Beiträge von terriers4me

    Vielleicht, weil meine arme Hündin nach der ersten/letzten Chappi-Portion ihres Lebens Höllendurchfall gekriegt und einen fiesen, dauerhaften, rotbraunen Farbstoff-Fleck auf den Fußboden gek*** hat...? *g*

    Nein, im Ernst: Keine Ahnung, wann & warum das vom Markt verschwunden ist - ich habs seit diesem unfreiwillig dramatischen Tierversuch von anno dazumal nie wieder gefüttert.

    Mein Hund zieht übrigens totes Tier nicht nur im Magen, sondern auch als Freizeitmode eindeutig allem anderen vor.

    Ich hab hier eine unfreiwillige Versuchsanordnung: zwei ansonsten fast identische Geschirre. Eins aus weichem Leder, das andere ein gepolstertes Gurtbandgeschirr einer recht hochpreisigen Marke.

    Leder läßt sie sich ruhig & erwartungsvoll anlegen, nehme ich aber ausnahmsweise (wenn's zum geliebten Bade/Schlammwälzspaß geht) das Kunstfasergeschirr vom Haken, ist Hund sofort weg, läßt sich nur mit viel Überredung anziehen und schüttelt & kratzt sich unterwegs immer wieder.

    Für mich eindeutiges Votum. Insofern geht's, sobald Jungterrier richtig ausgewachsen ist, für ein alltagstaugliches Maß-Ledergeschirr zum Sattler. Da sowas, siehe oben, deutlich länger lebt als ein Hund (bei Freunden trägt dasselbe Ledergeschirr inzwischen der dritte Hovawart) und vom Benutzen nur besser wird, dürfte es übrigens nicht nur im Tragekomfort, sondern auch in der Öko-Bilanz meilenweit vor allen Kunststoffen liegen.

    Ich kann mir überhaupt nichts anderes als schönes, weiches Leder in der Hand/am Hund vorstellen. Nylon oder Gurtband finde ich dagegen unangenehm hart und kantig. Neoprene geht so eben noch bei der Schleppleine, aber schön und "führig" ist was anderes: eben Leder.

    Meine älteste, simple Lederleine ist über Dreißig und nach hartem Allwetterdienst immer noch top. Ich fette die Leinen so roundabout zweimal im Jahr mit gutem Leder(Sattel-)öl, das ist alles.

    Neue Leinen & Halsbänder leg ich einmal über Nacht in Sattelöl oder in Ballistol ein und wische das überständige Fett ab. Dann sind sie weich & wetterfest & leben wirklich ewig.

    Man weiß übrigens nie, wozu die nervige Mäusejagd gut sein kann. Meine vorherige Hündin ist ja, im besten Terrier-Alter, innerhalb von 4 Wochen erblindet und war danach natürlich völlig verstört und deprimiert.

    Mäuse kriegt man aber auch nach Gehör, wenn man fleißig übt, und beim Bau-Buddeln ist's ohnehin dunkel. Sobald sie das 'raushatte, mochte sie plötzlich wieder spazierengehen, und das Leben war gut. In jeder Beziehung übrigens: Diese Art von Natur-Barf vertrug sie trotz massiver Leberprobleme bestens, und Futtermäkelei war da auch kein Thema mehr...

    Wildbegegnungen generell sind bei uns auch überhaupt nie ein großes Problem gewesen, sobald der jeweilige Terrier aus dem allerersten "Ich verfolg alles, was sich rührt"-Alter raus war.

    Daß "Großwild" tabu ist, lernen die schlauen Viecher eigentlich schnell, auch wenn man natürlich in der wilden Jugend noch höllisch aufpassen muß - aber das lernt man ja.

    Nur das kleine, flitzige Viehzeug, so vom Eichhörnchen abwärts - da rasen dann echt die Gene. Aber das finde ich auch legitim, wenn's kontrollierbar bleibt - ich wollte ja einen Terrier!
    (Unter anderem deshalb, weil ein Hund, der noch zusätzlich die Arbeit einer Katze erledigt, in Stall & Garten sowas von praktisch ist!)

    Ich glaube, häusliche Kleintiere ändern bei diesem Superjäger-Typ eher wenig. Meine schärfste Mäusejägerin ließ daheim seelenruhig das Streifenhörnchen auf sich rumturnen.

    Draußen war das echt ein anderes Kapitel, und wenn du, wie die TS, sowas auch noch im Doppelpack erwischst, brauchst du schon starke Nerven...

    Hallo Snoopy,

    du hast TERRIER, für die ist jetzt eben Erntezeit, und da mußt du durch als Besitzer - du wolltest ja schließlich einen Terrier(mix)...*ggg*

    Also 1. mein herzliches Mitgefühl, das kenn ich nur zu gut, und manchmal könnte man dabei echt würgen - aber wir wollten ja schließlich Nagerfang-Profis, sonst hätten wir keine Terrier(mixe)!

    und 2. war's bei meinen immer sehr hilfreich, sie Mäuse geregelt jagen zu lassen, also mit ausdrücklicher Freigabe, aber auch gnadenlos konsequent durchgesetztem Abbruchkommando. Dann wissen sie, sie kriegen bestimmt irgendwann ihren artgerechten Spaß, müssen nicht auf Teufel-Komm-Raus jede Chance wahrnehmen und bleiben mir gegenüber sehr aufmerksam - sie wollen ja die Startfreigabe nicht verpassen!

    "Raus da" haben wir übrigens vom ersten Tag an geübt und benutzt, immer dann, wenn Welpi im Garten ins Beet latschte, das hat sich bald gut für Felder, Waldränder, Koppeln etc. generalisieren lassen.

    Ansonsten: Tief durchatmen & sich über so viel professionellen Eifer freuen, auch wenn's schwerfällt - du wolltest schließlich...du weißt schon...*g*

    Hallo Lololein,

    ich hab's genauso gemacht, Hund war die Woche über mit mir in der fremden Großstadt, übers WE waren wir in ihrem gewohnten Zuhause bei meinen Eltern. Ist absolut super gelaufen, allerdings habe ich den Hund in der fremden Umgebung fast immer bei mir gehabt, von der Uni bis zur Party.

    Meine Hündin war dieser nervenstarke, ruhige Typ, und die hat es von Anfang an geliebt, überallhin mitzukommen - schließlich kriegte sie immer viel Aufmerksamkeit. Bei Stadtkleidung/Aktentasche hat sie sich weitaus mehr gefreut als bei den Spazierengehklamotten.

    Für uns war's toll - aber ich würde es davon abhängig machen, inwieweit mich der Hund wirklich im Alltag begleiten darf. Müßte er viel allein sein, wär er sicher bei deinen Eltern besser aufgehoben.

    Ich weiß natürlich nicht, wie's heute ist mit Hund-Mitnehmen in die Uni. War damals offiziell schon verboten, aber bei einem gut erzogenen Hund wurden netterweise alle Augen zugedrückt.

    Viel Glück für euch beide!

    Hier ist noch eine - offenbar schon überflüssige *g* - Fan-Stimme für den Großpudel. TOLLE, TOLLE Hunde für deinen Zweck!

    In unserer Nachbarschaft wohnt eine leberfarbene, sehr gut erzogene GP-Hündin, und die ist einfach nur ein Traum mit Kindern, in jeder Alltagssituation & auch sonst. Eine Haken hat sie allerdings: Sie wildert so extrem (trotz jahrelangen, sachkundigen Trainings!), daß sie draußen nicht von der Schleppe kann. Was in der Schule allerdigs egal wäre, aber wissen sollte man's besser.

    Das scheint, wie die Besitzerin später herausfand, nicht ganz selten und so ein bißchen die verschwiegene Großpudel-Schattenseite zu sein: einige schlagen unvermutet heftig aufs Jagdhund-Erbe zurück. Da solltest du "deinen" Züchter vielleicht besser gezielt ausfragen.

    Ansonsten wirklich ein Traumtier - einen so kultivierten, gelassenen, aber trotzdem total aufgeschlossenen und fröhlichen Hund hab ich selten irgendwo getroffen.

    Daumen gedrückt, daß du auch sowas Tolles findest - viel Glück!

    Eine Vorsorge habe ich tatsächlich bei jedem Hund von Anfang getroffen: die Vereinbarung, daß unsere TÄ im Fall des Falles jederzeit kommt, um den Hund zuhause einzuschläfern. Darauf kann ich mich verlassen, und das ist erstmal alles,was ich brauche.

    Alles andere lasse ich auf mich zukommen: ein Hund ging auf Bitten der behandelnden Tierärzte in die Pathologie, die anderen habe ich im Garten begraben.

    Es kommt ohnehin meist alles ganz anders, als man denkt - und ich wünsche dir lange viel Freude am lebenden Hund!