Beiträge von lilactime

    Das ist auch so ein Phänomen...irgendwann steckt man so tief im Stockholm-Syndrom, dass man nur die warmen, in den Eingeweiden des eigenen, geliebten Hundes sorgfältig produzierten Stoffwechselprodukte mit einem gewissen Wohlwollen und einer dünnen Plastiktüte aufheben kann. Alles, was fremdproduziert und kalt ist, ist schon wieder hochgradig widerlich.

    Warum ist das so?

    CundC


    Sorten, die sich in mehreren Jahren immer wieder bewährt haben:

    - Kellogg's Breakfast (orange flachrunde Fleischtomate, festfleischig, wenig Gallerte und Samen)

    - Brandywine Black (schwarze, recht niedrig bleibende mittelgroße Fleischtomate)

    - Cerise Rouge (rote, festere Cherry,sehr robust und indeterminiert wachsend, sehr! ertragreich)

    - Elfin (längliche rote Cherry, soooo niedliche, zarte Pflanze mit wunderschönen Fruchtständen, lange lagerbar, meine Lieblingscherrytomate)

    - Artisan Lucky Tiger (lange Cherry in grüngelbrot-Tönen, sehr köstlich, ertragreich, leider etwas anfällig für Blütenendfäule)

    (was mir dazu spontan einfiel)


    Aktuell baue ich nur im überdachten Freiland an, geschmacklich werden sie mit direkter Sonneneinstrahlung einfach am besten

    Ich liebe Tomaten.

    Nimmst Du dann Pflanzen, die bzgl. Reifezeitpunkt ineinander übergehen? Und was machst Du daraus um dich damit auch im Winter zu versorgen?

    Ich tendiere dazu, bei dem Thema sehr langatmig zu werden, weil es mich begeistert - aber ich versuche mal kurz:

    Ich suche die Sorten nach drei Gesichtspunkten aus, die erstmal nichts mit der Abreifung zu tun haben (außer es sind so unfassbar späte 100 Tage + bis zur Reifung-Sorten, dass nach einmal abernten in jedem Fall Schluss wäre)

    1. Vitalität (Ertrag + Wüchsigkeit + Widerstandsfähigkeit)

    2. Geschmack und Verwendung (brauche hauptsächlich trockenere großfrüchtige Sorten)

    3. etwa 50/50 bewährte und für mich neue Sorten


    Bei Fleischtomaten gehe ich in einigermaßen guten Jahren von 2-3 Erntewellen aus, bei den kleinfrüchtigen Sorten wird ja oft weiter gewachsen und geblüht, während die unteren Fruchtstände nach und nach reifen und so gibt es dort bis zum Saisonende eine gewisse Kontinuität. Der Reifezeitpunkt (Reifedauer) ist somit nicht so entscheidend.

    Ich koche den Großteil in 500ml Portionen in Weckgläsern ein als Basis für alles weitere.

    Dazu koche ich die geputzten Tomaten eine Weile, püriere durch, passiere ggf und lasse sie dann einköcheln, bis ich eine dickflüssige Passata habe.

    In richtig fetten Jahren mache ich noch Mark, das ich in Eiswürfelformen einfriere und dann in Tüten packe.

    Mir dieser Grundlage kommen wir dann bis zur nächsten Saison hin.

    Am Haus werde ich das Hochbeet abreißen und den Tomatenunterstand auf insgesamt 10 Meter verlängern. Habe dieses Jahr richtig Bock auf Tomaten. Ein paar Sorten von meiner Liste werde ich noch organisieren und dann dieses Jahr wieder mit mehr Pflanzen dabei sein, ich schätze um die 30.

    Im März werde ich mit der Bodenvorbereitung beginnen.

    Alles andere weiß ich noch nicht genau.

    Ich habe am Anfang mit Bjarni den großen Fehler gemacht, einfach davon auszugehen, dass wir am dem Punkt starten können, an dem es auch mit Cala losging. Cala hat von der ersten Minute an leidenschaftlich gebracht und in die Hand abgegeben ohne dass ich das Geringste dafür tun musste. Bjarni hat auch gebracht, aber nicht mit der Selbstverständlichkeit und dem Selbstvertrauen, das Cala an sich hatte. So habe ich den kleinen Golden mit irgendwelchen blöden Formalien aus dem Konzept gebracht, weil ich dachte, das ist in Nullkommanix erledigt.

    Tja, dicken Konflikt hat es uns beschert. Es wäre im stets schlaueren Rückblick so vermeidbar gewesen. Bjarni ist wesentlich sensibler und "störbarer" als Labrador und Curly.

    Bosco hat das Dummytraining direkt im Gelände übers gemeinsame Suchen, Finden, Spaß haben kennengelernt. Er brachte direkt und konfliktfrei von sich aus. Alles weitere konnten wir auf Grundlage seiner unbändigen Lust am Suchen + Bringen und seiner Unbeirrbarkeit (Fokus) aufbauen. Er brennt dafür.

    Ich wünschte, ich hätte Bjarni da einen schöneren Start schenken können.