Beiträge von lilactime

    Eine American Akita Hündin, lustigerweise auf einer SRA des Deutschen Retriever Club.

    Waaas für ein krasses Tier. Die war rein optisch wirklich ein absoluter Hingucker. Riesengroß (wtf, wie müssen die Rüden dann erst live aussehen) und mit einer Fellzeichnung, die aussah, als wären ihre Beine parallel zueinander in drei Farben gestreift. Auf jeden Fall beeindruckend, auch wenn ich der Rasse an sich so gar nichts abgewinnen kann.

    Bosco hat sich gestern sein zweites V1 auf einer Spezialrasseausstellung des DRC geholt. Wir bräuchten noch ein weiteres und er wäre Jugend-Clubchampion.

    Ich persönlich werde nicht richtig warm mit dem Ausstellungswesen, auch wenn ich das Hunde-Gucken und Rasseliebhaber treffen sehr mag.

    Irgendwie steh ich da und frag mich die ganze Zeit "Was genau ist hier jetzt der Reiz, warum dieser Aufriss? Wofür?"

    Es erschließt sich mir nicht.

    Wir sind dann doch ein eher kleines Land, der Genpool wird eben nicht größer wenn man nicht importiert.

    Es wird bei den Retrievern viel importiert und viel im Ausland gedeckt bzw je nach Ausgangslage auch künstlich befruchtet. Mein Golden hat Franzosen, Italiener, Niederländer, Schweden und Finnen im Pedigree, keinen einzigen in D gezogenen Hund, die Mutter ist ein Import. Die Zucht ist eh vernetzt, es geht vielmehr um das, was man verpaart, nicht darum, wo es herkommt.

    Natürlich ist auf Farbe züchten Murks. Aber extradunkel auszuschließen bedeutet doch automatisch auch, dass man Verpaarung lieber nicht macht, die in die Richtung gehen würden, auch wenn das ansonsten wirklich gute Verpaarungen wären. Und da sehe ich schon ein Problem.

    Dass dadurch gute Verpaarungen von vornherein ausgeschlossen werden, halte ich für ziemlich ausgeschlossen. Es gibt, wie gesagt, foxred Hunde in zig Schattierungen in der FCI, dem KC, dem AKC und CKC - diese verhältnismäßig kleine (wirklich kleine!) Anzahl dieses Dunkelgelbs macht da mit Sicherheit nicht den entscheidenden Unterschied bei der Population, die der Labrador weltweit hat.

    Und "ausgeschlossen" wird in dem Sinne auch nichts, wenn außer der Farbe da kein relevanter züchterischer Reiz vorhanden ist, warum sollte man auf solche Hunde zurückgreifen?

    Grundsätzlich finde ich es nicht verkehrt solche Tiere zu importieren um eine genetische Vielfalt zu generieren

    Nur weil man sich einen Speziallackhund aus dem Ausland holt, ist der nicht automatisch ein genetischer Jackpot. So einfach ist das nicht.

    Ich find's immer schade, wenn Farbe ein zuchterschwerender oder -ausschließender Grund ist - abgesehen von Farben, die in dieser Rasse tatsächlich zu gesundheitlichen Problemen führen natürlich.

    Das ist so nicht der Fall. Es gibt im Gelb des Labrador eine riesengroße Bandbreite inklusive sehr dunkler Töne. Die Hunde, die da jetzt in ihrer Extremausprägung vielleicht importiert werden könnten, sind mit Sicherheit kein Gewinn für die Rasse an sich hinsichtlich herausragender genetischer Vielfalt. Warum auch? Was soll der Aspekt "extra dunkel" für Benefits mitbringen?

    Es gibt doch etliche "foxred" Labradore, sowohl im DRC als auch im LCD, sowohl aus Arbeitslinien (FT als auch jagdliche LZ) als auch in der Standardzucht. Das ist nicht neu.

    Neu ist, dass es mega trendy geworden ist, das Gelb so dunkel wie irgend möglich zu bekommen. Wenn man nun nicht gerade auf diesen Farbzug aufspringen will, wozu solche Hunde in die Zucht holen?