Beiträge von terriers4me

    Wenn, würde ich eher auf zwei Hunde tippen, weil das Gemetzel für ein Raubtier irgendwie zu "unprofessionell" aussieht, wirklich eher nach ausflippendem Hund.

    Aber dass sich der Terrier mit einem Kumpel zum Wildern verabredet hatte, ist natürlich ebenso unwahrscheinlich wie alle anderen Erklärungsversuche.

    In der unteren rechten Ecke des zweiten Bildes ist übrigens ein einzelner Pfotenabdruck eines Hundes, der m.E. deutlich größer ist als ein Russell. Den könnten die Jäger dabeigehabt haben - vielleicht ein Grund, weshalb sie der Fährte des Terriers so schnell folgen konnten, dass sie das Reh noch lebend fanden?

    Im übrigen: Ja, Russells haben echt eine Tendenz, Menschen zu ihren Erfolgserlebnissen "einzuladen", also z.B. zu einer tollen Beute zu führen. Fand ich bei meinem ersten immer so irre, sowas hatte ich bisher nur bei Lassie gesehen.

    Auf dem zweiten Bild sieht es tatsächlich so aus, als sei es nur auf der obenliegenden Seite gehäutet, weiter nach unten sieht man, glaube ich, Fellränder.

    Auch das "gehäutet" könnte nach dem Foto übrigens nur streckenweise sein, an einigen Stellen sieht es so aus, als habe der Hund "nur" die Haare weggefetzt und die Haut drangelassen. Das ginge natürlich noch schneller, und das arme Tier hätte länger überleben können.

    Aber ich mag mir das jetzt nicht nochmal en Detail ansehen, ist also nur Spekulation.

    Auf der Seite, auf der das Reh liegt, scheint auch noch die komplette Keulenmuskulatur bis auf den Knochen zu fehlen - erstaunlich, dass es sich nicht schon an so einer Verletzung schnell zu Tode geblutet hat, in dem Bereich liegen doch große Gefäße? Und trotzdem hat es noch während des gesamten Abhäutens und darüber hinaus noch gelebt?

    Wie schon mehrmals gesagt, zutrauen tu ich einem Terrier sowas durchaus - aber rätselhaft finde ich einiges doch.

    OK, das war mißverständlich: Wenn ich "Jack Russell" sage, meine ich beide Typen, also auch den Parson. Ich hab die Hunde einfach schon länger, als die Unterscheidung gemacht wird - anno dunnemals, als sie zuerst rüberkamen, hießen die alle "Jack Russell".

    So etwa ist das gedacht - der Terrier da setzt nicht mal nach, als der Fuchs attackiert, weicht aber auch nie zurück.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Das Motto ist "Halt Abstand und mach Randale - und zwar so viel davon, dass der Fuchs derart entnervt ist, dass er sich lieber von den Hounds zerreißen oder erschießen läßt, als sich das noch länger zu geben."

    Ein kurzes Vorstoßen, Scheinangriffe auf den Gegner, sind auch erlaubt - aber eben kein hartes Zupacken und Verletzen oder gar zu Tode würgen. Da sollen Russells sich - eigentlich - deutlich von anderen Terriern oder Teckeln unterscheiden. Sie sollen - wieder: eigentlich! - nur mit Stimme und Schlauheit arbeiten. Was natürlich - ein drittes Mal: eigentlich! - voraussetzt, dass das Hirn während der Arbeit nicht so völlig aushakt wie etwa bei einem Jagdterrier mit Adrenalinschub.

    Naja, eigentlich sind "real Jack Russell" dafür gedacht, überhaupt nicht zu beschädigen. Die sollen ihren Fuchs unterirdisch stellen, per Stimme fürchterlich belästigen, aus dem Bau treiben, den Rest aber den Hounds, also der Meute großer Jagdhunde überlassen.

    Darauf achten aber selbst Jäger kaum noch, und beim Züchten fürs Privatleben ist das eh kein Kriterium.

    Meine Hündin stammt noch aus einer dieser ganz alten Linien, und die "kann" tatsächlich nicht töten, das müßte man mit ihr üben. Die legt sich sogar flach vor eine angegiftelte Maus, verbellt die nonstop und sieht mich dabei an: Mach du mal, ist dein Job!

    Aber, wie gesagt, sowas ist zwar der Ursprung der Rasse, aber kaum noch ein Kriterium bei der Zuchtauswahl.