Beiträge von Phantomaus

    Ich wohne zwar außerhalb, habe aber mein Büro in der Innenstadt und gehe die (kurze) Mittagsrunde durch eng besiedeltes Gebiet.

    In den Nebenstraßen gibt es hier den hübschen Trend, dass städtische Bäume von den Anwohnern mit selbst gepflegtem Grün verschönert werden. Die gehen natürlich nicht als Pipistelle.

    Die nicht verschönerten Bäume werden genutzt, um Fahrräder dranzuketten. Geht nicht als Pipistelle, jedenfalls nicht für Rüden. Mit 'ner Hündin hat man da manchmal noch 'ne Möglichkeit.

    Rabatten im Mini-Park 300 Meter weit weg: Mmh. Auch nicht wirklich.

    Die schäbige Stelle hinter dem Trafo-Häuschen: Wäre optimal, aber da pinkeln auch Obdachlose hin und das Stück betritt man besser nicht, wenn man seinen Verstand beisammen hat.

    Ich sehe ein, dass die Lage in der Innenstadt pipitechnisch vertrackt ist. Die meisten Hunde entscheiden sich hier für den Gestrüppstreifen rings um den eingezäunten Kinderspielplatz. Viel anderes bleibt ihnen auch nicht übrig.

    Meine Hündin pinkelt meistens in den Rinnstein. Hat sie selber so beschlossen, also bitte keinen Fragen, wie ich ihr das beigebracht habe. Auch dafür habe ich mir schon was anhören müssen, sowohl negative als auch positive Kommentare.
    Optimal wäre es, wenn sie direkt in einen Gulli strullen könnte, aber das hat noch nie geklappt.

    Haben sie Dich auch in die Königsdisziplin der Essenslieferanten- Obedience eingeführt? So schnell sein, dass man nicht mal den Körper anhebt, sondern nur noch das Maul öffnet?

    Wow, Eure sind da schon weiter. Meiner ist immer noch auf dem Trainingsniveau "im Liegen wedeln, so dass ein klopfendes Markergeräusch entsteht, um den Menschen in der Verhaltenskette zu bestätigen".

    Es ist aber möglicherweise geschädigt, wenn man dieses Klopf-Geräusch mit der Hand auf dem Sofa imitiert, um dem Partner am Kühlschrank zu signalisieren, dass man selber auch was möchte. Stehe ich auch nicht für auf. :winken: Aber unaufgefordert klappt noch nicht...

    Seit einger Zeit beobachte ich in den dicht besiedelten Wohnstraßen in der Innenstadt auch einen netten Gegentrend, der gut funktioniert und sich immer weiter ausbreitet: Jede Menge städtische "Baumscheiben" sind von Anwohnern gekapert und begrünt und beblüht worden.

    Was für ein beachtliches Engagement das ist, ist mir erst aufgefallen, als ich neulich jemandem beim Gießen beobachtet habe. Es ist ja viel anstrengender, in der Stadt täglich zwei, drei volle Gießkannen aus dem dritten Stock runterzuschleppen als im eigenen Garten mal eben den Sprenger anzumachen.

    Mein Hund haart momentan stark. Sie ist ein Labrador, deswegen kann sie nichts dafür. Aber es wäre nicht nötig gewesen, sich im Cafébereich beim Bäcker erst zu kratzen und dann noch zu schütteln.

    Bei dem Sonnenschein aktuell sah man sehr deutlich eine Million Haare einzeln in alle Richtungen fliegen. Alle Umsitzenden haben gelacht, aber die werden sich noch wundern, wie lange sie in ihrem Kleiderschrank noch gelbe Haare finden... Ich hätte fast ’ne Lokalrunde frischen Kaffee ausgegeben, aber die Leute meinten, das wäre nicht nötig. Die hatten wohl alle ihre Brille nicht auf.

    Heute beim Bäcker war's irgendwie traurig bemerkenswert. Die haben da eine Neue, tierlieb wie alle dort. Hat einen Malteser zu Hause.

    Heute hat sie mich gefragt, was so ein Labrador denn kosten würde. Ich mache einen Witz, dass man die Kosten halbieren könnte, wenn man jedem erlauben würde, sie zu füttern, weil das Futter ganz schön ins Geld geht. (Beim diesem Bäcker wollen immer alle Angestellten Leckerchen geben - was ich nicht erlaube, weil mein Hund dann sofort frech wird.)

    Sie: "Nein, ich meine, was hat die beim Kauf gekostet?"

    Ich: "Ach so. Im Tierheim waren das 350 Euro. Aber ich glaube, die haben einen Aufschlag genommen, weil sie so hübsch ist. Beim Züchter werden Labbis wahrscheinlich das Gleiche kosten wie Malteser - man zahlt ja keinen Kilopreis!"

    Sie: "Ich habe für meinen nur 90 Euro bezahlt!"

    Ich: "Joa, bei so 'ner Schutzgebühr kann man ja nehmen, was man für richtig hält!"

    Sie: "Die saß in einer Kiste auf einem Markt in Portugal. Ich hab die gerettet!"

    @Juliaundbalou: Stell doch ein paar Kübelpflanzen oder sogar Pflanzkästen auf die Terrasse. Vielleicht reicht der Platz sogar für Hochbeete?

    Wenn das so eine übertrieben großzügige Terrasse ist, macht das die Fläche wahrscheinlich gemütlicher. Und wenn man ein paar Höhen-/Größen-/Strukturunterschiede in der Sichtachse hat, lässt das einen kleinen Garten optisch auch nochmal interessanter und größer erscheinen. Ganz zu schweigen von dem Mehrwert, den man z.B. mit Tomaten und Co. haben kann. Gut, für dieses Jahr ist es etwas spät, um noch mit Tomaten anzufangen...

    Aber auch hohe Gräser oder blühende Sträucher kommen oft in Kübeln wunderbar zurecht und sehen super aus. Und wenn Ihr irgendwann mal umziehen wollt, kann das eingekübelte Grünzeug mitkommen.

    Ich finde, der Kauf hat sich trotzdem gelohnt. Du hast für vierfuffzich drei superhübsche Pflanzen und eine spitzenmäßige Anekdote bekommen! Ich bin fast neidisch... Okay. Ich BIN neidisch.

    Bei den von mir gebuchten Ferienhäusern stand bisher immer in den AGB, dass ich den Hund nicht in der Wohnung alleine lassen darf. Und dass er nicht aufs Sofa und auf's Bett darf...

    Ich finde das total verständlich - und selbstverständlich, dass man mit beiden Themen verantwortungsbewusst umgeht.

    Aber ob es nun im Vertrag steht oder nicht und ob man sich nun daran hält oder nicht: Für den Vermieter ist das Risiko doch das Gleiche. Und er wird mir größere Schäden, die irgendjemand von uns durch massives Fehlverhalten verursacht hat, in Rechnung stellen. Egal, ob ich das war oder mein Hund.

    Für meine Haftpflichtversicherung macht es allerdings bestimmt einen Unterschied, ob ich oder mein Hund versehentlich was kaputt machen - oder ob ich bewusst ein Risiko eingegangen bin, indem ich mich über Vertragsbedingungen hinweggesetzt habe.