch Chancen hat.

    ...und, um mich den anderen nochmal anzuschließen: Sie wollte natürlich mit den Pferden nicht "spielen", sie hat sie knackig gejagt. Und da gibt's bei Pferden sone und solche: Die, die in ihre angeborene Fluchttier-Panik geraten, weglaufen (und daraufhin noch heftiger gejagt werden) und sich dabei schnell schwer verletzen können. Und die deutlich cooleren Typen, die sich schlichtweg umdrehen und den Beutegreifer ruckzuck mit Zähnen und Hufen plattmachen.

    Das ist also auf jeden Fall ein sehr wenig empfehlenswertes "Spiel" - einer der Beteiligten kommt dabei fast immer zu Schaden.

    Du gibst ihr bis auf weiteres einfach keine Gelegenheit mehr zum Nicht-Kommen - du holst sie IMMER ran und übst dann unter mehr und mehr Ablenkung, bis ihr das Ganze absolut in Fleisch und Blut übergegangen ist. Sie darf wirklich nicht EINE weitere Chance haben, zu lernen, daß dein Rufen eigentlich nichts bedeutet und es deshalb kein Problem ist, es zu ignorieren.

    Sei bloß froh, daß sie nicht mein Pferd gejagt hat. Dann wäre sie jetzt vermutlich tot, weil alte Mutterstuten bei sowas sehr wenig Humor aufbringen und sehr gezielt attackieren können - und du hättest mit mir auch eine richtig gute Zeit erlebt....

    Ihr hattet da allesamt ein Riesenglück, das Pferd eingeschlossen, das bei sowas auch ganz schnell panisch und schwerverletzt im Zaun hätte hängen können - BITTE sieh zu, daß sowas nie wieder passiert!

    sanneb
    nein, DAS meine ich natürlich absolut nicht - wenn Hunde sowas nicht spitzenmäßig könnten ,wären sie sicher heute noch Müllkippen-Wölfe.

    Was ich meine, ist, daß es gewisse Körpersignale gibt, die meiner Erfahrung nach eben nicht zur Manipulation eingesetzt werden (können), sondern ein echtes Problem signalisieren - und nächtliches Hecheln eines kranken Hundes würde ich immer dazurechnen.