Beiträge von terriers4me

    Für mich zählt das Äußere neben den Eigenschaften des Hundes sehr wenig. Meine tollste Hündin ever war alles andere als eine Schönheit, ich träum immer noch gern von riesig & schwarzmarken - und neben mir sitzen sieben Kilo Weiß.

    Auf ein äußeres Merkmal achte ich allerdings inzwischen tatsächlich: auf ein trimmbares, wetterfestes, dreckabweisendes Drahtfell, das ist einfach so wunderbar alltagstauglich.

    Bei der Salzteig-Geschichte (wie gut ,daß das gut ausgegangen ist!!) fällt mir immer die Hündin meiner Freundin ein, die es geschafft hat, in Rekordzeit ein ganzes Blech mit Hefeklössen zu leeren, die zum Aufgehen auf der Küchenanrichte standen.

    War natürlich absolut unkomisch, mit dem rasant zu Schildkröten-Proportionen aufschwellenden Hund, der buchstäblich zu platzen drohte, Hals über Kopf zur TiHo zu rasen, aber gottseidank hat sie's schadlos überlebt - und später konnten wir auch drüber lachen...

    Was das Fressen angeht, kann ich mich nur den Vorschreiberinnen anschließen: Aas und Sch*** jeder, wirklich jeder Art. Unglaublich, was sich so alljährlich rund ums Schützenfest finden läßt! Unvergeßlich etwa die in grünliche Verwesung übergegangene, halbflüssige Tombola-Leberwurst, die ich einem meiner Hunde gerade noch rechtzeitig aus dem Fang ringen konnte.

    Meine jetzige Junghündin bringt noch eine besondere Note ins Sammelvergnügen: Sie hält fette Nacktschnecken für DAS Terrier-Kaugummi, hamstert sich gern im Dunkeln im Garten die Backen voll - und spuckt die angekauten Dinger dann aus, wenn sie allzu heftig schleimen. Immer genau da ins Haus, wo ich garantiert reintrete.

    Nachdem mir das mehrmals auch barfuß passiert ist, wär's mir fast lieber, sie würde die Viecher fressen....*börks*

    Ich hab's auch schon gemacht, und ich würde es unter denselben Bedingungen jederzeit wieder tun: Mein früherer, damals sehr junger Russell war von einigen mit Vollgas anstürmenden, fröhlich auf ihre fünf Kilo eintrampelnden Tutnixen derart genervt, daß sie anfing, aggressiv zu reagieren.

    Die Besitzer - und es waren IMMER nur dieselben unter vielen netten, vernünftigen Leuten & Hunden! - zu bitten, ihre Hunde ein bißchen zu regulieren, war völlig sinnlos, da kam nur (oft aus weiter Entfernung) das berühmte: "Stellnsesichnichsoan, das regeln die schon alleine!"

    Irgendwann war ich dann so genervt, daß ich angefangen habe, Nachbars Airedale-Hündin mit in den Wald zu nehmen. Die war zwar brav, aber jederzeit für eine schöne Klopperei zu haben, wenn ihr die angeboten wurde. Wohlgemerkt: Kein Beschädigungsbeißen, sie drehte einen sie (oder eben die Lütte) bedrängelnden Hund nur mit viel Getöse auf den Rücken und ging dann ihrer Wege.

    Fortan hab ich bei Hundesichtung die Kleine weiter angeleint, den Airedale aber frei bei Fuß gehen lassen, und wenn trotzdem einer zu wüst angetobt kam, regelten die das alleine - und wie!

    Gab zwar nie einen Kratzer, aber einige ziemlich aufgelöste Besitzerinnen, und war letztlich ein voller Erfolg. Es war wirklich verblüffend zu erleben, wie zivilisiert sich manche Hundehalter(innen) plötzlich benehmen konnten, wenn der Bodyguard mit von der Partie war...allein unterwegs mit der Kleinen hätte ich das nie vermutet!

    wooni, danke für diesen Thread, und den anderen: danke für die vielen Antworten!

    Jungterrier gehört auch zu den Hunden, für die die "Mit dem Bauch in Pfütze/Sumpf/Bach-Schmeiß"-Saison dauert, bis sie nicht mehr durchs Eis kommen. Letztes Jahr hab ich sie da sorg- und folgenlos machen lassen, inzwischen ist sie aber von der ***kastration so gut wie nacktbäuchig. Da hatte ich schon ein bißchen Bammel vor der Kälte, zumal sie nicht schwimmt, sondern sich nur wie ein platter Frosch auf den Bauch klatscht und gern auch mal bißchen wälzt.

    Aber da die Nacktbauch-Fraktion hier ja offenbar trotz der Kahlstellen keinen weiteren Schaden nimmt, werd ich die Entscheidung getrost auch weiter dem Hund überlassen. Rumrasen tut sie ohnehin ständig, und abgetrocknet sind oben rauh und unten nackt zuhause ja blitzschnell.

    Vielen Dank nochmal, vor allem vom Hund - und allen weiter viel Wasserspaß!

    Darf ich mal eben aus dem "auf den Arm nehmen"-Thread zitieren?

    So haben wir das geregelt, wenn's mit Halter zu Halter-Höflichkeit nicht klappte:

    Ich hab mir zu meinem jungen Russell, den das ewige "die regeln das schon alleine" mit wüst anstürmenden Großen zunehmend aggressiv machte, einfach Nachbars ziemlich griffigen Airedale zum Spazierengehen ausgeliehen.

    Dann regelten die Terrier das notfalls wirklich alleine. Und DIESELBEN Leute, die alle meine Bitten um etwas Rücksicht grinsend abgefertigt hatten (siehe oben: Die regeln das...etc), konnten ihre Hunde plötzlich sowas von super kontrollieren oder sogar vorsorglich anleinen. Meine gingen dann natürlich auch erstmal bei Fuß, bis man sich geregelt begegnete - oder eben nicht.

    Fortan lief's dann zivilisiert ab, und alle kamen bestens klar - irgendwie erstaunlich...*g*

    @ Hecuda,

    paß bloß auf, daß dich nicht mal jemand beim Wort nimmt!

    Ich konnte auf einem Spaziergang genau diese Art von Sprüchen mal so absolut nicht mehr hören, daß ich meinen Hund dann einfach zu einer netten Begrüßung abgesetzt habe - und dem Besitzer des anderen Hundes erst nach der großen Schnüffelei erzählt, daß der Terrier gerade einen bösen Zwingerhusten überstanden hatte und nur auf dem Arm gewesen war, weil ich absolut sichergehen wollte, daß er niemanden ansteckte.

    Nicht nett, ich weiß, aber manchmal geht einem diese Einmischerei anderer HH einfach derart auf den Zeiger...kann man nicht leben & andere leben lassen?

    @ Gaby

    Ist das nicht immer wieder verblüffend? Ich hab mir zu meinem jungen Russell, den das ewige "die regeln das schon alleine" mit wüst anstürmenden Großen zunehmend aggressiv machte, einfach Nachbars ziemlich griffigen Airedale zum Spazierengehen ausgeliehen.

    Dann regelten die Terrier das notfalls wirklich alleine. Und DIESELBEN Leute, die alle meine Bitten um etwas Rücksicht grinsend abgefertigt hatten (siehe oben: Die regeln das...etc), konnten ihre Hunde plötzlich sowas von super kontrollieren oder sogar vorsorglich anleinen. Meine gingen dann natürlich auch erstmal bei Fuß, bis man sich geregelt begegnete - oder eben nicht.

    Fortan lief's dann zivilisiert ab, und alle kamen bestens klar - irgendwie erstaunlich...*g*

    @ sariundspike

    GANZ genau so! So hab ich das anno dazumal als obersten Hunde-Knigge auch noch gelernt, und das waren die problemlosesten Ausgehzeiten.

    Übrigens auch die (um an einen anderen Thread anzuknüpfen), in denen man einen gut erzogenen Hund auch noch überallhin mitnehmen konnte, ohne "diskriminiert" zu werden - ob sowas vielleicht doch mit einem bestimmten Level an genereller Rücksichtnahme zu tun hat...?

    Jedenfalls muß ich gerade sehr über den Gedanken grinsen ,wie sehr ich zeitweise mit meinem stoffwechselkranken, frisch blinden Terrier ins Klischee gepaßt haben muß: kleiner weißer Hund mit Mäntelchen wird sofort hochgehoben, wenn Fiffi doch bloß mal Hallo sagen kommt...immer diese albernen Kleinhundebesitzer!