Beiträge von Deliara

    Sorry, ich komme hier so selten zum Antworten. Nochmals vielen Dank für all die Tipps, ich versuche, sie alle mal bestmöglich zu beherzigen :)

    Ich wollte nachts eigentlich keine Box benutzen erstmal, denke da aber nun doch ernsthaft drüber nach. Im Prinzip schläft sie ja recht gut, aber sie bekommt halt nach jedem Pipigang ihre dollen Minuten und will spielen und toben. Dafür ist eine (harte) Box dann bestimmt nicht verkehrt. Ich werde mich mal nach einer umsehen.
    Iris + Berny: ja ich versuche auch, sie dann festzuhalten, bis sie ruhiger wird, aber das ist gar nicht so einfach ;) Sie windet sich, beißt, kratzt, bellt (kommt mitten in der Nacht sicherlich nicht so gut an bei den Nachbarn) usw. Am Anfang hat sie noch reagiert, wenn ich das "nein" eher leise geknurrt als gerufen habe, mittlerweile ist sie aber auf kompletter Linie unbeeindruckt.

    Mit meinem Freund.. tja.. wir führen eine Fernbesziehung und sehen uns nur alle 14 Tage. Er meint, wenn der Hund in der Nähe ist, hätten wir ja noch weniger Zeit für uns und zeigt wirklich 0 Verständnis, dass meine Priorität momentan eher darauf liegt, einen passenden Alltagsrythmus zu finden und halt die kleinen Problemchen anzugehen, die wir (der Hund und ich) aktuell haben anzugehen. Er versteht das nicht, aber mittlerweile bin ich echt so weit, dass ich mir sage, dass er dann eben seine Konsequenzen ziehen soll, wenn er damit nicht leben kann.

    @Snopje: vielen Dank fr den Tipp mit dem Film. Hab ihn mir gestern noch angesehen und finde ihn echt gut!!!


    @LittleFinja: genau das ist der Punkt. Dass ich mit dem Welpen zeitweise "verzweifel" und Stress habe, wusste ich vorher. Aber ich habe inzwischen echt Angst, dass ich mit dem Rassenmix langfristig nicht klar komme bzw. dass sie Ansprüche stellt, die ich kaum erfüllen kann. Einen reinen Begleithund wollte ich eigentlich auch nicht, die kamen mir (damals :D ) zu "langweilig" vor. Ich hatte erst einen Mix aus Beagle und Cocker Spaniel im Auge oder einen Beagle/Mops Mix.
    Mittlerweile hätte ich gegen einen kleinen Sofahund aber doch gar nichts mehr einzuwenden :D


    Nun ja, aber abgeben kann ich sie irgendwie auch nicht mehr, das ist mir gestern ganz klar geworden. Wir schaffen das schon :) Ab nächste Woche gehts in die Welpengruppe und dann bekomme ich sicherlich auch jede Menge Tipps, die unseren Alltag gerade etwas erleichern.

    Erstmal ganz lieben Dank für die vielen, ermunternden Antworten :smile:
    Ich glaube den ganz tiefen Punkt hab ich überwunden inzwischen. Der Tag heute war einfach zu furchtbar, wahrscheinlich für den Hund genauso wie für mich (ich musste mit anderen was für die Uni fertig machen und meine Betreuung ist abgesprungen. Die Kleine musste eine Stunde Autofahrt ertragen, danach 4 Stunden auf meinem Schoß rumsitzen und danach wieder zurück nach Hause fahren.. ich hab zwar versucht, sie vorher müde zu machen, aber eigentlich war's klar, dass sie dann abends nen Energieüberschuss hat).
    Ihr habt schon Recht, wir müssen uns wohl wirklich erst in Ruhe aneinander gewöhnen, Bindung aufbauen und einen halbwegs normalen Rythmus finden. Ab nächster Woche werde ich mit ihr in die Welpenschule gehen; ich hoffe, dass sich dann schon einiges bessert. Im Moment ist es halt stressig, weil ich alleine wohne, sie mir nur selten mal jemand abnehmen kann und zusätzlich auch noch mein Freund plötzlich stresst (dessen einzige Sorge es ist, ob und wann man denn dann wieder ungestört im Schlafzimmer ist und der 0 Verständnis dafür hat, dass ich andere Dinge erstmal deutlich wichtiger finde gerade).

    Mit dem Anleinen am Platz hab ich noch gar nicht dran gedacht, das werde ich auf jeden Fall mal probieren. Vielen Dank für den Tipp :)

    Zum Freilaufen: das war wirklich die Ausnahme, normalerweise hab ich sie an der 15m Schleppleine. Da sie dort aber ja anfangs gut gefolgt ist, dachte ich, dass ich sie zum Spielen mit dem anderen Hund mal ableine. Ich werde es aber in Zukunft dann besser erstmal lassen, bis sie richtig auf ihren Namen hört und abrufbar ist.

    Auf das Nein hört sie noch nicht, wenn sie was anknabbert, und wenn ich ihr was anderes anbiete, interessiert sie das nicht. Den Kauknochen hat sie vielleicht 10min bearbeitet, seitdem lässt sie ihn links liegen. Auch Spielzeug ist dann uninteressant. Als nächstes werde ich es mal mit dem Kong probieren.
    Ich hoffe, dass sie das Kommando bald versteht und dann auch nicht ständig versucht auf die Couch zu springen. Später kann sie da gerne auch mal (auf Kommando) drauf, aber grundsätzlich möchte ich nicht, dass sie hoch und runter springt, wie es ihr gerade passt. Gleiches gilt fürs Bett.

    Noch eine Frage: die Kleine soll eigentlich im Wohnzimmer schlafen und nicht ins Schlafzimmer dürfen (mir persönlich wäre das egal, aber mein Partner.. siehe oben ;) ). Momentan hat sie ihr Körbchen im Wohnzimmer und ich schlafe auf der Couch, damit sie nachts nicht alleine ist und ich sie höre. Außerdem gewöhnt sie sich dann vielleicht an den Platz und bleibt auch später freiwillig da. Nun frage ich mich aber, wie lange ich noch auf der Couch schlafen muss? Bis sie komplett stubenrein ist? Oder würde es in 1 oder 2 Wochen vielleicht auch funktionieren, wenn ich sie abends auf ihren Platz lege, mich selbst ins Schlafzimmer lege und alle Türen offen lasse, so dass sie zu mir kommen und sich melden kann? Ich bin mir nicht so sicher, wie ich den "Rückzug" für uns beide am besten und stressfreisten hin bekomme.

    Ich habe am Montag ein kleines Welpenmädchen aufgenommen und bin jetzt, nach 5 Tagen, schon völlig am Verzweifeln und wünschte, ich hätte diese Entscheidung nie getroffen. Tessa ist 8 Wochen alt und ich habe sie auf einer Tierschutzsseite entdeckt und mich sofort verliebt... dabei ist sie eigentlich das glatte Gegenteil von dem, was ich eigentlich gesucht habe. Ich wollte einen kleinen, stadttauglichen Hund... in Leni steckt ein Pointer und wahrscheinlich ein großer Münsterländer. Das war mir in dem Moment aber egal und ich dachte, okay, dann wird es eben ein größerer Hund, krieg ich auch hin. Dass in ihr Jäger mit hohem Bewegungsanspruch stecken, weiß ich und ich dachte, dass ich das später bestimmt gut mit Agility, Fährtenarbeit, etc. auslasten kann. Soweit so gut.
    Nun ist sie da und ich war (und bin eigentlich immer noch!) hin und weg von ihr... sie ist ein sehr süßes, offenes Hündchen, das auch schon erstaunlich selbstständig ist. Sie folgt mir nicht auf Tritt und Schritt durch die ganze Wohnung, sondern bleibt auch schon in anderen Zimmern, jault nicht, wenn ich die Badezimmertür hinter mir zu mache und schlief auch vom ersten Tag an brav in ihrem Körbchen (ich am anderen Ende des Zimmers auf dem Sofa, damit ich sie nachts höre). Nachts kommt sie 3 oder 4x vorbei und guckt, ob ich noch da bin. Sie stellt sich dann auf und will mit auf die Couch, fiept ein wenig, wenn ich nein sage und geht dann aber auch brav zurück in ihren Korb. Stubenrein ist sie natürlich noch nicht, aber sie meldet sich schon jetzt, wenn sie muss. Bis hierhin alles okay.
    Jetzt kommt aber das Aber: sie ist natürlich noch sehr aktiv und verspielt, wenn sie wach ist, was ja auch ganz natürlich ist für einen Welpen. Aber sie fetzt nach jedem Gassi (was ja momentan so ca. alle 2 Stunden ist) völlig hyperaktiv durch die Wohnung, beißt und kratzt mich, alle möglichen Möbel, Teppiche, etc. und zerfetzt alles, was ihr vor die Pfötchen kommt. Ich hab versucht, das Ganze in ein etwas ruhigeres Spiel umzulenken, aber das funktioniert nicht. Sobald ich ihr zu langweilig bin, beschäftigt sie sich wieder lieber mit meinen Möbeln. Als nächstes hab ich versucht, sie durch kleine Übungen wie Sitz und Platz wieder runterzubringen, was für den Moment auch funktioniert hat. Aber ich kann sie ja nicht stundenlang mit 2 Übungen beschäftigen (mehr klappt noch nicht, was ja für ihr Alter auch okay ist) und sobald ich damit aufhöre, legt sie genauso los wie vorher. Das ganze Theater geht dann ungefähr eine halbe Stunde, wobei sie dabei bellt und ich schon Angst habe, dass die Nachbarn sich irgendwann beschweren, wenn das jetzt öfters nachts um 1 und 3 und 5 vorkommt. Danach ist sie dann völlig k.o., kommt auf meinen Schoß gekrochen und schläft erstmal. Ich nehme an, dass das ein ganz normales Welpenverhalten ist, aber es macht mich fertig und ich bin sowieso schon extrem dünnhäutig, nachdem ich seit Montag nicht mehr länger als 3 Stunden am Stück geschlafen habe. Leni ist spätestens nachts um 4 quietschfiedel und poltert durch die Wohnung, was die Nachbarn auch nicht gerade erfreuen dürfte und mich absolut fertig macht. Ich hab versucht ihr eine Auszeit in der Box zu verpassen, aber sie nimmt das Ding völlig auseinander und hat schon den Reisverschluss aufgebissen (hab so eine Softbox). Das funktioniert absolut nicht. Also warte ich ab, bis sie halbwegs ruhig ist, schnapp sie mir, leg sie mir auf den Schoß und warte, bis sie eingeschlafen ist. Dann bringe ich sie in ihr Körbchen und wenn ich glück habe, akzeptiert sie das und schläft dort weiter. Wenn ich Pech habe, kommt sie noch xmal wieder raus und will partout nur auf meinem Schoss schlafen. Das geht aber nicht, weil ich selbst natürlich auch noch ganz gerne mal schlafen würde.
    Ich bin nervlich einfach total durch und kriege heute regelmäßig Heulkrämpfe, wenn sie wieder loslegt und alles kaputt macht. Ich hab auch nicht mehr die Kraft, ständig dazwischen zu gehen und sie von allem abzuhalten, nur damit sie in irgendeine andere Ecke rennt und dort munter weitermacht. Gibt es irgendwelche Tipps, was ich da machen kann? Verhalte ich mich falsch? Ich hab so viele Selbstzweifel, weil ich mir ihr Verhalten nur damit erklären kann, dass ich sie schon jetzt nicht richtig auslasten kann..
    Das zweite "Problem" ist das Gassigehen (wobei das ja immer nur ein paare Schritte sind). Sobald ich sie auf der Wiese absetze, zittert und fiept sie und will sofort wieder ins Haus. Trage ich sie dann einfach ein bisschen weiter weg, sieht es in der Regel so aus, dass sie voran prescht und mich 0 und gar nicht mehr beachtet. Sie reagiert dann auch nicht auf Leckerchen, sie ignoriert mich einfach völlig. Wenn ich einfach stehen bleibe, gibt sie das Ziehen an der Leine kurz mal auf, guckt mich an, und sobald es weiter geht, macht sie munter so weiter wie vorher. Ich war gestern mit einer Freundin und deren Hund unterwegs und da die beiden so schön spielten, hab ich Tessa abgeleint. Klar gibt es da draußen viele tolle, spannende Dinge, aber sie hat sich wirklich kein Stückchen an mir orientiert und ist zwischendurch mal für eine ganze Weile völlig aus meinem Sichtfeld gewesen. Ich hab sie gerufen - nichts. Irgendwann tauchte sie wieder auf und ich hab mich hinter einem Baum versteckt. Interessierte sie kein Stück, sie ist munter ins nächste Gebüsch gesprungen. In den ersten beiden Tagen hier war das anders, da hatte ich sie an der Schleppleine und sie ist gefolgt, hat auf Rufen reagiert und sich auch sonst an mir orientiert (z.B. bei Begegnungen mit anderen Hunden, wenn sie unsicher war). Ich weiß nicht, was zwischenzeitlich passiert ist, aber sie tut das absolut nicht mehr und zieht ihr eigenes Ding durch (was ich für 8 Wochen schon sehr ungewöhnlich finde). Tja, und wie gesagt, die andere Verhaltensweise beim Spazieren ist, dass ich sie um jeden Schritt anbetteln muss und mit Leckerchen locken muss, weil sie mit eingekniffenem Schwanz steht und fiept.
    Lange Rede, kurzer Sinn: ich habe einfach Angst, dass ich diesem Hund nicht gerecht werden kann und dass sich die ersten "Warnzeichen" dafür schon jetzt zeigen. Ich habe Angst, dass sie, wenn sie größer wird und überall dran kommt, meine komplette Wohnung auseinandernimmt. Dass ich diesen "Zerstörungstrieb" nicht umlenken kann. Dass sie so selbstständig bleibt und sich nie richtig so an mir orientieren wird, wie ich es mir vorstelle. Dass ich dem Temperament dieser Rassen nicht gewachsen bin. Und nicht zuletzt, dass die Kleine, die jetzt gerade so lieb auf meinem Schoß liegt und an die ich trotz allem von der ersten Sekunde an mein Herz verloren habe, bei mir einfach nicht das Leben bekommt, das sie verdienen würde. Ich bin davon überzeugt, dass sie ein ganz toller, herzensguter Hund ist und dass sie bei richtiger Auslastung und Führung der beste Hund der Welt werden kann. Aber ich fühle mich schon jetzt total überfordert und bin voller Zweifel, ob ich ihr das bieten kann. Ich lebe mitten in der Stadt in einer Etagenwohnung... ich dachte wirklich, dass es funktionieren könnte, wenn ich sie entsprechend auslaste, aber ich habe plötzlich das Gefühl, dass das einfach unrealistisch ist und ich das nie im Leben schaffen kann. Ich hätte mir einen ganz anderen Hund aussuchen müssen von der Rasse her.
    Nun habe ich die Schutzgebühr noch nicht bezahlt und den Vertrag noch nicht unterschrieben, also gehört der Hund offiziell noch gar nicht mir und ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, ob es für uns beide nicht besser wäre, wenn sie in ein passenderes zu Hause käme. Mir ist es total unangenehm das einzugestehen und eigentlich will ich es auch gar nicht. Eigentlich liebe ich die Kleine schon jetzt heiß und innig, aber trotzdem bleibt einfach das Gefühl, dass es nicht passt mit uns beiden, ihren Anforderungen und meiner Lebensweise. Ich fühle mich so schäbig dabei, schon nach 5 Tagen so zu denken, wo ich die Kleine doch gleichzeitig so lieb habe und sie so gerne bei mir habe, wenn sie schläft, wenn sie ruhig und folgsam ist, etc. ... und sie musste schon so früh von der Mama und den Geschwistern weg, kam auf eine Pflegestelle, jetzt zu mir.. ich kann sie doch nicht schon wieder weggeben, das hat sie in ihrem jungen Alter doch gar nicht verdient!!
    Ich bin wirklich verzweifelt gerade, bitte, kann mir jemand Tipps geben, was in so einer Situation das Beste ist? Ich weiß überhaupt nicht, was ich machen soll, und krieg heute einen Weinkrampf nach dem anderen.. :sad2: