Ich bräuchte mal bitte Interpretationshilfe eines Hundeverhaltens.
Heute Morgen trafen wir auf eine altbekannte Vizsla-Hündin, die kennt Nouska schon seit sie bei uns ist, die Halterin und ich waren mal befreundet. Vizsla ist 5,5 Jahre ca. Nouska 4,5.
Vizsla hat schon immer sehr mobbig agiert, jagte gern andere Hunde, rempelte Nouska an, hetzte sie immer mal und es war einfach ungut und unausgewogen. Halterin beratungsresistent, der Hund spiele doch so schön und sei dann hinterher so toll müde.
Nachdem wir uns jetzt also schon 3 Jahre nur noch sporadisch sehen fing Vizsla immer schon von weitem an, Nouska anzustarren, den Kopf zu senken und auf sie loszugehen, immer aber von der Leine zurückgehalten und dann mal bellend mal regelrecht brüllend in der Leine stehend. Nouska war IMMER deeskalierend freundlich, auch wenn ich weiß, dass sie durchaus auch anders kann.
Heute kam Vizsla jedenfalls frei laufend um die Ecke. Stackste, nahm den Kopf tief, fixierte - soweit, so klar: Jagdverhalten. Nouska deeskalierte, wedelte tief mit der Route, leckte sich den Fang, ging einen Bogen und nahm eine demütige Haltung an. Vizsla völlig unbeeindruckt auf sie los, öffnet den Fang weit und geht immer wieder an Nouskas Hals, die sich direkt auf den Boden geschmissen hat und ihr ergeben war. Vizsla schreit/brüllt dabei und setzt immer wieder nach. Dabei hat sie aber den Fang nie geschlossen sondern weiter offen gehabt, also nicht beschädigt. Ich hab sie weggeschubst, sie kam direkt wieder und erst Herrchen hat sie sich dann gegriffen und dann war Ruhe. Zug auf dem Geschirr, was er in der Hand hatte, aber sie war still.
Was war denn das? Also das Geschreie mit offenem Fanng? Frust, weil sie nicht mehr weiß, was sie mit so ner Beute machen soll oder was?
Die Halter sind jedes Mal auf's neue wie vom Donner gerührt, dass ihr Hund so drauf ist, dabei müssten sie es ja langsam wissen. Und Nouska ist jedes Mal auf's Neue enttäuscht und fragt mich mit großen Augen, warum die Vizsla-Freundin so schlechte Laune hatte...