Beiträge von Julia127

    Die Tierklinik meinte, man kann Allergien nicht durch einen Bluttest sicher bestimmen.

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    Kann man vllt Hausstaubmilben irgendwie testen ?

    Ich bin mit meiner Hündin, nach einem wahren TA-Marathon, zu einer Dermatologin gefahren. Da sind wird dann auch endlich vorwärts gekommen.

    Ihre Aussage: Die Bluttests sind zu unzuverlässig. Goldstandard bei Umweltallergien sind Pricktests. (Die kennst du vllt. auch vom Dermatologen für Menschen... ;))

    Den hatten wir dann auch machen lassen und er war sehr eindeutig, weil die Haut eben entsprechend auf die Allergene reagiert. Die Ergebnisse stimmten NICHT mit dem Bluttest überein, den ich auch aus Verzweiflung bei einem anderen TA habe machen lassen. Ich halte daher nichts mehr von diesen Bluttests im Zusammenhang mit Allergien.

    Laut der Dermatologin ist der Grund warum die wenigsten TÄ den Pricktest anbieten: Die Allergene, die sehr teuer eingekauft werden müssen, sind nicht lange haltbar. Das heisst wenn der TA den Pricktest nicht häufig genug durchführt, zahlt er unterm Strich deutlich drauf.

    Meine Hündin hat eine Hausstaubmilben und Futtermilbenallergie. Dazu u.a. noch einige Pollen und Gräser. Da wäre ich ohne den Test niemals drauf gekommen. Die Ausschlussdiät habe ich dann trotzdem weitergeführt, da sie ja weiterhin Nahrungsunverträglichkeiten haben kann. Diese lassen sich durch Pricktest auch nicht zuverlässig ausschließen. Schlussendlich hätte ich viel früher zu einem Spezialisten fahren sollen. :muede: Bzgl. Allergien sind einfach die wenigsten TÄ im Thema.

    Ist hier jmd aktuell oder war bei der Agila und kann berichten wie dort die Beitragserhöhungen im Schnitt waren und sie im grossen und ganzen für euch abschneidet? Ich denke über eine OP-Versicherung dort nach…

    Ich möchte von der Cleo wechseln. Dort gab es jetzt für mich eine Erhöhung von 35%. Fand ich schon heftig. Yoshi wird nächstes Jahr 7 und ist dann kaum irgendwo neu versicherbar. Ich möchte daher jetzt zu einer op-versicherung, bei der ich die nächsten Jahre bleiben werde, die zuverlässig zahlt und in der regel moderater die beiträge erhöht.

    Dass die Agila in Yoshis alter nur 80% abdeckt ist mir bewusst. Mir geht es eher darum die finanzielle Belastung bei einem grösseren Eingriff / Notfall erträglich zu halten. Zudem mag ich, dass dort die Diagnose, die zu der Op führt, bis 14 tage vor der OP übernommen wird. Das stört mich bei hanse merkur (nur bis 1 Tag vorher wird übernommen)… Das ist einer der Hauptpunkte die mich zur Agila tendieren lassen…

    Ich mache es auch von der Umgebung abhängig. Also wenn es (räumlich) eng werden könnte, kommt Maulkorb drauf.

    Wo ich normalerweise mit Yoshi unterwegs bin (vorrangig Feld), ist das aber nicht nötig weil wir frühzeitig ausweichen können. Und selbst die die uns doch mal überraschen, halten genug Abstand. Das ist dann doch ein Vorteil bei einem grossen Hund: die Leute wollen gar nicht zu nah ran. Und da Yoshi frühzeitig ausrastet, wäre das auch echt bescheuert von ihnen… :ugly:

    Aktuell übe ich mit Yoshi in den Wald zu gehen. Wald ist extrem aufregend für ihn und er spult sich noch sehr schnell hoch, deshalb tasten wir uns ran bzw. Stehen einfach viel rum. Und sollte das über die 10 min Sessions und Waldrand hinausgehen, packe ich wahrscheinlich auch dort Maulkorb drauf. Hier ist es unübersichtlicher und die Leute haben ihre Hunde und die Umgebung weniger im Blick… :denker:

    Märchen ich vermute den Carolina Dog, Östereichicher Pincher /Pincher, Shar-pei, Rhodesian Ridgeback.

    Nur kurz meine 2 Cents: Ich habe einen Shar-Pei-Mix. Auch aus Ungarn.

    Wenn dein Best Case Szenario ein Shar-Pei-Mix ist (optisch und geografisch, könnte das von den von dir genannten Rassen, am ehesten hinkommen), solltest du dir das gut überlegen.

    Ich schreibe es einfach mal so wie meine persönlichen Erfahrungen damit sind: Schlecht oder gar nicht sozialisiert sind sie die Pest. (Darauf weisen im übrigen aber auch sämtliche seriöse Artikel über die Rasse hin.)

    Mein Shar-Pei-Mix braucht durchgehendes Management. Er will alle Hunde fressen. Auch wenn diese 30 Meter entfernt sind. 30kg hysterischer Hund sind kein Spaß mehr und gefährlich für andere Hunde. Ich gehe bevorzugt früh morgens und nachts spazieren. Da kann ich zumindest etwas entspannter sein. Im Winter sind wir eben ausschließlich im Dunkeln unterwegs. Und ja, wir trainieren da durchgehend dran aber mit einer Verhaltensberaterin. Die "normalen" Trainer konnten mir bei ihm nicht weiterhelfen, da das Problem über eine "normale" Leinenaggression hinausgeht. Er hat im Welpenalter zuviele schlechte oder gar keine Erfahrungen gemacht (Die Vermutung geht aufgrund seiner Vehemenz aber zu schlechten Erfahrungen.) Bei dieser Rasse ist das katastrophal, da sie eh schon zu Unverträglichkeiten und dominatem Verhalten ggü. Hunden und Aggression ggü. Menschen neigen.

    Daher auch das Augenmerk auf einer ordentlichen Sozialisierung im Welpenalter. Und deshalb haben auch einige geschrieben dass dieser Hund in einem "schlechten" Alter zur Übernahme ist. Das Fenster der frühen Sozialisierung ist geschlossen. Aber er ist noch so jung dass du nicht weisst was charakterlich aus ihm wird. Da wird noch was kommen.

    In unserem Fall klappt Menschenkontakt mit Management. Wenn ich nicht dabei bin, ist es schwierig für ihn. Diese Abhängigkeit des Hundes, ist nicht romantisch sondern anstrengend. 24/7, 365 Tage im Jahr.

    Er findet generell alles gruselig und ist unsicher. Problem: Unsicherheit wird bei dieser Rasse vorrangig im Vorwärtsgang und mit Aggression gelöst. Und nein, das lässt sich nicht einfach mit "Jetzt zeige ich ihm alles, was er verpasst hat und das gar nichts schlimmes passiert" lösen. So etwas kann tief sitzen und Überforderung zu Abwehrreaktionen führen. Er braucht im Umgang sehr viel Fingerspitzengefühl, kommuniziert sehr fein. Man sollte daher als HH wissen was man tut. Insbesondere weil du bei der Rasse nicht einfach alles über Gehorsam regeln kannst. Dafür sind sie zu eigensinnig und stur.

    Weihnachten bei meinen Eltern? Er bleibt zuhause. Nein, er fällt meine Familie nicht an. Er kennt sie und findet sie prinzipiell gut aber er hat trotzdem durchgehend stress wenn er nicht in seinem eigenen Zuhause ist. Ich kann ihn im Grunde kaum irgendwohin mitnehmen... Na ja, könnte ich schon aber dann sind seine Nerven mehrere Tage durch...

    Ich hatte schon Hunde und traue mir deshalb zu das mit ihm jetzt durchzuziehen. Hätte ich diese Erfahrung nicht, hätte ich ihn schon zurückgegeben. Mein kompletter Alltag, muss auf ihn ausgerichtet werden und das auf unbestimmte Zeit. Vermutlich für den Rest seines Lebens.

    Ich liebe ihn wirklich aber der nächste Hund wird definitiv ein einfacherer Vertreter, der auch nebenher laufen kann... Und ich habe noch riesen Glück das er zwar seinen eigenen Kopf hat aber eher führerweich ist.

    Wenn ich mir nun einen typischeren Shar-Pei vorstelle, der sich nicht so gut beeinflussen lässt und mit den Zähnen über alles diskutieren will. Evtl. seine Aggression gegen Hunde, rückwärts gegen seinen Halter richtet.. Wünsche ich niemandem. |)

    Zusammenfassend will ich nur sagen: Genetik spielt bei Hunden eine große Rolle. Die Rasse / der Rassemix ist bei der Wahl nicht egal. Besonders nicht wenn die Aufzucht (z.b. in einem Shelter) suboptimal ist. Da ist eine Rasse, die auch mit bester Aufzucht eher schwierig sein kann, eine denkbar schlechte Idee.

    Und man verliert wirklich viel zu oft aus den Augen, was der Hund alles gut kann und konzentriert sich viel zu sehr auf die Probleme...

    Absolut. Meine Trainerin sagte mal, das einige der Hunde die sie als Kunden hat / hatte, bei Hundesichtung auch gerne mal rückwärtsgerichtete Aggression gegen ihre Halter zeigen. Oder sie haben Alternativ nicht mit Hunden, sondern Menschen ein Problem. Und dann aber auch richtig mit Beschädigungsabsicht und ohne Rückwärtsgang.

    Da habe ich mir Yoshi angeguckt und mich einfach nur über unser kleines Problem gefreut.:hust:

    So, als wäre der größere Hund entweder ein Engelchen oder ein monströser Killerhund, und bei Kleinhunden is das ja normal dass die kläffen.

    Die Unterschiede in der Reaktion auf Klein im Vergleich zu Groß kann ich so unterschreiben.

    Hier ticken sehr viele Hunde bei Hundesichtung aus. Das sind nur eben zu 98% kleine Hunde und das wird definitiv komplett ignoriert/belächelt und als normal empfunden. "Der hat halt Angst." "Der hat eben einen Napoleonkomplex". So eine Begründung wird einem großen Hund tatsächlich nicht zugestanden. Das der auch z.B. Angst haben könnte... Das ist dann einfach nur Aggressiv, unerzogen und "gestört".

    Ich versuche mit Yoshi möglichst wenig aufzufallen aber das ist echt schwierig weil es hier generell wenig große Hunde gibt. Und er hat dann auch noch ein extrem lautes Organ. So ein hysterischer Austraster ist dann besonders toll an einem Sonntagabend mitten im Wohngebiet... :ugly:

    Wobei ich auch etwas lockerer geworden bin. Ich versuche mir bewusst zu machen, dass wir keine Rolle in den Gedanken fremder HH spielen. Und das die HH die an uns vorbeigehen, uns auch in 3 Minuten wieder vergessen haben. Sehr hilfreich ist dabei, das Yoshi nicht mehr so schnell getriggert wird wie früher. Er hat ganz tolle Fortschritte gemacht. Das führt dann auch dazu das ICH nicht mehr so unter Anspannung bin, sondern mich bei Hundesichtung eher über neue Trainingsmöglichkeiten freue. Zumindest wenn der Fremdhund nicht plötzlich vor unserer Nase auftaucht.:tropf:

    Oooh, ja. Das Thema Licht... :pfeif:

    Gestern wollte uns jmd. von hinten mit Hund und ohne Beleuchtung überholen. Ich drehe mich bei Spaziergängen grundsätzlich regelmäßig um, um zu gucken ob jmd von hinten kommt. Der war aber in der Dunkelheit quasi unsichtbar. Yoshi hat Leuchties dran (ich auch) also er wusste dass da ein Hund ist... Und erst als Yoshi sich umdreht und austickt (dabei mir fast die Leine aus der Hand reißt weil ich so überrascht wurde), habe ich ihn bemerkt... Richtig toll. Man hätte ja zumindest auf sich aufmerksam machen können. :ugly:

    Dann heute morgen war ich mit Stirnleuchte (ist übrigens ein Gamechanger) unterwegs: Einmal ein E-Roller (der mit 20 km/h im dunkeln - ohne Beleuchtung - angerast kommt), ein Jogger und zwei Spaziergänger (in schwarz) absolut ohne Licht. Und das ist eine Seitenstrasse ohne Beleuchtung, wo trotzdem Autos regelmäßig lang fahren. Ich verstehe diese Fahrlässigkeit nicht. Ich sehe, selbst mit Stirnleuchte, in diesem Stockdunkeln die Leute erst, wenn sie nah sind. Aber sie können sich doch nicht darauf verlassen, dass sie schon gesehen werden.

    Es muss ja keine Festbeleuchtung sein. Und wenn es ein Finzellicht ist... Im Dunkeln sieht man auch die sehr frühzeitig.

    Die Cousine meiner Mutter hat insgesamt 7 Hunde nach und nach aus dem Auslandstierschutz aufgenommen. Keine Zwingehaltung sondern alle im Haus. Und da geht es imo schon in Richtung Überforderung. Nicht weil es nicht grundsätzlich möglich wäre sieben Hunde zu halten. Ich denke wenn man organisiert und überlegt vorgeht, bekommt man alle Grundbedürfnisse gestillt. (Wobei ich mir dann nicht vorstellen kann, noch einen Vollzeitjob oder Kinder zu haben. Das wäre dann mein einziger Job. :lol:)

    In ihrem Fall ist das Problem: Die HUnde wurden als Direktimport aus dem Ausland geholt. Ohne zu wissen ob sie überhaupt in die Gruppe passen. Und dann wurde das Zusammenleben erzwungen. Egal ob Hund X ständigen Stress mit Hund Y hat. Sie müssen halt klarkommen. Und da sind Hunde bei, die einfach null für die Gruppenhaltung geeignet sind weil sie schon Schwierigkeiten haben normal untereinander zu kommunizieren. Und ja, da kam es zu Beißereien. Auch weil sie z.B. alle zusammen gefüttert werden, obwohl die HH weiss dass das Stress geben könnte. Aber getrennt füttern, passt nicht zu ihrer Fantasie der Gruppenhaltung. :roll:

    Die Hunde leben gemeinsam im Haus. Und ich bin mir sicher, viele von ihnen sind dauergestresst weil das Frauchen einfach alles laufen lässt... Sie ist die Fraktion: Hauptsache gerettet. Und sie sieht nicht das manche Individueen einfach nicht in eine Gruppe passen. Oder das auch eine Gruppe gemanagt werden muss. Das wäre mental natürlich auch anstrengender.

    Da sehe ich neben den Grundbedürfnissen, wie Futter, tierärztliche Versorgung, Bewegung usw. auch einen wichtigen Punkt. Es passt nicht jeder Hund in die Gruppenhaltung. Und nicht immer wird von dem HH darauf Rücksicht genommen. Und hat der HH dann überhaupt das Wissen, um eine Gruppe zu managen?

    Hier läuft eine Dame mit 4 (?) Chihuahuas herum, die sich gegenseitig an der Leine hart attackieren und es wird untereinander gemobbt. Wird halt laufen gelassen... Die Dame interessiert das nicht. Sie geht ungerührt mit allen zusammen spazieren. Bei der Gewichtsklasse, zieht sie die Gruppe halt einfach um den Block. |)

    Zudem: Was wenn einer der Hunde verhaltensauffälligkeiten zeigt, die sehr viel Einzelmanagement erfordern? Ist das überhaupt leistbar bei so einer großen Gruppe? Wäre es nicht angebrachter einen solchen Hund dann in Einzelhaltung zu geben?

    Ich habe ja nur zwei Hunde. Nachdem Yoshi als Zweithund eingezogen ist, habe ich erstmal gemerkt wie anspruchsvoll es sein kann, wenn ein Hundeindividuum es erfordert, im Alltag immer im Auge behalten und gemanaget werden zu müssen. Mir war natürlich vorher schon klar dass einiges getrennt vonstatten gehen muss. Molly ist 12 mit altersbedingen Wehwehchen, Yoshi ist 5 6 Jahre alt. Ich gehe zu 90% getrennt spazieren.

    Womit ich vorher nicht gerechnet habe: Anstrengend ist eher das managen im Alltag. Ich muss einen Blick auf die Interaktionen haben, weil Yoshi bei Unsicherheit auch in Aggression umschwenken kann. (Aggression in dem Fall kein Beißen aber er wird körperlich heftig und das will ich einer Seniorenhündin nicht zumuten.) Das heißt immer ein Auge drauf haben und SEHR SEHR früh eingreifen/rausholen, bevor die Chance besteht, dass er explodieren könnte.

    Und was ich auch nicht auf dem Zettel hatte: Hunde verändern sich natürlich im Alter auch mental. Molly ist in den letzten Monaten anhänglicher geworden. Vermutlich auch weil sie sich immer schlechter zurechtfindet. Sie kommt auch nicht mehr so problemlos zur Ruhe wenn sie alleine bleiben soll. Ihr gesteigertes Nähebedürfnis kollidiert mit den für Yoshi notwendigen Einzelspaziergängen. Dafür habe ich nun Lösungen gefunden, die es für Molly erträglicher machen aber toll findet sie das bestimmt nicht und muss in diesem Sinne "zurückstecken". Und wir sprechen hier von nur zwei Hunden die unterschiedliche Bedürfnisse haben...

    Hier im Thread ist es ja gerade etwas ruhig geworden... =)

    Bei uns geht es immer noch in kleinen Schritten vorwärts. Wir sind jetzt bereit fürs Begegnungstraining. Also erste richtige "Hundedates". :D

    Finde ich auch gut so. Ich habe den Eindruck, wir stoßen sonst wieder an eine Grenze. Yoshi wird nun (in der Regel und wenn es nicht zu nah ist :hust:) nicht mehr sofort hysterisch sobald er einen Fremdhund sieht. Er schaut erstmal wie dieser sich verhält und wo er hingeht. Und geht er sichtbar nicht in unsere Richtung, ist alles okay. Aber sobald es nur den Anschein macht, der andere Hund kommt auf uns zu, ist Yoshi das schon zuviel.

    Wir brauchen nun also diese positiven Fremdhundebegegnungen, in denen er Schritt für Schritt lernt, das ein näher kommender Hund, keine generelle Bedrohung ist und einfach gar nichts passiert.

    Damit das aber in SEINEM Wohlfühl-Tempo passieren kann, brauchen wir nun ein paar "Dates". |) Ich freue mich da richtig drauf, weil ich mir sicher bin, dass das sehr helfen wird.