Wenn da totale Anfänger einfach ein Pony mitkriegen, mit den sie nicht nur alleine losziehen, sondern auch noch eine Vierjährige draufsetzen dürfen, wäre das für mich ALLES andere als seriös, tier- oder kinder(!!)schutzmäßig, und ich persönlich würde da einen ganz weiten Bogen schlagen.
An deiner Stelle würde ich mir sehr überlegen, ob ich die Sicherheit meines Kindes allein einem unbekannten 200 Kilo-Fluchttier anvertrauen würde, auf das ihr im Zweifelsfall schlicht nicht den geringsten Einfluß habt, und mich lieber nach einer seriösen Reitschule zum "Reinschnuppern" umsehen - ich glaube, davon hättet ihr wesentlich mehr.
Falls es dich tröstet: Uns ist es letztes Jahr ähnlich gegangen, als wir unseren immerhin schon fast zweijährigen Terrier in den ersten Urlaub mitgenommen haben. Der temperamentvolle Hund stürzte sich in der neuen Umgebung in eine so wilde Schnüffel- Stöber- und Erkundungsorgie, daß ich nach der ersten Nationalpark-Wanderung Blasen an den Händen hatte: ich hatte nicht damit gerechnet, daß sich acht Kilo so wild, so ausdauernd und so unansprechbar in die lange Leine schmeißen können.
Wir haben dann ganz schnell einen Gang runtergeschaltet und den nächsten Tag bloß mit Trödeln, Erkunden und Entspannen in der nächsten Umgebung verbracht, erstmal sogar angeleint, daß sie sich nicht wieder so reinsteigern konnte:
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Dann war auch schon die gewisse Routine da, die Hunde so schätzen: Terrier kannte das Quartier, die Umgebung und die Urlaubsbegleitung, konnte sich in dieser Sicherheit entspannen, benahm sich wieder so vernünftig, wie sich eine junge Wilde eben benehmen kann, und am Rest der Zeit hatten wir alle gleichermaßen Spaß.
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Wenn aber schon ein zweijähriger, also deutlich lebenserfahrener Hund so überwältigt auf so viel Neues reagiert, daß erstmal alle Manieren zum Teufel sind, kannst du dir, glaube ich, leicht vorstellen, wie sowas auf ein Viermonatsbaby wirkt?
Aber mit mehr Gelassenheit kriegt ihr das sicher ebenso hin, später, wenn der Hund ein erfahrener Reisender ist, lacht ihr über die wilden Anfänge - und einen schönen gemeinsamen Urlaub noch!
Die anderen haben recht: der Kleine, der ja ohnehin schon sehr temperamentvoll und sensibel ist, reagiert wie ein total reizüberflutetes Kleinkind: Er dreht am Rad.
Daß es dir dabei ähnlich geht (und deine Stimmung kriegt er natürlich mit!) macht die Sache für ihn vollends erschreckend: Alle gewohnten Sicherheiten weg (ein Welpe weiß ja nicht, was "Urlaub" bedeutet), und Frauchen auch noch total aufgelöst - da bricht seine kleine Welt zusammen, und entsprechend aufgelöst reagiert er.
Bringt einfach Ruhe rein - und ja: es ist wirklich ganz einfach: Erwartungen an den Hund komplett weg, notfalsl tragt ihr ihn halt oder gebt ihm die Sicherheit einer lanen Leine - so what? Statt Streß wird entspannt getrödelt und erkundet, und ihr seid für den Zwerg die Felsen in der Urlaubs-Brandung. Wenn ihr euch nicht noch gegenseitig hochdreht, sieht die Welt in ein paar Tagen bestimmt schon ganz anders aus.
Verzweifel nicht, sieh es einfach als große Chance: du kannst dem Kleinen jetzt gleich vermitteln, daß er sich auch in fremder Umgebung auf eure Sicherheit und Souveränität verlassen kann. Das muß er einfach erstmal erfahren und lernen, damit auch er was vom Verreisen haben kann - im Moment bedeutet es für ihn nur Aufregung nud Chaos.
Perfektes Gepäck, perfektes, unternehmungslustiges Terriergrinsen - dann drücken wir jetzt bloß noch Daumen & Pfoten für Superklausur mit anschließendem Traumurlaub!
Früher hätte ich gesagt: nö, die verhalten sich wie andere Hunde auch - meine Hündin hat nämlich eine inzwischen zehnjährige Aussiefreundin, die ein Muster an Verträglichkeit und guter Erziehung ist.
Aber in den letzten zwei Jahren sind wir hier regelrecht mit Aussiewelpen überschwemmt worden, und es fällt wirklich auf, wie viele dieser Heranwachsenden nicht nur ständig nervtötend kläffen, sondern auch schnell und "von sich aus" hart zufassen. Meine Hündin hat von Aussies knapp aus dem Welpenalter schon mehrere Male beim Spielen blutige Bisse kassiert, und es gibt hier im Revier aktuell eine Menge Aussie-Ärger, immer wieder um Aggressivität gegen Spaziergänger und andere Hunde.
Ich schätze mal, diese "süßen bunten Hunde" gehen gerade heftig in den Modehunde-Massenproduktions-unfähige Besitzer-Teufelskreis, der zum Beispiel Jack Russells in wenigen Jahren buchstäblich vor die Hunde gebracht hat.
Das stimmt - so eine Vertreterin hab ich hier: Die war als Winzwelpe zweimal sehr erschrocken, dann hatte sie raus, daß sie nur bis zur letzten "Sichtung" zu laufen braucht, da einfach die Nase runternimmt und mich dann bequem per Spur verfolgen kann. Seitdem ist es einfach ein tolles Spiel, das wir heute noch spielen, allerdings selten: normalerweise erwischt mich der Hund schon im Ausreiß-Ansatz.
Ihre Vorgängerin war da eine Nummer tougher. Da hab ich mich versteckt, weil sie sich mitten auf den Waldweg gesetzt und sich jedem weiteren Rückweg verweigert hatte: Der Spaziergang sollte noch nicht vorbei sein! Ich hab mir dann eine Viertelstunde(!) Gottweißwas abgefroren (es war Dezember), und als ich schließlich doch zurückging, saß dieser Zwerg noch haargenau am selben Fleck, sah mir gerade ins Gesicht und kam mir nicht mal entgegen. Dieser Hündin habe ich so eine Aktion kein zweites Mal geboten: ich weiß, wann ich den Kürzeren ziehe...
Same here: meine Hund hat keine Blähungen mehr und wesentlich festeren Kot, seit es nur noch gemischte Mahlzeiten gibt, Fleisch und Gemüse allein verägt sie eher schlecht. Ich verzichte nur auf Mais- & Weizenflocken, weil beides bei der Kastratin zu sehr ansetzt und weil ich tatsächlich eine ganze Reihe kleiner Weißer kenne, die darauf allergisch reagieren. Hafer, Hirse, Reis oder auch mal Buchweizen als Pseudogetreide machen gekocht immer etwa ein Viertel der Mahlzeit aus, und, wie gesagt: seitdem klappt es allerbestens mit der Verdauung.