Was übrigens Leptospirose angeht: das lasse ich hier tatsächlich in ganz kurzen Abständen (es ist, glaube ich, ein halbes Jahr?) nachimpfen. Ursprünglich, weil wir hier in der Innenstadt ein chronisches Rattenproblem haben, der Terrier als Terrier nun mal ständig mit der Nase an den Spuren ist und erst vor zwei Monaten eine zur Strecke gebracht hat.
Ich habe Gott, meiner Tierärztin und der chemischen Industrie für die Übervorsicht gedankt, als hier in Revier eine Tierschützerin der Marke "Ich weiß alles besser als alle Tierärzte und Chemie ist immer böse!" umging, ich denke, den Typ kennt jeder. Deren Hund baute wochenlang schrecklich ab, wurde immer kränker, schleppte sich aber bis fast zuletzt durchs vielfrequentierte Spazierengehgebiet, ohne Leine und mit Kontakt zu so ziemlich jedem Hund hier. Während Frauchen auf die teuren, unfähigen Tierärzte schimpfte, die nicht rausfanden, was los war.
Dann war er weg, wie sich später zufällig rausstellte, in der Klinik elend eingegangen an Leptospirose. Und, es mag ein Zufall gewesen sein: genau um diese Zeit erwischte die auch mehrere andere ungeimpfte Hunde, die im selben Umfeld spazierengingen. Die haben zwar alle überlebt, aber teilweise nur nach ziemlich schwerer Krankheit.
Seitdem gehe ich mit dem Impfschutz nochmal weniger Risiken ein. Die ständigen Kontakte auf engem Raum können wir nicht vermeiden, schon, weil uns einige besonders nette Halter die Hunde buchstäblich durchs Gartentor pinkeln lassen - und man weiß einfach nie, wer da gerade mit was im Gepäck unterwegs ist. Da bin ich wirklich heilfroh und dankbar dafür, meinem Hund wenigstens einen gewissen Grundschutz bieten zu können.