Klar, als er Durchfall hatte, war dann ja auch mit dem Schwall alles raus und dann erstmal wieder Ruhe im Darm. Jetzt kommt's fester, aber dafür immer wieder - eben auch, bis er endlich leer ist.
Das klingt wirklich nach einem grundsätzlichen Gesundheitsproblem, und ich würde versuchen, das bald richtig abklären zu lassen - so quält ihr euch ja beide.
Beiträge von terriers4me
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Habt ihr mal genau abklären lassen, weshalb er vorher so lange Durchfall hatte? Vielleicht hat er ja ein grundlegendes Darmproblem, und das ist jetzt die Fortsetzung: Der Kot ist zwar fest, aber er hat immer wieder das Gefühl, er muß - also, sobald er sich bewegt, (deswegen nur draußen!) schubweise Bauchschmerzen, bis er total leer ist?
Sowas Ähnliches hatte einer meiner Hündinnen mit einer lange verschleppten Darmentzündung, wenn's also mein Hund wäre, würde ich das sicher mal mit dem Tierarzt besprechen - vielleicht steckt deutlich mehr dahinter als eine nervige Macke?
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Du brauchst den Hund ja nicht gleich zu barfen - zieht euch doch ergänzend zum normalen Futter einfach öfter mal gemeinsam eine schöne Portion Nudeln rein, für den Hund mit so viel tierischem Fett (z.B.Rindertalg), wie er es ohne Durchfall verträgt. Machen meine Bekannten immer als Zusatz-Highlight nach langen, harten Jagdtagen: Sie essen dann zu den Nudeln das magere Gulasch, der Hund kriegt das fette. Damit hat er Kohlehydrate und Fett für Ausdauerleistungen, und die Magendrehungs-Gefahr ist deutlich geringer als bei Trockenfutter.
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Es ist im Alltag tatsächlich auch nicht einfach, immer punkt-präzise mit den Kommandos zu sein, weil wir Menschen so gewohnt sind, notfalls noch verbal nachlegen zu können.
Solche Nachlässigkeiten kann ein Hund dann schon wunderbar spiegeln: meine Blinde blieb prompt stehen, wenn ich für ihre Ohren zuviel durcheinanderbrachte, und sah mich mit diesem: "Sobald du selbst weißt, was du von mir willst, sag's doch einfach!"-Blick an:
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Dann mußte ich jedes Mal lachen, weil ich mich so "ertappt" fühlte und hab anschließend besser aufgepaßt, was ich sage - und ich glaube, in die Situation, raten zu müssen, was wir denn nun eigentlich wollen, bringen wir unsere Hunde viel öfter, als wir selbst es merken.
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Wie sehr Kommunikation tatsächlich alles ist, hab eindrucksvoll erfahren, als meine Hündin plötzlich blind wurde: da fielen von jetzt auf gleich jede Geste, jedes bißchen Körpersprache weg, aus denen sie mich hätte "lesen" können, und gleichzeitig brauchte sie so viel und so präzise Führung wie noch nie.
Da zählte dann nur noch das gesprochene Wort, und das mußte ich ganz genau kontrollieren, damit mir die freilaufende Blinde draußen bloß nicht am nächsten Pfosten klebte - dann hätte sie mir nämlich nicht mehr vertraut.
Insofern: Ja, ich kenne vergleichbare Situationen, und habe daran gelernt, die Worte im Umgang mit dem Hund sehr bewußt einzusetzen. Das hilft auch bei der gesunden Nachfolgerin sehr - solange ich wirklich daran denke. Manchmal müssen wir einfach unsere Primatenneigung zügeln, alles ständig vollzuplappern....*g*
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Das ist wirklich weder schlimm, noch hast du ein Biest im Haus, das ist ein stinknormaler Welpe, der vor Kraft und Lebensfreude kaum stillhalten kann und jetzt auch wissen möchte, wie weit die Umgebung da mitmacht und wo Schluß ist - wenn's nach ihm ginge, könntet ihr alle drei nämlich 24/7 durchkaspern.
Wenn's meiner wäre, würde ich da gar nicht erst mit Umwegen arbeiten, also kein Wegsperren und ganz bestimmt kein Anbinden (das wär mir für so einen Flippie zu gefährlich), sondern dem Zwerg direkt klarmachen, daß DU in diesem Haushalt die Regeln vorgibst - und daß du dabei eine Menge mehr Autorität und einen deutlich längeren Atem mitbringst als eine Handvoll Hund.
Sprich: Wenn der Zwerg auf dein energisches "Nein" nicht von Cooper abläßt, hältst du ihn eben fest, bis er runtergekühlt ist, und Cooper bringst du gleichfalls zur Ruhe - offenbar ist es ja nicht nur der Kleine, der rumkaspert. Das machst du so lange, bis BEIDE kapiert haben, wo deine Limits liegen, und eine Anordnung zum Spielabbruch reicht. Wenn Cooper sich nämlich nicht "einladend" verhielte, wäre der Welpe nicht so aufdringlich. Der kann offenbar gut Hündisch, denn von Coopers Kram läßt er ja auch promt ab, sobald's dem Großen ernst ist.
Womit du gleich die Vorgabe hast: der Zwerg muß lernen, daß es dir in gewissen Momenten ebenso ernst ist wie Cooper - und das erreichst du wirklich am schnellsten ohne Umwege.
Auf der anderen Seite darfst du aber auch nichts Unmöglichs verlangen: ein Welpe ist ein Welpe und kein kleiner Erwachsener. Mach dir immer wieder klar, daß die Kleine weder biestig noch sonstwas ist, sondern einfach eine Handvoll ganz normaler, fröhlicher Kinder-Energie, die nun mal einen Auslaß braucht, wenn sie nicht ständig durch die Wohnung explodieren soll.
Also sorg auch parallel dafür, daß es genug Gelegenheit für "legale" Spiele draußen gibt, und drinnen gut was zum Kauen - auch wenn du da die Ressourcen überwachen mußt. Aber das ist dann gleich wieder eine gute Gelegenheit, mit beiden Hunden das "MEIN Wort gilt!" zu üben.
Das ist bei mehreren Hunden wirklich die absolute Basis - legst du die nicht, bist du später ständig in Schwierigkeiten, weil die beiden sich schneller einig sind, als du reagieren kannst.
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Das ist bestimmt toll für die Kleine - meine hätte mich noch eine ganze Zeit für jeden Artgenossen stehenlassen, weil ihr das Rudel so offensichtlich abging. Zum Glück fand sie Menschen aber generell ganz toll und hat es auch sehr genossen, die ganze Aufmerksamkeit für sich zu bekommen und nicht die ewige Dritte zu sein.
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So ähnlich war's bei meiner ja auch. Die war bei den Züchtern geblieben, weil ihnen der ursprüngliche Vorbesteller nicht gefiel und sie ihm den Hund nicht mitgeben wollten, hat dieses halbe Jahr mit Mutter & Tante halb im Pferdestall, halb auf dem Wohnzimmer-Sofa gelebt - und sich dann wirklich total reibungslos umgewöhnt.
Nur die ersten Spaziergänge mit dem extra gekauften Geschirr waren das reine Rodeo. Ich hatte noch nie erlebt, daß ein Hund so tobt, bockt, und sich hinschmeißt und war entsprechend geschockt. Natürlich hab ich's darauf geschoben, daß sie sowas ja nicht kannte - aber es war das Geschirr, das sie schlichtweg haßte. Nachdem ich das aus Verzweiflung versuchsweise gegen ein Halsband vertauscht hatte, war sie wie umgetauscht und hatte die Sache mit der Leinenführigkeit auf einem einzigen Spaziergang raus. Das war aber wirklich die einzige größere Komplikation.
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Laß mich mal überlegen: zerstört hat sie nur das Kaminholz, Kaninchen hatten wir nicht, dafür hat sie dann ganz schnell und sehr stolz die erste Ratte angeschleppt, dem Nachbarn hat sie aus der Hand gefressen, zum Unters-Auto-Legen gab's keine Gelegenheit, und in der ersten Läufigkeit gab's Chlorophyll, so daß nur zwei Rüden vor der Tür standen. Ihren neuen Namen hat sie in zwei Tagen gelernt.
Also alles ganz easy...LOL
Nein, im Ernst: vieles ist tatsächlich leichter als mit einem Welpen, weil schon deutlich mehr Grips da ist - und die Blase ist auch wesentlich aufnahmefähiger...
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Der älteste eigene Hund, den ich bisher übernommen habe, war eine knapp sieben Monate alte Russellhündin, die insoweit eine sehr gute "Kinderstube" hatte, als sie aufgeschlossen, sehr zutraulich, freundlich zu Mensch, Hund & Pferd und natürlich stubenrein war. Das war aber alles - sowas wie eine Leine oder eine geschlossene Ortschaft hatte sie noch nie gesehen.
Wir sind dann hier in Haus und Garten ein paar Tage sozusagen umeinander herumgelaufen und haben uns "beschnüffelt", das heißt, ich habe sie nicht bedrängt, war aber natürlich sehr freundlich zu ihr, sobald sie kam. Futterbelohnungen nahm sie nicht, das konnte ich mir also sparen, verspielt war sie ebensowenig. Dafür wollte sie unbedingt regelmäßig auf meinem Schoß sitzen und mir konzentriert ins Gesicht sehen. Oder sie tat dasselbe zu meinen Füßen - ich kam mir wirklich vor wie geröntgt. Nach einer Woche war klar, daß wir jetzt zusammengehören, und von da an herrschte Alltag.
In sicherer Umgebung draußen habe ich sie übrigens vom ersten Spaziergang an laufen lassen - das war, wenn ich es mir jetzt überlege, die "Übung", die für Bindung gesorgt hat. Im Großen & Ganzen lief es so selbstverständlich wie mit einem kleinen Welpen: Hund kam, orientierte sich und schloß sich an - was sollen sie auch anderes tun?