Ganz tolles Foto! ♥
Beiträge von Bonadea
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Dies beiden mir bekannten Statistiken zur Lebenserwartung aus Schweden und USA beruhen auf sehr großen Datenmengen von vielen Tausenden Hunden, die in einer Hundekrankenversicherung eingetragen waren. Alter und Todeszeitpunkt waren also bekannt, und aufgrund der großen Tierzahl kann man schon sagen, daß sehr viele Zufälligkeiten nivelliert wurden.
Nicht erfaßt wurde die Gesundheit, also in welchem Zustand das jeweilige Alter erreicht wurde. Also ob Mischlinge gesünder sind als Rassehunde, geht aus diesen Statistiken nicht hervor. Nur das erreichte Lebensalter.
Natürlich gehören auch Rassehunde aus Vermehrerhand zur jeweiligen Rasse. Aber umgekehrt könnte man ja auch annehmen, daß die oft unabsichtlich erzeugten Mischlinge im Schnitt weniger gute Aufzuchtbedingungen und damit einen schlechteren Start ind Leben haben als die teurer verkäuflichen Rassehunde. (Designermixe waren noch längst nicht so verbreitet wie heute.)
Das sind ja so oder so immer Durchschnittswerte.
Und es kann ja auch durchaus sein, dass das Ergebnis der Studie eben nicht auf "Rasse xy" angewendet werden kann und eben auch nicht auf jeden Mischling.
Die Ergebnisse einer Statistik kann man nie auf den einzelnen Hund anwenden. Jeder Hund hat ja seine eigene innere Lebensuhr und kann älter werden oder jung versterben. Auch einzelne Rassen können selbstverständlich von der Statistik abweichen.
(Warum eigentlich gehen einige hier davon aus, daß Rassen mit kurzer Lebenserwartung die Werte runterziehen könnten, aber niemand sieht die Möglichkeit, daß andere Rassen überdurchschnittlich lang leben könnten? )
Ich wünschte mir sehr, daß ausnahmslos alle Rassehundezüchter sich diese Statistiken an den Spiegel hängen und jeden Tag darüber nachdenken, warum Mischlinge eine höhere Lebenserwartung haben als Rassehunde. Und was sie selbst tun können, um das zu ändern. Den Genverlust bei ihrer Rasse aufzuhalten und die genetische Basis zu erweitern.
Denn die organisierte Rassezucht nach den bisherigen Methoden der Selektion auf Äußerlichkeiten steckt in einer Sackgasse, wenn nicht sehr tiefgreifend umgedacht wird. Und das betrifft alle Rassen, nicht nur die mit Qualzuchtmerkmalen.
Nichts anderes wollte ich damit ausdrücken.
Aber du hast es nochmal schöner ausformuliert.
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Das sind ja so oder so immer Durchschnittswerte.
Und es kann ja auch durchaus sein, dass das Ergebnis der Studie eben nicht auf "Rasse xy" angewendet werden kann und eben auch nicht auf jeden Mischling.
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Es gibt mehrere Studien dazu und im Großen und Ganzen kommen alle zu dem Schluss, dass Mischlinge statisitisch im Durschnitt ca 1 Jahr älter werden als Rassehunde.
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Wie immer ist halt niemals alles schwarz und weiß.
Der VDH ist auch nicht an allem schuld und es gibt auch im VDH eine ganze Menge toller Züchter und Hunde/Rassen. Aber ich ich weiß was ihr meint, und ich denke so geht es einigen, die sich etwas intensiver mit dem Thema beschäftigen.
Wenn ich euch jetzt sage, dass die meisten Tierschutzmixe gesundheitlich nicht grad besser da stehen, dann ist das vermutlich aber auch kein Trost?!

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Wie corrier aber auch schon schrieb ... der Collie ist TROTZ seiner krassen Inzuchtwerte dafür noch äußerst vital und wenig betroffen.
Es ist dennoch so schade, was aus unseren Hunderassen geworden ist und auf welchem traurigen Weg sich so viele Rassen bewegen ... nicht besonders ermunternd.
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Und das gibts das hier, die explizit den Collie ausnimmt:
https://cgejournal.biomedcentral.com/articles/10.11…575-021-00111-4?
Wobei ich das anekdotisch nicht bestätigen kann, ich beobachte immer mehr Collies mit ner kürzeren Lebenserwartung, Allergien, Immunsuppression, Verdauungsproblemen und Co.
Will das einfach der Vollständigkeit halber in den Raum werfen.
Die Erfahrung habe ich auch gemacht.
Also nicht mal, dass Collies ständig krank sind, aber WENN sie krank sind, dann ist es irgendwie ganz oft immer richtig schnell kacke.
Hab auch das Gefühl, dass sie nicht nur immer weicher werden im Wesen und Gangbild, sondern, dass auch das Immunsystem immer wehrloser wird.
Ich weiß, dass ist jetzt nicht besonders wissenschaftlich ausgedrückt und kann auch nur eine rein subjektive Wahrnehmung sein

EDIT: Ich finde aber auch, dass Shelties genau auf dem gleichen Weg sind ...
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Erst vor ein paar Jahren ist ein Jugendlicher auf dem Tegernsee ertrunken/verschwunden. War mit seinem Vater bei besten Wetter mit Kanu unterwegs.
Besser safe than sorry. Und wenn es für die Hunde mehr Sicherheit gibt, wieso nicht. Es kann so schnell etwas passieren.
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das sind gekippte Sprunggelenke
Zu gerade Hinterhand mit instabilen Gelenken sorgen für ein spontanes nach vorne Kippen eines Gelenkes, das eigentlich in diese Richtung gar nicht kippen sollte.
Dazu kommen bei diese armen Maus diverse weitere, sehr schwere anatomische Fehler. Fehler, die den Alltag des Hundes gravierend negativ beeinflussen.
Nicht nur unschön aussehen, sondern wirklich in der Fortbewegung Probleme bereiten.
Ergänzend: auch schön die Kyphose des Rückens, um die instabile Hinterhand zu kompensieren.
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Aber die haben ja ganz andere Mechanismen zur Thermoregulation. Ich denke nicht, dass man das vergleichen kann.
Und Katzen haben durch Brachycephalie auch erhebliche Einschränkungen, nur werden sie da eben einfach nicht so massiv wahrgenommen durch die Besitzer.
Man muss sich immer das ganze Tier angucken.