Beiträge von Phantomaus

    Habe gerade mal beim Deutschen Werberat nachgeschaut, weil ich dachte, es gäbe einen Kodex, was an Werbung mit Tieren geht und was nicht. Dass man keine Goldfische im Kugelglas mehr abbildet und so. Gibt's aber nicht.

    Ihr könntet Euch beim Deutschen Werberat dafür einsetzen, dass sowas mit aufgenommen wird.

    @pinkelpischer: Der Produzent/Anzeigenkunde trägt natürlich doch ethische Verantwortung. Der kennt sein Produktumfeld und die Befindlichkeiten der Käufer genau. Der Produzent weiß auch, welche Zutaten was taugen, welches Wirkversprechen nicht eingehalten wird und welche Werbeaussage oder welches Motiv tatsächlich etwas bedenklich ist. Am Ende wird's dann doch gemacht, weil der Markterfolg entscheidet. Und Kunden kaufen erwiesenermaßen alles, wo ein Mops drauf ist. Angeblich war doch dieses Mops-Klopapier ratzfatz ausverkauft... Und nicht, damit es aus den Augen ist. Sondern um es teuer auf eBay einzustellen ;-)

    Ich habe einen Labrador und ich wasche die Decken selten. Sehr selten. Ich staubsauge sie einmal wöchentlich ab, das schon. Aber mehr nicht.

    Hundelose und brutal ehrliche Verwandte haben mir bestätigt, dass es in der Wohnung nicht nach Hund riecht. Im Auto aber durchaus ;-)

    Ich habe auch fast überall Vetbeds, die nehmen scheinbar keinen Geruch an. Wenn der Hund einen Knochen kriegt, lege ich allerdings stattdessen ein altes Handtuch in die Kudde. Das wird sonst eklig, wenn da Fleischsaft und Knochenbrösel im Vetbed kleben. Das Handtuch kommt meistens direkt danach mit den anderen Hundehandtüchern und Putzlappen in die Wäsche.

    Auf der Hundeseite vom Sofa liegt allerdings eine billige Fleecedecke: Die riecht tatsächlich nach ca. einem Vierteljahr erkennbar nach Hund und kommt deshalb alle paar Monate in die Wäsche. Wenn der Hund nass aufs Sofa dürfte, wäre das mit dem Geruch sicherlich schlimmer und ich müsste sie öfter waschen. Aber wer lässt schon einen nassen Labbi auf ein Ledersofa...

    Ich hatte auch so einen hyperaktiven Labbi. Und einen Freund, der konsequent alles anders gemacht hat, als wir es besprochen haben. Der hat sogar ein anderes Kommando für Sitz - als ob er es mit Absicht macht...

    Sowohl Hund als auch Freund sind noch bei mir und es klappt inzwischen total gut. Schön, der arme Hund ist quasi zweisprachig erzogen worden, das wäre nicht nötig gewesen. Aber inzwischen kann sie zu Hause gut zur Ruhe kommen und wenn sie zwei, dreimal am Tag meinen Freund dazu bringt, mit ihr zu spielen, ist das halt so und inzwischen kein großes Ding mehr. Danach geht sie freiwillig wieder in ihr Körbchen und pennt noch 'ne Runde. Also gönne ich den beiden den Spaß.

    Mein Hund kommt inzwischen viel besser damit klar, dass die Welt groß und bunt ist. Sie muss nicht mehr überall gleichzeitig sein.

    Es hat eine Weile gedauert, aber bei uns hat es sehr geholfen, den Proteingehalt im Futter drastisch zu reduzieren. Echte Proteinbombem sind getrocknete Schweineohren, Rinderhaut und sowas. Solche Kauartikel würde ich ganz weglassen.
    Wenn der Hund was kauen MUSS (das baut Stress ab, ist nicht per se verkehrt), dann gib ihm ein Knotentau, eine Holzwurzel oder sowas.

    Wenn der Hund nicht zu dick ist, sollte der Energiegehalt des Futters insgesamt trotzdem einigermaßen gleich bleiben. Achte drauf, ob er mit einem proteinärmeren Futter sein Gewicht hält. Du willst ihn ja nicht aushungern. Wenn es zu wenig ist, kannst Du noch extra Fett und/oder extra Kohlenhydrate dazufüttern. Bisschen gucken, ob der Hund es auch verträgt, aber die meisten Labbis sind da ja nicht so heikel.

    Der Tipp, die Action runterzufahren ist ebenfalls sehr wichtig. Es dauert ein paar Tage, bis das ganze Adrenalin im Hund abgebaut ist. Macht weniger, viel weniger. Seid langweilig! Dem Hund wird es gut tun, mal abschalten zu können, wenn mit Euch eh grade nichts los ist!

    Und wenn er dann mal mental ein bisschen runtergekommen ist, wird es auch mit dem Regeln lernen besser klappen. Aber so lange er noch so überdreht ist, kommt da nix von Deinen Erziehungsversuchen an. Der kriegt das im Moment in seiner Hektik einfach nicht richtig mit...

    Hunde mit unterschiedlichem Spezialgebiet haben jeweils unterschiedliche Herangehensweisen an die Welt. Das äußert sich unter anderem auch darin, wie sehr sie bereit sind, sich am Halter zu orientieren, auf welche Reize sie besonders stark reagieren und was ihnen im Leben wichtig ist.

    Mal so als Beispiel:
    Wenn Du einen typischen Labrador auf einen Kindergeburtstag mitnimmst, wird der versuchen, was vom Geburtstagskuchen zu ergattern.

    Wenn Du einen typischen Bordercollie mitnimmst, rennt der bellend im Kreis um die Kinder rum und versucht, da ein bisschen Ordnung reinzubringen.

    Wenn Du einen typischen Schäferhund mitnimmst, sieht der zu, dass keins der fremden Kinder Dir zu nahe kommt.


    Wenn Du einen typischen Terrier mitnimmst, klaut der den Löffel beim Topfschlagen und gibt ihn nicht wieder her.


    -> Du siehst: Man sollte keinen Hund zum Kindergeburtstag mitnehmen, aber die Gründe dafür sind unterschiedlich!

    ...wenn Du eine Babynachrichtkarte in der Post hast und etwas überrascht bist wegen der Schreibweise des Namens "Conrad". Hatte ja schon vorher gehört, wie das Kind heißt und es in meinem Kopf anders buchstabiert...
    Und wenn Du Dir dann mental vor die Stirn haust und denkst, "Das hätteste echt sofort merken können – ist doch der C-Wurf!"

    Wenn das was Ungewöhnliches oder jemand Fremdes ist, wird der Hund es vor Dir merken. Das Kommando brauchst Du daher nicht ;-)

    Wenn Du das Wachen und Melden gut findest, lob ihn ein paarmal, wenn Du merkst, dass er gerade die Ohren spitzt. Dann läuft der Rest von ganz allein.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es hilft, wenn man selber aufspringt und zur Tür rennt, wenn da jemand ist. Und damit irgendwie Unruhe reinbringt. Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis der Hund von alleine rumbellt, wenn er was bemerkt. Ich habe meinem Hund das Wachen nicht absichtlich beigebracht und habe schon gar kein Kommando dafür. Ich find‘s ein bisschen nervig. Man glaubt gar nicht, wieviele Post- und Paketmenschen jeden Tag vorbeikommen. Und wie oft die Nachbarn Besuch haben. Überleg Dir gut, ob Du das jedesmal wissen willst.

    Deswegen hatte ich mir überlegt, ob diese Übung mit der Flexi gleich viel Sinn macht.... Sie zieht sich ein, und verändert sich nicht so schnell, ODER?

    Puh. Ich finde, nicht.

    Bei einem Hund in dem Kaliber nimmt man am besten die Leine immer wieder auf, wenn er in der Nähe ist und lässt sie länger, wenn er vor einem läuft. Wie eine menschliche Flexileine. Das ist lästig und dreckig, aber dann verheddert sich der Hund auch nicht so oft.

    Wenn Du einfach nur das Ende festhälst, die Leine am Boden schleppt und der Hund dann durchstartet, haut's Dich bei einem Hund mit 30 kg Gewicht und 20 Meter Anlauf definitiv aus den Latschen!

    Wenn Du noch ein, zwei Meter Schleppleine in der Hand hast, kannst Du ihn auch besser bremsen und der Hund kriegt nicht den ultimativen Ruck ab, wenn die Leine mit Anlauf zu Ende ist. Handschuhe sind dabei sehr, sehr wichtig!

    Bei der Flexi kannst Du nicht sachte bremsen. Da gibt's immer einen harten Ruck. Und der ultimative Ruck, wenn die Leine zu Ende ist, ist übrigens auch für Dich mit der Flexi hart. Viele sichern die Flexi ja noch mit einem Gurt oder kurzer Leine quer über den Oberkörper vor dem versehentlichen Loslassen. Mache ich auch so und daher weiß ich: Der Schlag, den Du selber dann im Ernstfall in den Nacken kriegst, ist auch nicht ohne.

    Viele von uns hier haben ja Second-Hand-Hunde und haben es selber erlebt, dass das Tierheim eine unzutreffende und beschönigte Einschätzung der Charaktereigenschaften des Hundes gegeben hat - dass man also sozusagen die Katze im Sack adoptiert hat.
    Und fast alle von uns haben diesen Hund trotzdem behalten: "Das ist halt mein Hund und der ist so und wir kommen schon miteinander klar."

    Die meisten von uns haben den Hund vorher zwei-, dreimal besucht und dann mitgenommen. Die Threaderstellerin hat sich sehr viel mehr Zeit gelassen und geht sehr viel informierter dran als der übliche Interessent.

    Wie auch immer sich der Hund in "kritischen Situationen" zeigen wird: Es ist nicht ungewöhnlich und es ist handhabbar. Viele User hier haben doch genau solche Hunde: So einen lieben Schnuffel, der an sich total umgänglich ist, aber da sind diese ein, zwei Sachen, die etwas lästig sind und die man gerne besser in den Griff kriegen würde. Oder mit denen man sich irgendwann abgefunden hat. Das haben übrigens nicht nur die Second-Hand-Hundehalter, sondern auch viele mit dem selbst großgezogenen Welpen.

    Ungewöhnlich ist nur, dass es eine so detaillierte, nicht-schmalzige Beschreibung des Hundes gibt und dass die Interessentin so lange als Gassigeherin bei der Stange geblieben ist. Wenn das kein gutes Argument für diesen Hund ist, gibt es wohl keins.