Menschen haben auch einfach unterschiedliche Lebensrealtiäten und Kapazitäten. Sowohl finanziell, also auch zeitlich und räumlich.
Menschen haben unterschiedliche Ziele, Jobs, Partnerschaften, Wünsche ... - das alles kann oder kann eben nicht kompatibel mit vielen Hunden sein.
Für die einen ist es erfüllend, für andere stark einschränkend.
Ich finde es da nur logisch, dass das "Vielhundekonzept" für manche eben besser passt und funktioniert als für andere.
Ich für mich kann ganz klar sagen, dass ich in meinem Alltag niemals vielen Hunden gerecht werden könnte. Aktuell habe ich 2, das ist absolut perfekt und ausreichend, 3 könnte ich mir als "Übergang" noch vorstellen. Hinzu kommt dann noch der Hund meiner Mutter, den ich ja regelmäßig mitbetreue (und sie meine). Aber mit Schichtdienst, begrenzten zeitlichen und mentalen Kapazitäten und auch dem Wunsch mal in den Urlaub zu fahren, ohne Hunde daheim zu lassen + mal Freizeit ohne Hund (essen gehen, Kino etc.) wären für mich jetzt nicht unbedingt mehr Hunde drin.
Zu unserer Höchstzeit hatten wir 5 Hunde. Ja, das hat funktioniert. Und ja, das hat auch super schöne Seiten. Aber als dauerhafter Zustand? Puh. Neee, brauche ich jetzt nicht unbedingt.
Ich muss auch ehrlich sagen, als ich noch aktiver im Sport unterwegs war, war es auch irgendwie "sinnvoll" mehr Hunde zu haben. Das ergibt sich irgendwie so, die Rentner, die aktiven Sporthunde und der Nachwuchs. Da kommt man schnell auf 4+. Treibende Kraft für die Hundeanschaffung war da aber tatsächlich der Sport.
Jetzt wo der Sport nicht mehr so arg im Fokus steht, kann ich ganz ehrlich von mir sagen, dass mir "mehr Hunde" nicht unbedingt mehr geben. Allerdings mehr Arbeit, mehr schlechtes Gewissen nicht allen gerecht zu werden - aber ich ziehe aus mehr Hunden keinen besonderen Benefit für mich persönlich. Ich hab zwei supertolle, brave und funktionierende Hunde. Die geben mir aktuell alles was ich brauche ♥