Beiträge von terriers4me

    Also Leute, nun bin ich aber doch n'bißchen geschockt!

    Wir warne nun nache Züchterin hin, und die wollte richtig viel Geld für so'n kleines Viech, ich glaub, sogar achtzig Euro! Dabei wollen wir doch gar keinen teuren Rassehund!

    Schlimmer noch: Als wir da anne Tür klingeln, haben diese ganze Hunde da GEBELLT, alle sechs Großen auf einmal. Und die sagen da zwar, mit'n bißchen Draufhauen halten die schon die Klappe. Aber ich weiß nicht - wenn die zwölf Kleinen später auch mal so kläffen? Nicht, daß sich das etwa vererbt?

    Mannomann, da kriegen wir wegen som Viech noch Ärger mittn Nachbarn, das muß ja auch nicht sein. Hund wollen wir unbedingt, wir sind ja total tierlieb und die Kinder freuen sich schon so drauf, den mit den Meerschweinchen zusammen spielen zu lassen - aber verbiegen soll sich deswegen schließlich keiner müssen!

    Ob wir uns lieber was Braves ausm Ausland bestellen, so tierschutzmäßig?
    Das kann eigentlich doch nix kosten, weil wir ja was Gutes tun - und dann hört man ja auch immer, daß diese Hunde so total dankbar sind? Dann kann man doch auch verlangen, daß die sich zum Dank richtig anpassen und gleich die Klappe halten?!

    Leo,

    auf jeden Fall so'n niedlicher Jäck Rassel, damit die Kinder was zum Spielen haben!

    Meine Nachbarin sagt, der macht auch keine Arbeit, weil er ja so klein ist. Denen ihr erster mußte zwar weg, weil er die Kinder immer gebissen hat, wenn sie bloß spielen wollten, aber jetzt hamse 'n ganz tollen. So mit was eingekreuzt, Tschiwawa glaube ich. Der ist dann auch klein genug, daß er innen Hamsterkäfig paßt, wenn die Gören vor der Playstation Ruhe haben wollen.

    Die Adresse von der Züchterin hat sie mir schon gegeben, die hat schon ganz viele verkauft, also richtig Erfahrung. Da holen wir uns auch sowas mit kuscheligem Fell. Der ist dann zufrieden, weil wir ihn alle ganz lieb haben, läuft so mit und keiner muß sich verbiegen!

    Oder sollten wir lieber gleich ne Hündin nehmen, damit die Kinder auch mal Junge erleben? Unser Balkon ist ziemlich groß!

    Also ganz ehrlich?

    Die Töle würd ich schleunigst in geeignete Hände verticken - damit konntest du ja nun nicht rechnen, daß das Vieh einfach nicht funktioniert!

    Dann tust du dir ne Runde öffentlich leid (du hast schließlich so viel versucht!), und dann holst du dir den nächsten Welpen. Gibt ja genug Auswahl.

    Wär doch gelacht, wenn der dann nicht funktionierte wie dein Schäfer...

    Wenn sie Geschirr nicht mag (ich hab hier auch so eine..), versuch's vielleicht mal mit einem Modell im Norweger-Typ? Was meine Geschirrhasser immer am meisten störte, war/ist nämlich dieser Riemen zwischen den Vorderbeinen, und den haben die Norweger ja nicht. Zudem fängt dieser breite Brustriemen einen Sprint in die lange Leine schonender ab.

    Ansonsten hast du ja schon Super-Ratschläge bekommen, und ich kann mich dem Rat, sie von jetzt an lückenlos zu sichern, auch nur nochmal anschließen.

    Einmal aus Sicherheitsgründen - wenn sie die Jagd-Gene vom Fox geerbt hat, ist das sonst nämlich nur noch eine Frage kurzer Zeit, bis sie merkt, daß NICHTS auf der Welt so toll ist wie Hetzen. Und das ist sicher nicht das, was du einen klugen Hund auf der Schwelle zum Erwachsenwerden rausfinden lassen möchtest!

    Zum anderen zeigt ja ihre Bravheit im Haus, daß sie auf begrenzte Möglichkeiten genau so reagiert, wie ihr es möchtet: mit Gehorsam. Insofern hast du beste Chancen, daß sie draußen dieselbe Schlußfolgerung zieht und kooperiert, sobald sie nicht mehr tun kann, was sie will - und darauf kannst du dann ein prima Training aufbauen.

    Sicher nicht ganz einfach mit einer solchen Rassenkombination in diesem Alter, aber einen guten Anfang habt ihr drinnen ja schon gemacht - und für draußen auch viel Erfolg!

    PS: Vergiß wirklich die Handschuhe nicht, falls du nicht scharf auf ekelhafte Verbrennungen bist...

    Das ist sicher genau der richtige Weg, und sobald sie verstanden hat, daß sie deine Aufmerksamkeit trotz des Rudels noch bekommt, (also sozusagen überhaupt noch "zählt" und nicht immer nur ihr eigenes Ding machen muß), hast du sie auch bald aus dieser momentanen Resignation gelockt. Dann wirst du auch ihre Aufmerksamkeit zurückkriegen, kannst den Rückruf neu aufbauen und bald wieder mit allen zusammen üben.

    Sicher ein bißchen Extra-Arbeit (und du liest dich, als hättest du wahrlich genug um die Ohren...), aber es klingt doch, als könnte es sich richtig lohnen - also viel Glück für euch alle!

    Ich find's auch toll, wieviele Gedanken ihr euch macht, und auch, was das Bellen angeht, ist ein Sheltie eine viel, viel bessere Wahl als ein JRT oder JR-Mischling.

    Die Shelties, die ich hier kenne, sind eher "gesprächig", richten also das Bellen an ihren Besitzer und lassen sich ganz gut regulieren. Ein JRT ist da eine ganz andere Sache: Der ist über Generationen darauf gezüchtet worden, selbständig in der Arbeit zu bellen (damit jagt er den Fuchs aus dem Bau!), sich darauf zu konzentrieren und nicht davon abzulassen, bis der Job erledigt ist - also notfalls ein unermüdlicher Dauerkläffer. Das war sein Job, das hat er in den Genen, und das in den Griff zu kriegen, kann sehr anstrengend sein. Wenn man das nicht schafft, gibt's einen wirklich nervigen Hund und oft Ärger mit den Nachbarn.

    Insofern habt ihr mit dem Sheltie wirklich eine viel bessere Wahl getroffen - viel Glück bei der Suche!

    Ich find's immer wieder praktisch, wie schnell und gezielt man mit frischem Futter auf Probleme eingehen kann: Ich hatte bis jetzt zwei Junghunde, die mit dem Zahnwechsel schlagartig massives Kotfressen angefangen haben, mein jetziger Terrier sogar Hundekot.

    Reichlich grüner Pansen & UltraSpur, und das Problem, das offensichtlich ein Mangel war, war schnell Geschichte - während eine trockenfütternde Mitspaziergängerin damit heute noch zum Trainer rennt...

    Auch wenn das organisatorisch sehr schwer wird - kannst du nicht doch ab und zu wenigstens einen kleinen Extra-Spaziergang mit dem Goldie einschieben, auf dem ihr euch intensiv beschäftigt?

    Ich sehe hier in der Nachbarschaft, wie viel das nützen kann: Da hat sich der ältere Hund nach dem Einzug des jüngeren auch ein bißchen "verabschiedet". Lange nicht so kraß wie bei euch, aber man merkt schon, daß er sich draußen wesentlich mehr absetzt als früher und eher seinen eigenen Interessen nachgehen möchte. Er gehorcht dabei noch gut, aber die Tendenz ist deutlich.

    Der kriegt dann ab und zu einen Extra-Solospaziergang, reichlich Aufmerksamkeit und Aufgaben, für die er gelobt wird. Dann ist er ein ganz anderer Hund und hat hinterher auch in der Gruppe wieder viel mehr Interesse an seinen Menschen. Also kein Riesen-Aufwand, nur ein bißchen Extra-Aufmerksamkeit, die aber Wunder wirken kann - vielleicht klappt sowas auch bei euch?

    Stellenwert?

    Mein Hund ist mein Hund. Kein "Baby", kein Mensch im Fell, kein Schmusetier, kein zweitklassiger "Ersatz" für irgenwas oder - einfach mein Hund, und als solcher erstklassig. Dadurch, daß es ihn gibt, bereichert er mein Leben, und im Gegenzug hab ich freiwillig die Verantwortung übernommen, seinen Bedürfnissen bestmöglich gerecht zu werden. Er selbst kann (darf!) es schließlich nicht.

    So hat er schon einen hohen Stellenwert, läuft aber in der Praxis eher mit, allerdings in einem Leben, das ich rundum hundefreundlich geplant habe. So ist im Alltag kein großer Extra-Aufwand nötig.

    Daß ich wegen der Hunde sehr viel mehr draußen unternehmen und sogar deutlich sportlicher werden mußte, als ich eigentlich vorhatte, finde ich toll (auch wenn ich da öfter mal stöhne...): So muß ich tun, was auch für mich gut ist, was ich ohne Hund oft nicht täte - und dann macht es eigentlich jedes Mal eine unverhoffte Freude.
    Gestern zum Beispiel: Da wäre ich wg. Mistwetters alleine nicht rausgegangen - aber beim Laufen in der Feldmark hat Jungterrier dann angesichts von vier (!) in nächster Nähe wegsprintenden Rehen brav offline "Sitz!" gemacht - und darüber war ich den Rest des Tages total glücklich. Verrückt, aber wunderschön - und vermutlich der Sinn der Hundehaltung?

    Wenn man Sinn für sowas hat, ist absolut kein Verbiegen dabei: Ich hab's ja so gewollt und hätte mir jederzeit auch einen weniger anspruchsvollen Hund aussuchen können.

    Im Alltag also paßt der Hund sich weitgehend mir an und ich komm ihm dafür möglichst weit entgegen. Es gibt aber Zeiten, in denen der Hund Top-Priorität hat, also allen anderen Freizeitbeschäftigungen vorgeht: etwa Welpenaufzucht oder Krankheit. Da würde ich nicht nur sehr viel geben und auf vieles verzichten, ich hab's schon mehrfach getan.

    Aber auch das war absolut kein Verbiegen, sondern einfach die selbstverständliche Folge dessen, daß ich diese Verantwortung FREIWILLIG übernommen habe.

    Ich hab hier auch schon die zweite Geschirr-Hasserin in Folge. Sie darf mit Halsband laufen, wo immer es geht, ansonsten muß sie da eben mal durch, ohne daß ich irgendeinen Aufstand mache.

    Immerhin vergißt sie das Ganze, sobald sie läuft. Ihre Vorgängerin war von anderem Kaliber: Die schmiß sich nicht nur steigend-rückwärts in die Leine oder einfach auf den Boden, sobald sie einen Riemen um den Körper tragen mußte, sondern brachte es bei den Modellen mit Riemen zwischen den Vorderbeinen glatt fertig, einen ganzen offline-Spaziergang lang immer wieder ein Vorderbein klagend in die Luft zu strecken und dreibeinig zu hüpfen - der Inbegriff der gequälten Kreatur.

    Die trug eben Halsband und war fortan zufrieden. Nur sobald sie das superleichte, weiche Auto-Sicherheitsgeschirr tragen mußte, ließ sie sich 1. erstmal nicht einfangen, obwohl sie brennend gerne rauswollte und verlangte dann 2. dringend ihren Anwalt oder PETA zu sprechen, sobald sie das Ding anhatte - der Blick sprach BÄNDE!