Beiträge von Deliara

    Ich finde den Test auch völlig blödsinnig und wir würden auch nicht bestehen - es scheitert mindestens an der Leinenführigkeit und am außer-Sichtweite-gehen. Das Steh-Kommando kennt mein Hund gar nicht und finde ich auch nicht wichtig. Bei der Bleib-Übung wäre mir auch völlig egal, in welcher Position das ganze passiert. Mein Hund weiß dann, dass er an Ort und Stelle bleiben soll, aber wie, ist ihm selbst überlassen. Kinder und ungewöhnlich gekleidete Leute wären hier auch problematisch, die sind ihr unheimlich und sie hat Angst (je nach Distanz wird auch ab und ab gewufft). Allerdings nur an der Leine, im Freilauf weicht sie großflächig aus und gut ists. Insgesamt sagt das alles doch rein gar nichts über "Freilaufqualitäten" aus.

    Abgesehen davon finde ich den Begriff "Hundeführerschein" auch ziemlich unpassend. Hunde sind keine Maschinen, über die man mal eben durch einen Schema F Nachweis einer vermeintlich korrekten "Funktionsweise" Führungsqualität gewinnt. Ein guter Hundeführer kennt seinen Hund sowie dessen Baustellen und weiß damit umsichtig umzugehen, d.h. vorausschauend zu handeln (und zu händeln) und schwierige Situationen angemessen zu managen. Wie das konkret aussieht, ist doch absolut individuell und lässt sich meiner Meinung nach überhaupt gar nicht abprüfen. Wenn der Hundeführer darin gut ist, kann der Hund durchaus auch dann Freilauf genießen, wenn er grundsätzlich problematische Verhaltensweisen aufweist, finde ich.

    Sorry, die Seite ließ sich plötzlich nicht mehr aufrufen, nachdem ich den Thread erstellt hatte. Sonst hätte ich mich sehr gerne getroffen Larsson, danke für das Angebot :smile:

    Wir waren am Timmendorfer Strand und sind ein bisschen am Wasser entlang gelaufen. Leider war das Wetter nicht wirklich schön und ich hatte ein bisschen Angst, meine Vorstellungsgesprächsföhnfrisur zu ruinieren, daher war der Spaziergang eher kurz :D Aber ich muss sagen, ich bin echt neidisch - ihr wohnt sooooo toll da oben!! Sowohl die Küste, als auch Lübeck selbst - ganz ganz toll, bin immer noch ganz begeistert =)

    In Ballspiele lasse ich meine auch nicht reinrennen. Einmal, weil man eben wirklich nie weiß, wie der andere Hund reagiert, und zum anderen, weil ich das einfach unhöflich finde. Offensichtlich beschäftigt sich ja gerade der Halter mit dem Hund, also was hat meiner da bitte zwischen zu suchen..


    Zum TE, sorry, aber ich finde es komplett übertrieben, wegen so einer Lapallie direkt mit Anzeige zu drohen. Dein Hund war ja in der Situation offensichtlich auch nicht mehr kontrollierbar und konnte nicht zurückgerufen werden. Klar ist es blöd, wenn ein fremder Hund in euer Spiel reinrennen darf und vorher nicht zurückgepfiffen wird. Aber sowas passiert halt immer mal wieder und das wird man auch nie komplett verhindern können. Sichere deinen Hund, solange er nicht zurückrufbar ist in seiner Panik (notfalls mit Schleppleine) und block den "Störhund" halt ab. Und wenn das mal nicht gelingt, ist es aus meiner Sicht auch kein Drama. In 99,9% der Fälle erfolgt doch sowieso nur ein kurzes Abschnüffeln, evtl. eine Spielaufforderung, und dann wird weitergegangen. Wie gesagt, ich verstehe, dass sowas ärgerlich ist und nervt, aber wegen jeder Kleinigkeit direkt die Polizei einzuschalten, finde ich auch ziemlich drüber. Zumal die sich im Normalfall für sowas eh nicht bewegen werden.

    Den Pointer sehe ich auch drin. Aber ich würde vermutlich auch ein Gutachten einholen - nicht, dass ihr hinterher mal unwissentlich Probleme bekommt. Sicher ist sicher :smile:


    (das Trockenlecken nach dem Duschen kenne ich auch.. wäähhh :hust: )

    Der Kopf passt nicht zum Pointer und auch Körperbau und Rute sehen für mich etwas anders aus, da hat auf jeden Fall noch was anderes mitgemischt (musste auch direkt an einen Staff oder etwas in der Richtung denken). Auf jeden Fall ein hübsches Kerlchen und er liest sich doch recht unkompliziert und "kooperativ" :gut:

    Mein Pointermix spielt auch bevorzugt auf diese Weise. Bei Renn- und Hetzspielen ist sie Feuer und Flamme, körperliches Spielen und Rangeleien findet sie sehr verzichtbar. Als sie jünger war musste ich sie ab und an rauspfeiffen, weil sie sich wirklich in Rage rannte und einmal sogar anfing Sichtlaut zu geben. Aber von diesem einen Mal abgesehen gab es mit diesem Spielverhalten nie Probleme.. es ist weder gekippt, noch hat es sich auf ihr Jagdinteresse/Jagdverhalten draußen ausgewirkt.. wichtig ist halt (zumindest meiner Ansicht nach), dass der Hund sich abbrechen und ranrufen lässt.

    Ich wüsste nicht, wie man beim Hund Intelligenz messen sollte..

    Meine Hündin lernt z.B. überhaupt gar keine Tricks und arbeitet nur mit mir mit, wenn sie Lust dazu hat und/oder die Tätigkeit als sinnvoll empfindet. Versucht man ihr irgendwas tricksiges beizubringen, könnte man schon durchaus meinen, sie sei etwas schwer von Begriff. Dafür hatte sie aber schon mit 4 Monaten raus, dass sie mich aus dem Badezimmer holen kann, wenn sie mir von außen das Licht ausknipst, oder untergräbt mein bleib-auf-deiner-Decke-Kommando, indem sie ihre Decke eben mit durch die Wohnung schleppt und sich an Ort und Stelle drauflegt, sobald ich mich umdrehe :roll: Auf ihre eigene Weise ist sie schon recht clever, denke ich, aber das ließe sich niemals daran messen, wie kooperativ sie mit mir zusammenarbeitet.

    Wie hat die Trainerin die Vorschläge denn begründet?
    Ich sehe da per se nichts "schlechtes" in den Tipps, die Frage ist eben nur, was man individuell für das Zusammenleben mit dem eigenen Hund braucht und will, und was man als okay empfindet. Das Kopfauflegen finde ich bei meiner eigenen Hündin z.B. auch sehr fordernd und versuche es zu ignorieren (gelingt mir nicht immer). Genauso wurde sie bei Besuch früher angeleint, bis sie gelernt hat liegen zu bleiben bis zur Freigabe. Wie es mit Couch & Mahlzeiten aussieht ist wohl eine philosophische Frage, das sehe ich auch nicht so eng. Aber das kann man dem Trainer dann ja mitteilen und ein guter Trainer stellt sich darauf ein - nehme ich mal an :smile: