Beiträge von terriers4me

    Ich hab das jetzt aus schierer Neugier einem jagenden Freund gezeigt, der wiederum einigen Jägerkollegen. Einhellige Meinung: Der Jack Russell war es nicht, jedenfalls auf keinen Fall allein. Die fanden es alle am wahrscheinlichsten, dass sich da mehrere Hunde um die Beute gezergelt und das Reh beim Hin- und Herreißen und Schütteln gehäutet haben.

    Und dass der Terrier entweder einer davon oder sogar nur schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort war und seine Nase tief in die Reste gesteckt hat.

    Es ist wirklich mysteriös - ich hoffe sehr, wir erfahren irgendwann, was der Amtstierarzt gesagt hat.

    Klar ist das möglich, Hunde sind da sehr kreativ - und lebensgefährlich für eine Dreikilohündin.

    Ein größeres Tier kommt mit Welpen von einen Riesenrüden unter Umständen noch klar, aber so ein Winzling? Ich würde nicht mal im Traum daran denken, so ein Risiko einzugehen und sie sehr konsequent trennen - und zwar von jetzt an.

    Je länger du sie jetzt zusammenläßt, desto verrückter machen sich beide, und desto mehr steigt das Risiko, dass sie einen einzigen unbewachten Augenblick ausnutzen.

    Ich gehöre tatsächlich zu denen, die für eine Flexi schlicht zu dämlich sind.

    Irgendwie hab ich bei den Pferden dermaßen verinnerlicht, Leinen schnell nachzufassen, dass ich mir an der Flexi mehrmals beim Reinfassen die Hand verbrannt habe, bevor mir noch klar war, dass das da anders funktioniert.

    Ich bin dann reumütig zu einer langen, schön weichen Lederleine zurückgekehrt und rolle die per Hand auf und ab. Flexi ist offenbar eine Technik die nicht jedem gegeben ist....

    Vielleicht liegen Kindergärten einfach häufig idyllisch am Wald oder verkehrsgünstig an Ein- und Ausfallstraßen, über die Wölfe in die Ortschaften kommen oder wieder gehen?

    Mal abgesehen davon, dass "Wolf am Kindergarten" einfach spannender ist als "Wolf auf dem Möbelhaus-Parkplatz" oder "Wolf überquert Bundesstraße an der Tankstelle" (hatten wir schon beides) und daher einfach öfter dokumentiert wird?

    Und dabei hätten es zumindest die Experten wissen können. SunkaSapa hat ja recht - ein Blick in die Geschichte hilft manchmal ungemein:

    "Als ich mich mit der Bestie von Gévaudan beschäfftigt habe ist mir auch aufgefallen, dass in Kriegsgebieten von einem Anstieg der Wolfpopulation Berichtet wurde... In gebieten wo es viel Knallt und Rummst steigt die Wolfspopulation? Und dann soll ein Wolf angst vor klatschenden Händen haben?"

    Soweit braucht man nicht mal zurückzugehen. Noch aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gibt es Berichte darüber, wie Wölfe Patrouillen anfallen und vereinzelte Kavalleristen töten - also erwachsene, schwer bewaffnete und auf Großpferden berittene Männer, oft sogar zu mehreren.

    Der Lärm menschlicher Kriege hat also offenbar zu allen Zeiten auf die klugen Viecher so gewirkt wie heute der einer Treibjagd: als "dinner bells".

    Das ist aber eine sehr üppige Ration für eine kleine Kastratin. Meine Achtkilohündin bekommt roundabout 100 Gramm Frischfleisch und einen Eßlöffel Reis- oder Hirseflocken. Der Rest im Napf ist gedünstetes, püriertes Gemüse. Und wenn wir diese Mengen auch nur ein bißchen überschreiten, setzt sie sofort sichtbar Speck an und es gibt Ärger beim Tierarzt.

    Kastraten haben wirklich einen sehr gedrosselten Bedarf - wenn meine Hündin (die sich etwa eine Stunde am Tag schnell bewegt) eure Ration bekäme, wäre die in Nullkommanix fett wie ein Faß.

    Ich würde mich auch dem Rat der andere anschließen ,das Futter deutlich zu reduzieren, aber den gesundheitlichen Aspekt trotzdem nicht aus dem Auge verlieren.

    Ich hatte/habe hier bisher zwei kleine Terrier gehabt. Die erste ging an der Leine wie kein anderer Hund, den ich bisher erlebt habe, supersensibel, immer aufmerksam und im Fuß, sobald ich die Leine verkürzt habe. Anpassungsschwierigkeiten hatten wir dabei nicht, es klappte genauso gut wie bei den Großen vorher. Nur eben auf Anhieb und von selbst.

    Die Nachfolgerin ist inzwischen neun, und ich hab sie bis heute nicht anständig leinenführig bekommen. Ja, sie weiß genau, was "Fuß" bedeutet, macht das aber nur unter Androhung heftiger Restriktionen und extrem unwillig. Weil sie das Geschleiche so nervt, ist sie inzwischen kreativ geworden: Bein Fußgehen springt sie am liebsten im ganz kurzen, hohen Galopp neben mir her wie ein Schaukelpferd, hält dabei Augenkontakt und man kann sie fast grinsen sehen: Sie macht nichts falsch, muß aber eben nicht langsam gehen.

    Fazit: Zwei fast gleichgroße, gleichrassige Hündinnen, eng verwandt, gleiche Führerin, gleiches Handling, gleiche Umgebung. Eine (übrigens die Kleinere) von selbst musterhaft, eine auch mit enorm viel Mühe ein eher hoffnungsloser Fall.

    Was mich vermuten läßt: Auch das ist, wie fast alles bei Hunden, einfach individuell verschieden und eine Regel dazu gibt es nicht.

    Ich kann mir auch überhaupt nicht vorstellen ,dass es inzwischen noch irgendeinen Unterschied machen würde, wenn es menschliche Opfer gäbe. 1. waren die garantiert selbst schuld: "Was reitet man auch im Wald, stürzt und bricht sich was/fällt beim Joggen/verteidigt seinen Hund/usw ..?", 2. "waren die Wölfe zuerst da", und 3 .sind die nach EU-Recht streng geschützt, egal, wen sie fressen.

    Sorry, wenn das zynisch klingt - wird man einfach bei diesem albernen Zirkus, der ja eigentlich Realsatire ist.

    Gern, mir tat die Besitzerin einfach so leid. Ich glaube, wenn ein solches A**** seinen Hund auf meine zahmen Hühner hetzte, wär ich imstande, Amok zu laufen. Wär ja schön, wenn der wenigstens mal eine irgendwie fühlbare Strafe bekäme - aber ob zwei Hühner dazu ausreichen?

    OK, sorry fürs OT, das war's dann auch schon.