Beiträge von terriers4me

    Das ist leider eine Frage, die schlicht nicht beantwortbar ist: Das typische an Mixen ist ja gerade, daß man NICHT weiß, was da durchschlägt und daß alles möglich ist.

    Zudem gibt es Russells noch in drei Haartypen, smooth, broken und rough, die übrigens alle gleichgut im Haaren sind, nur das broken & rough sich trimmen lassen. Nicht einmal bei einem reinrassigen Wurf weiß man vorher, welches Haar aus einer Paarung kommt - bei einer Mischung entsprechend noch sehr viel weniger.

    Abgesehen von allen anderen Problemen, vor die euch ein Hund stellen kann, der auf der einen Seite von einem Hochtemperaments- und Hocheistungsjäger abstammt: Wenn da auch nur im Entferntesten die entsprechenden Russell-Gene durchkommen, dürfte das Tierchen rund ums Jahr haaren wie verrückt. Sicher besonders ansprechend, wenn es dazu auch noch Yorkie-Fell mitbringt....

    Wenn ihr Gesäuge zwei Wochen nach der Läufigkeit schon so angeschwollen ist, kann das doch nicht schon die Scheinschwangerschaft sein? Da entwickelt sich das Gesäuge doch erst auf den imaginären Wurftermin hin, also zweite Hälfte "Trächtigkeit" bis etwa zum 63. Tag nach Läufigkeitsende?

    Ich will dir wirklich keine Panik machen, zumal du ja schon tust, was du nur kannst, aber schlapp wirkende Hündin, so schnell geschwollenes Gesäuge plus Ausfluß, Dauerpinkeln plus anhaltendes Rüdeninteresse - das würde mir echt keine Ruhe lassen. Du hast die Kleine ja nun gut im Auge - wenn dir in Zukunft irgendwas nicht ganz geheuer ist, und sei es bloß dein eigenes blödes Gefühl, besteh bloß auf einem Ultraschall. Da siehst du wenigstens genau, ob Flüssigkeit da ist, wo sie nicht sein sollte.

    Alles Gute für euch beide!

    Soweit ich das verstanden habe, ist das Problem, daß bei einer geschlossenen Entzündung im Anfanggstadium die Leukos noch nicht unbedingt erhöht sein müssen - der Bluttest da also nicht hundertprozentig zuverlässig ist.

    Was das Leiden an Scheinschwangerschaft angeht: zwei meiner Hündinnen hatten da nie mehr Probleme als um den Wurftag geschwollenes Gesäuge, was aber mit weniger Futter & mehr Ablenkung/Bewegung kein Problem war.

    Die dritte bekam regelmäßig Milch, wurde ums Wurfdatum sehr unruhig und hatte in späteren Jahren ein so dickes Gesäuge, daß es ein paar Tage gekühlt werden mußte. Die wäre, wenn überhaupt, sicher die Kastrations-Kandidatin der drei gewesen, aber damals war Hündinnen-Kastrieren noch sehr unüblich, und es gab von TA höchstens den Rat: "Lassen Sie sie mal Junge kriegen..."

    Hallo Luna,

    scheinschwanger werden sie alle, insofern sagt ein Bluttest darüber absolut nichts aus - ABER: Meine Hündin hatte trotz beginnender Gebärmutterentzündung lange völlig normale Blutwerte. Daß da trotzdem was Ernstes vorging, war nur auf dem US zu sehen, der dann die Flüssigkeit in der Gebärmutter deutlich zeigte. Und äußerlich zu merken war, wie gesagt, nur das anhaltende Interesse der Rüden - was ich bei "nur" scheinschangeren Hündinn in mehr als zwanzig Jahren nie erlebt habe.

    Insofern würde ich ohne Ultraschalluntersuchung(en) ganz sicher keine so schwerwiegende Entscheidung treffen - und wünsche euch auf jeden Fall viel Glück!

    Unser alter Rüde hat neun Jahre mit seiner Mutter zusammengelebt. Als die alte Hündin gestorben ist (zuhause, an Herzversagen), hat er Sekunden, nachdem sie zusammengebrochen war, die Schnauze hochgereckt und neben ihr ein endlos langes "Wolfsgeheul" angestimmt, das einzige Mal in seinem Leben. Das klang schon schaurig, aber irgendwie auch sehr passend. Und damit war der Abschied für ihn erledigt.

    Anschließend ist er nämlich aufgelebt, aber wie! Paßt vielleicht nicht ins rührende Bild, aber der Hund war so sichtbar erleichtert, nicht mehr die ewige Nummer Zwei zu sein, alles für sich zu haben, ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen, daß er ganz schnell wesentlich "jünger" und fröhlicher geworden ist. Von irgend etwas, das man als Trauer hätte bezeichnen können, war da absolut keine Spur - außer in diesem kurzen Abschiedsmoment. Danach ist er schlicht und einfach zur Tagesordnung übergegangen, sprich: Er hat das Selbstverständliche wirklich selbstverständlich genommen.

    Würde ich meinen Hund auf frischer Tat ertappen, würde es krachen, aber heftigst - Jagen im Haus ist eins der ganz großen TABUS.

    Käme ich zu spät dazu, wäre ich außer geschockt auch schrecklich sauer auf mich selbst, würde in Ruhe eine Runde heulen und wenigstens versuchen, den Hund meinen Zorn nicht spüren zu lassen - einfach, weil's zu spät ist.

    Wie's mit anderen Hundetypen aussieht, weiß ich nicht, aber Katzen und Terrier würde ich übrigens neverever zusammen alleine lassen. Vor allem dann nicht, wenn sie "befreundet" sind, einfach deshalb, weil ich zu oft erlebt habe, wie schnell dieser Hundetyp beim Spielen überhitzt und, wenn man nicht eingreift, in Sekundenbruchteilen ins Jagdverhalten kippt. Da hätte die arglose Katze schlicht keine Chance mehr.

    Ist im Bekanntenkreis vorgekommen, Kater & Russell haben neun Jahre lang gespielt sogar das Körbchen geteilt. Eines Tages lag der Kater beim Nachhausekommen totgeschüttelt (also ohne äußere Verletzungen - muß blitzschnell gegangen sein) auf dem üblichen "Spielplatz", und der Hund hat seinen Kumpel noch tagelang überall gesucht. Das war so schrecklich - darauf würde ich's nie ankommen lassen.

    Pardon - aber was hast du denn erwartet, wenn du einen halbwüchsigen Hund mit Tieren alleinläßt, die (klein, pelzig, huschig)so perfekt ins Beuteschema passen?

    Bei allem Verständnis für deinen Schock aber: Entweder du hörst auf, den Hund derart zu vermenschlichen, verabschiedest dich von diesen "wir haben uns alle lieb"-Erwartungen, akzeptierst das Geschehene als bitteres Lehrgeld für DEINEN Fehler und trennst Hund und Schweinchen fortan.

    Oder du gibst das "Untier" wirklich lieber beizeiten ab. Ein Hund wird es nämlich bleiben, selbst wenn du noch so viel menschliche Moral erwartest, und da ist beiderseitiger Frust vorprogrammiert.

    Und ja - ich weiß genau, wovon ich da rede. Ich hab lange sehr jagige, professionell mäuse- und rattenfangende Terrier im Haus mit Kleintieren zusammengehalten, zeitweise sogar mit einem selbstgezogenen, superzahmen, freilaufenden (!) Streifenhörnchen (!!).

    Unfallfrei übrigens - aber da hätte ich auch nach jahrelangem Zusammenleben NIE erwartet, daß mein Hund moralisch handelt, sondern habe lieber selber aufgepaßt!