Beiträge von terriers4me

    Been there, done that, und weißt du was: Ich vermisse meinen toten Hunde immer noch entsetzlich, den letzten so, daß es fast körperlich weh tut - aber deshalb habe ich kein Stück weniger Freude an dem, der mich jetzt begleitet. Sobald du dir klar machst, daß der Schmerz einfach der Preis für alles ist, was du Tolles bekommen hast, hat er seinen Platz und seine Berechtigung - und kann dich weiter begleiten, ohne die neue Verbindung zu stören. Dann brauchst du auch weder dem toten noch dem lebendigen Hund gegenüber ein schlechtes Gewissen zu haben.

    Ist doch gerade das Tolle, daß ein neuer Hund dir auch ganz viel Neues mitbringt. Solange man dafür offen bleibt, ist doch alles gut - oder vielmehr: wird es mit der Zeit. Und das Vergleichen finde ich total interessant und mach es ständig - einfach, weil es immer wieder faszinierend ist, wie verschieden Hunde-Individuen sein können.

    Solange man nicht da landet, wo Nachbarn gelandet sind: da bekam der neue Hund den Namen des Alten, sollte eine Kopie werden, wurde esnatürlich nicht und über ein langes Hunde-Leben hinweg hieß es ständig: "Die alte war aber besser!"
    Das fand ich schon grenzwertig....aber das wird euch sicher nicht passieren!

    Wart mal ab - Erwachsenendasein kann durchaus auch bedeuten, daß die Viecher nur ihre Technik verfeinern, so nach dem Motto: "Warum Ärger riskieren, wenn's doch auch hintenrum geht?"

    ...und wenn du DAS dann auch noch vorhersiehst, hat dein Terrier dich allmählich richtig gut trainiert, und du willst nie wieder was anderes....

    tja - und während ich hier salbungsvolle Worte getippt habe, hat Fräulein Terrier heimlich, still und leise eine Stange Lakritzbonbons samt Papier (weiß der Geier, wie sie da drangekommen ist, soweit ich mich erinnere, lagen die ziemlich hoch!) durchgekaut und einmal quer durchs Haus auf den Fußboden gespuckt - ich bin eben SOWAS von klebengeblieben!

    Aber ich wollte ja einen Terrier, ich wollte einen Terrier, ich wollte....und so weiter....

    Liquid sky,

    tut mir leid, daß es gleich so dick für euch kommt und du alle Terrier-Jungflegelprobleme auf einmal geliefert kriegst. Meine junge Hündin hat eigentlich überhaupt keine Probleme gemacht - eben mit Ausnahme der Leinführigkeit, aber: Das ist auch nicht mein erster Russell-Teenie.

    Ich erinnere mich jedoch noch allerbestens ,wie sehr mich diese unglaubliche Verbindung aus Schlauheit und Blitz-Reaktionsvermögen in der Jugend ihrer Vorgängerin manchmal überfordert hat.

    Was die so in Nanosekunden anstellte, hatten mir die Großen vorher nie geboten, und ich hatte noch nie so sehr das Gefühl, daß ich diesmal an einen Hund geraten bin, der mir total über ist. Manchmal wußte ich echt nicht mehr, ob ich vor Lachen oder vor Wut Tränen in den Augen hatte! Meist war's aber doch vor Lachen, weil der Köter so unglaublich charmant war.

    Letztlich wurde es der tollste Hund, den ich je hatte, und irgendwann verstand ich dann auch gar nicht mehr, wie ich es vorher immer mit den langweilig Braven ausgehalten hatte. Wir drücken also Daumen und Pfoten ,daß es mit Fiete langfristig auch so glatt läuft - süchtig machen die Viecher ja sowieso...

    Ein sehr bewährtes Mantra hätte ich da schon mal anzubieten, das leistet mir seit langem beste Dienste, wenn ich den *** am liebsten an den nächsten Baum tackern würde: "ICH WOLLTE einen Terrier, ichwollteeinenterrierichwollte...."

    Da kann man ja bestens alternativ "Welpen" einsetzen.

    Und Trost gibt's tatsächlich auch: Nachdem ich mehr als ein Jahr lang an meinen Hundeführer-Qualitäten schier verzweifelt bin, ist Jungterrier mit anderthalb plötzlich leinenführig - aber wie! Nix anders gemacht als all die Monate vorher - aber die letzten drei Tage ist offenbar ganz plötzlich eine größere Menge Hirn vom Himmel gefallen.

    Seitdem glaub ich wieder an Wunder, wünsche euch auch eins davon - und vergeßt nie: IHR WOLLTET einen jungen Hund!.....*ggg*