Beiträge von Deliara

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    Warum sollte man sich keinen Mops kaufen? :???:


    Ist die Frage ernst gemeint?

    Für MICH wäre es ein absolutes no-go einen Hund zu kaufen, der so massiv viele gesundheitliche Probleme hat. Das mögen ja charakterlich tolle Hunde sein usw., aber ich persönlich finde es moralisch nicht vertretbar zu unterstützen, was der Mensch sich da durch die Zucht teilweise schafft. Wenn man sich manche Hunderassen anguckt, sieht man doch schon rein optisch, dass da was schief gelaufen sein muss im menschlichen Schöpfungswahn.. ob da nun ein Verband hinter steckt oder nicht, macht den Kohl auch nicht mehr fett..

    Ich fand den Tierarzt klasse und was er sagt, ist doch richtig! Kein Mensch, der sich ernsthaft für die Gesundheit der Tiere interessiert, kann guten Gewissens eine Rasse wie den Mops kaufen, die einfach völlig deformiert gezüchtet ist. Diese Hunde dürfte es - ebenso wie einige andere Rassen - schlichtweg überhaupt gar nicht geben und der eigentliche Skandal ist doch, dass da ein sich selbst als seriös darstellender Verein hinter steckt und diese hirnrissigen Zuchten auch noch weiter fördert. Insofern finde ich dei VDH Kritik auch berechtigt.

    Wenn Hunde beim Alleinesein reinpinkeln, haben sie massiven Stress. Das hat nichts mit "müssen oder nicht müssen" zu tun, sondern ist einfach ein Stressymptom. Wir Menschen kriegen ja auch gerne mal eine nervöse Blase, wenn wir unentspannt sind ;) Genauso denke ich, sind die anderen Dinge zu deuten. Der Hund ist vermutlich im Haus rumgelaufen, weil er erstmal nach euch gesucht hat. Dass Hunde sich dann ins Bett legen, wo es am intensivsten nach den "fehlenden" Menschen riecht und sie sich evtl. in diesem Moment am sichersten fühlen, ist auch nicht so ungewöhnlich.

    Meiner Meinung nach müsstet ihr den Hund erstmal in Ruhe ankommen lassen, bevor es mit dem Alleinebleiben losgeht. Könnt ihr keinen Sitter organisieren vorübergehend? Notfalls muss der eben bezahlt werden.. und dann in kleinen Schritten üben, nicht direkt 5 Minuten, falls der Hund das noch nicht mitmacht. Rausgehen und sofort unmittelbar wieder reinkommen, bis der Hund dabei ganz entspannt ist und nicht mehr groß reagiert. Dann die Zeiten langsam steigern. Vielleicht hilft es auch, wenn du annfangs ein getragenes T-Shirt mit ins Körbchen legst, damit er deinen Geruch bei sich hat.

    So oder so braucht ihr einen Plan B, falls es in der kurzen Zeit eben doch nicht funktionieren sollte mit dem Alleinsein.

    Naja, aber meistens ist es doch selbstbelohnend genug, wenn sie dadurch an Menschen oder Dinge herankommen, zu denen die Tür ihnen den Weg versperrt. Meine Hündin braucht überhaupt gar nicht von mir belohnt werden, der geht es ausschließlich um die Überwindung des Hindernisses zwecks eines bestimmten Ziels :/
    Intrinsische Motivation quasi :D Im Nachhinein hätte ich ihr beim ersten Mal besser kräftig einen in den Allerwertesten getreten, um ihr das direkt auszutreiben.. nachdem es aber ein paar Mal mit der Selbstbelohnung geklappt hat, war der Zug leider irgendwie abgefahren..

    Ich würde es auch unterbinden. Meine Hündin hatte das Türenöffnen auch schnell raus, auch mit hochgestellten Klinken. Es nervt einfach. Sie ist bis heute der Meinung, dass man geschlossene Türen halt kurzerhand aufmacht und findet das völlig normal so. Sehr peinlich war das, als wir bei Bekannten zu Besuch waren und sie morgens meinte, die mal eben schnell wecken zu müssen. So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie das Mistvieh bei denen ins Schlafzimmer geplatzt ist :ops: Sie öffnet auch die Wohnungstür und geht spazieren, wenn ihr danach ist, vorzugsweise nachts. Gott sei Dank zerkratzt sie dabei zumindest nichts, sondern ist sehr "zielsicher" mit der Türklinke, aber auch das kann man vorher nicht wissen.
    Hätte ich gewusst, was da auf mich zukommt, hätte ich es zumindest sofort unterbunden, als sie damit anfing. Mittlerweile ist es leider zu spät. Sie macht es nicht, wenn sie in meiner unmittelbaren Reichweite ist, aber halt in allen anderen Situationen :/

    Wie kommt ein Huskymix nach Dubai? Der arme Hund tut mir im Sommer ja irgendwie leid :hust: ;)

    Ganz kurz zum Joggen: die gleichmäßige Belastung ist einfach nicht gut für die Gelenke, die ja noch stark im Wachstum sind. Klar machen die Hunde das mit, aber ob es gesundheitlich unbedenklich ist und nicht später zu Problemen führt, ist eben die große Preisfrage. Ich persönlich würde sowas frühstens mit einem Jahr machen.

    Zum Rest wurde ja schon viel geschrieben - Kopf hoch, ihr packt das schon :gut:

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    Wenn man den Hund nur bei sich behalten kann, weil man ihm alle 5 Minuten nen Spielzeug wirft oder sonstwie ablenkt, dann scheint es mit dem Gehorsam ja nicht allzu weit her zu sein.


    Ich glaube nicht, dass das eine Frage des Gehorsams ist, sondern der Gedanke dahinter ist "bevor der Hund sich selbst Beschäftigung sucht, bekommt er die lieber bei mir".
    Bei meiner Hündin würde es so aber auch gar nicht funktionieren. Sie ist von zu viel Bespaßungsangebot eher gestresst und verfällt übersprungsmäßig ins Jagdverhalten. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich das verstanden hatte und gemerkt habe, dass ich das Programm runter- statt hochfahren muss, und dass sie keine Ablenkung braucht, sondern mehr Ruhe in die Spaziergänge kommen muss. Das schließt sinnvolle Beschäftigung natürlich nicht aus, aber bei uns findet das klar getrennt voneinander statt. Wir gehen 2-3x pro Woche "arbeiten" und in der restlichen Zeit stehen nur schnöde, langweilige Spaziergänge oder Radfahren auf dem Programm (klar, mit ab und an mal Leckerchensuche oder ein bissi Wald-und-Wiesen-Agi, aber halt ziemlich wenig und der Fokus liegt auf dem entspannten Laufen). Ich denke, da tickt aber jeder Hund anders und man muss ein bisschen rumprobieren, was auf den eigenen am besten passt :smile: Auch Schleppleine funktioniert nicht bei jedem.

    Kieselchen, super Beitrag, der sehr schön zusammenfasst, an welchen Ecken man ansetzen und worauf man achten sollte :gut:

    Ich finde Jagdhunde ja toll und möchte nie wieder was anderes haben, aber man muss sich schon darauf einstellen und bereit sein, entsprechend zu arbeiten und Ersatzbeschäftigung zu suchen. Die ersten 2 Jahre waren bei uns auch ziemlich anstrengend und manchmal nervig, aber wenn ich sehe, dass Leni heute ganz entspannten Freilauf genießen kann und nicht mehr nur noch permanent im Jagdmodus unterwegs ist, hat es sich definitiv gelohnt :smile:

    Meine Hündin (Pointer/Münsterländer) ist fürs Fährten überhaupt gar nicht zu begeistern bzw. sie verweigert das komplett. Sie nimmt die Spur auf, geht dann aber nicht hinterher und arbeitet sie aus, sondern reißt den Kopf hoch, hält die Nase in den Wind und fängt an kreisförmig zu rennen und auf diese Weise zu suchen. Freiverlorenensuche und Flächensuche ist super, aber konzentriertes Fährten funktioniert einfach nicht. Da muss man halt einfach ausprobieren, was zum Hund passt und was nicht. Denke nicht, dass es sinnvoll ist, zu diskutieren, ob es dem natürlichen Jagdverhalten entspricht oder nicht - der eine macht es mit, der andere eben nicht :smile:

    Jagdtrieb war bei uns in den ersten 2 Lebensjahren ein Thema und wir sind viel mit Schleppleine gelaufen und haben geübt (insbesondere das Vorstehen verstärkt). Sie ist zeitweise auch auf jeden Vogel angesprungen, was ziemlich nervig war :roll: Komischerweise ist das mit ca. dem 2. Lebensjahr schlagartig uninteressant geworden und sie hat sogar irgendwann die Gangart "Gehen" für sich entdeckt :D