Das ist bestimmt toll für die Kleine - meine hätte mich noch eine ganze Zeit für jeden Artgenossen stehenlassen, weil ihr das Rudel so offensichtlich abging. Zum Glück fand sie Menschen aber generell ganz toll und hat es auch sehr genossen, die ganze Aufmerksamkeit für sich zu bekommen und nicht die ewige Dritte zu sein.
Beiträge von terriers4me
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So ähnlich war's bei meiner ja auch. Die war bei den Züchtern geblieben, weil ihnen der ursprüngliche Vorbesteller nicht gefiel und sie ihm den Hund nicht mitgeben wollten, hat dieses halbe Jahr mit Mutter & Tante halb im Pferdestall, halb auf dem Wohnzimmer-Sofa gelebt - und sich dann wirklich total reibungslos umgewöhnt.
Nur die ersten Spaziergänge mit dem extra gekauften Geschirr waren das reine Rodeo. Ich hatte noch nie erlebt, daß ein Hund so tobt, bockt, und sich hinschmeißt und war entsprechend geschockt. Natürlich hab ich's darauf geschoben, daß sie sowas ja nicht kannte - aber es war das Geschirr, das sie schlichtweg haßte. Nachdem ich das aus Verzweiflung versuchsweise gegen ein Halsband vertauscht hatte, war sie wie umgetauscht und hatte die Sache mit der Leinenführigkeit auf einem einzigen Spaziergang raus. Das war aber wirklich die einzige größere Komplikation.
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Laß mich mal überlegen: zerstört hat sie nur das Kaminholz, Kaninchen hatten wir nicht, dafür hat sie dann ganz schnell und sehr stolz die erste Ratte angeschleppt, dem Nachbarn hat sie aus der Hand gefressen, zum Unters-Auto-Legen gab's keine Gelegenheit, und in der ersten Läufigkeit gab's Chlorophyll, so daß nur zwei Rüden vor der Tür standen. Ihren neuen Namen hat sie in zwei Tagen gelernt.
Also alles ganz easy...LOL
Nein, im Ernst: vieles ist tatsächlich leichter als mit einem Welpen, weil schon deutlich mehr Grips da ist - und die Blase ist auch wesentlich aufnahmefähiger...
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Der älteste eigene Hund, den ich bisher übernommen habe, war eine knapp sieben Monate alte Russellhündin, die insoweit eine sehr gute "Kinderstube" hatte, als sie aufgeschlossen, sehr zutraulich, freundlich zu Mensch, Hund & Pferd und natürlich stubenrein war. Das war aber alles - sowas wie eine Leine oder eine geschlossene Ortschaft hatte sie noch nie gesehen.
Wir sind dann hier in Haus und Garten ein paar Tage sozusagen umeinander herumgelaufen und haben uns "beschnüffelt", das heißt, ich habe sie nicht bedrängt, war aber natürlich sehr freundlich zu ihr, sobald sie kam. Futterbelohnungen nahm sie nicht, das konnte ich mir also sparen, verspielt war sie ebensowenig. Dafür wollte sie unbedingt regelmäßig auf meinem Schoß sitzen und mir konzentriert ins Gesicht sehen. Oder sie tat dasselbe zu meinen Füßen - ich kam mir wirklich vor wie geröntgt. Nach einer Woche war klar, daß wir jetzt zusammengehören, und von da an herrschte Alltag.
In sicherer Umgebung draußen habe ich sie übrigens vom ersten Spaziergang an laufen lassen - das war, wenn ich es mir jetzt überlege, die "Übung", die für Bindung gesorgt hat. Im Großen & Ganzen lief es so selbstverständlich wie mit einem kleinen Welpen: Hund kam, orientierte sich und schloß sich an - was sollen sie auch anderes tun?
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yep - genau so war's hier auch...
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Mein Welpe ist mit gut drei Monaten zum ersten Mal in den Teich gefallen, oder vielmehr: gesprungen, weil sie meinte, UN-BE-DINGT diese aufregenden Goldfische fangen zu müssen.
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Da war mir dann klar, daß die entspannteste Baby-Zeit vorbei war und die großen und aufregenden Abenteuer warteten - von da an wurde das Leben mit dem immer unternehmungslustigeren Jungterrier tatsächlich anstrengender.
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Ich fand da gar nichts anstrengend. Ich hatte mir diesen Welpen heiß gewünscht, easy going war er auch, und den ganzen Welpen-Wahnsinn finde ich generell eher entzückend als anstrengend, zumal die Zeit so schrecklich kurz ist.
Ich meine, wie cool ist denn bitte sowas in der Bude - etwa eine Hand hoch, aber ungeschlagen im Papierkorb-Ausräumen?
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Der Spaß war die paar Pinkelflecken auf dem Holzfußboden allemal wert. Anstrengend wurde es erst später, als ich permanent aufpassen mußte, daß sich die Halbwüchsige mit ihrem Raketen-Temperament nicht in Gefahr brachte.
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Wir fahren wieder nach Lohme, so richtig ans Ende der Welt - das letzte Dorf vor Skandinavien.
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Jack Russell, mit acht Jahren kastriert: Inkontinenz war so ziemlich die einzige Nebenwirkung des Eingriffs, die NICHT auftrat.
Parson Russell, mit 10 Monaten kastriert, inzwischen drei Jahre alt: Seit der OP leicht inkontinent, mit gemahlenen Kürbiskernen im täglichen Futter aber völlig dicht.
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Genau so. Das sind die stolzen Besitzer, deren Hunde praktisch schon mit Harvard-Stipendium geboren sind, entsprechend lückenlos "gefördert" werden - und deren Herrchen & Frauchen die staunende Mitwelt ebenso lückenlos an den Erfolgen ihrer kleinen Lieblinge teilhaben lassen. Sehr schön, wenn sich dann mehrere solcher Typen auf einem Spaziergang treffen - das ist Realsatire pur.