Beiträge von Helfstyna

    Zitat von "Buddy-Joy"

    Ändert zwar nix an seiner Kompetenz, die hat er ohne Frage, aber seine "Anhänger" sehen das alles oft n bisschen Sektenmässig ( bloss kein böses Wort übern Baumann :fear: )


    Aber ist das nicht überall so, wo einer "groß" geworden ist?
    Geh mal zu den animal learner und sag was negatives über Clarissa und ihre Methoden... glaub mir ich hab's gemacht da brauchste seeeeeeeeh schnelle Beine um das zu überleben :lol:

    Zitat von "dragonwog"

    Öhm, Falbala, er zieht in so ziemlichen jedem Printmedienartikel über die "gefährlichen und albernenen Wattebäuschchenwerfer" auf, und das noch ziemlich niveaulos. Aber da gibts ja auch Unterschiede ;)


    Kann es sein dass du da grad Bloch und Baumann durcheinander wirfst?
    Von Bloch bin ich es gewohnt, dass die Spitzen in Richtung Wattebauschfraktion auch mal unter die Gürtellinie gehen.


    Von Baumann ist mir sowas nicht bekannt. Er äußert sich häufig negativ über zu eingeschränkte Trainer (egal ob wattebausch oder Hardliner) niveauloses wär mir da aber noch nie untergekommen, sondern immer konkret benannt und sachlich begründet.

    Zitat von "Krambambuli"

    Ich oute mich hiermit ofiziell als Triebliebhaber, gegen allen Trend zur Triebphobie


    Willkommen im Club =)
    Ja ich liebe es auch, wenn meine Hunde vor "will will" fast platzen und wenn daraus auch mal Ungehorsam resultiert oder ein Schnapper neben die Beißwurst geht, so what.


    Aber das ist ja das Schöne an Baumann, er ist ja auch den Triebmonstern nicht abgeneigt, bietet aber eben jenen die nicht damit umgehen können/wollen Mittel und Wege die Sache zu kanalisieren und kontrollieren.


    Umfassende Anamnese - aufzeigen welche Ziele möglich sind - absprechen welche Ziele gewünscht sind und dann individuell darauf hinarbeiten.

    Hm ich denke mal um da nicht nur wild durch die Gegend raten zu können, wären etwas mehr Einschränkungen nötig.
    Es gibt derzeit über 300 FCI anerkannte Hunderassen, die man vom Züchter kaufen kann.
    Auch passionierte Jagdhunde die in der Familie aufwachsen und von Welpenbeinen an mit Kleintieren leben können sehr wohl unterscheiden dass man die Katzen und Kaninchen im Haus nicht jagen darf.

    Mein absoluter Lieblingssatz: "Das kommt davon wenn Hunde am Halsband laufen müssen, da werden sie aggressiv. Wie würden Sie reagieren, wenn man ihnen den Sicherheitsgurt um den Hals wickelt"


    Szene: Ich geh mit meinen beiden Gassi, kommt mir Frau Trainierin mit ihrem Border am Geschirr entgegen. Border sieht meinen DSH und flippt aus, mein DSH (auch am Geschirr) lässt sich natürlich nicht anstänkern und giftet an der Leine zurück auf Teufel komm raus.
    Meine Dobermannhündin - als einzige am Halsband - steht an der langen Leine daneben und guckt die beiden tobenden Herren gelangweilt an und wartet bis wir endlich weitergehen können :headbash:

    Ich fand es sehr interessant und bin der Meinung, dass eben drei sehr verschiedene Arten der "Einsamkeit" gezeigt wurden.


    Die Frau mit dem Pudelmischling fand ich wirklich bemittleidenswert. Ebenso ihren Hund, der nicht Hund sein darf. Dazu noch eine Trainerin die in der Praxis nicht wirklich Ahnung hatte, was sie tut.


    Die Punkerin mit ihrem Hund war so ein Mittelstadium. Sie möchte ihren Lebensentwurf leben und sich nicht mehr utnerordnen, notfalls eben alleine, auch wenn sie sich doch noch nach den normalen Dingen sehnt.


    Die Dame mit dem Flat war für mich in soweit ein wenig ein Sonderfall, weil ich bei ihr das Gefühl hatte, sie hat sich bewusst für das Allein sein entschieden und kommt damit gut zurecht. Sie hat - aus welchen Gründen auch immer - eben nicht den typischen Ehemann, Familie, ect Lebensplan. Aber sie hat einen Job, Freunde und eben ihren Hund, den ich in ihrem Fall eher als Hobby ansehen würde. Sicher sie investiert eine Menge Geld, aber wenn ich mir ansehe für welche Beschäftigungen andere Unsummen Geld ausgeben.... wo ist der Unterschied ob ich jede Woche zweihundert Euro in den Hund investiere oder ins Golfspielen und den Personalfitnesscoach.

    Ich oute mich mal als Baumann-Fan.
    Sicher gehe nicht in allen Punkten mit ihm d'accord, aber ich mag den Ansatz den er vertritt.
    Baumann sagt ganz klar ein guter Trainer muss die komplette Palette beherrschen von Wattebausch bis Hardliner und eben dann erkennen, was der individuelle Hund braucht.


    Es gibt kein Schema F, kein generell "gut/böse" von Mitteln.


    Und wie schon erwähnt kommt die tolle Arbeit im Tierschutzbereich hinzu.

    Hm, vielleicht sollten wir die Leute zusammen in einen Raum sperren - wenn sie wieder rauskommen haben sie sich vielleicht geistig genug durchmischt um einen gesunden Mittelweg in Sicht auf die Dinge zu haben :D


    Spaß bei Seite. Den Typus "Mein Hund ist sooo schrecklich" kenn ich auch. Aber da hatten meist die Hunde keine ernstzunehmenden Probleme, die Besitzer machten nur aus jeder Mücke nen Elefanten. Bei den wirklich ernstzunehmenden Kandidaten - die allerdings eine verschwindend geringen Teil ausmachten - redeten die Besitzer meist schön.

    Was man auch nicht vergessen darf:
    Wenn man den Hund allein ohne Besitzer hat, lässt sich in der Anamnese sehr schnell ausmachen, welche "Probleme" wirklich vom Hund ausgehen und welche vom Halter verursacht sind. So findet man sehr schnell die passenden Ansatzpunkte wo der Hund im speziellen lernen muss, wo der Halter allein Nachhilfe nötig hat und in welchen Punkten sie zusammen etwas ändern müssen.


    Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass es für den Halter sinnvoll ist, gewisse Dinge nicht zu sehen. Nicht weil der böse Trainer gemein zu ihrem Hund wäre, sondern weil es während der Anamnese zu Szenen kommen kann, die das Bild eines Halters von seinem geliebten Hund zu tiefst erschüttern können. Denn viele Leute neigen dazu selbst das gefährlichste Verhalten doch noch zu bagatellisieren oder zu entschuldigen.
    Was wenn sich aber nun während der Anamnese herausstellt, dass der geliebte Hund auch ohne mit der Wimpfer zu zucken gegen den Besitzer gehen würde, dass er eben doch das Kind auf der anderen Seite des Zauns packen oder den anderen Hund ernsthaft verletzen würde, wenn er nur die Gelegenheit dazu bekommt?
    Ich musste es leider immer wieder miterleben, dass Hunden zwar zu helfen gewesen wäre, die Besitzer aber so geschockt waren, als sie sahen wozu ihr lieber Hund wirklich bereit wäre, dass sie sich aus Angst von ihm trennten.