Beiträge von Bonadea

    ich sprach ja nicht davon das der Hund an der 1m Leine bei Fuß laufen soll :tropf:
    Aber ICH (meine ganz eigene Meinung aus meinen ganz eigenen Erfahrungen, die keinesfalls für alle richtig und stimmig sein muss) würde einen 9 Monate alten Hund, der seit 3 Monaten da ist und laut Besitzer von sich aus draußen absolut null Kontakt zum Besitzer aufnimmt (es sei den er wird geködert) nicht noch durch zig verschiedene Aktivitäten aufputschen.
    ICH würde erstmal Ruhe in das Ganze rein bringen und sobald Hund und Herrchen ein Team geworden sind, gemeinsame Aktivitäten aufbauen.
    Gassi gehen ist doch so schon spannend genug für einen so jungen Hund.


    Die Frage ist ja, WAS man draußen macht, Aktivitäten können ja auch wunderbar helfen etwas ZUSAMMEN mit seinem Hund zu machen :) Dabei kann man einen Hund körperlich auslasten, aber eben auch Bindung aufbauen und interessant werden für seinen Hund.

    Vermutlich habe ich auch wieder selektiv gelesen, aber hier stand doch jetzt öfters sie solle das Spielen bleiben lassen, den Hund nur ruhig an der Leine gehen lassen und sogar wurde gesagt, sie soll sich irgendwo mit ihm hinsetzen und jede Handlung (buddeln, etc.) komplett unterbinden und darauf bestehen, dass er nur schaut.

    Ich denke manche Rassen sind halt insgesamt eher "außenfokussiert" und andere sind eben lieber "besitzerfokussiert" und dazwischen gibt es viele Facetten.

    Im Prinzip kennt keiner den Hund und die Halterin, aber ich tue mich ja etwas schwer, dass "Ruhe erzwingen" in jedem Fall immer so die Lösung sein soll. Und der Trend geht ja immer mehr dazu über, dass Hunde irgendwie nix mehr dürfen. Bloß nicht bellen, bloß nicht rennen ... weil "dann hat man ja Stress".

    Ich denke eine gesunde Mischung aus Action und Ruhe macht einen temperamentvollen Hund glücklicher und ausgeglichener, als wenn man ihn zur notorischen Langeweile erzieht.

    Aber gut, nur meine Meinung :)

    Und der Hund soll nie rennen oder mal powern???
    Das ist ja so, als würde man ein Kleinkind am Stuhl festbinden und ihm jegliche Aktivität untersagen.


    Ich glaub auch nicht, dass ein Hund einen Wochenstundenplan braucht, oder 5 Einheiten am Tag mit Training, Suchspielen und sonst was ... aber wieso ein Junghund nicht auch mal die Sau rauslassen darf, sondern von ihnen immer nur 100% Beherrschung erwartet wird, kann ich nicht verstehen. Ruhe und Aktivität sollte in einer Balance stehen und es sollte nicht krampfhaft das eine oder das andere erzwungen werden.
    Spielen - und das wird gern vergessen - bedeutet ja nicht, dass der Hund dabei absolut hohldrehen muss. Es ist auch wichtig für die Entwicklung und kann ein super Mittel sein, um die Bindung zu stärken.

    Sie schreibt der Hund ist in der Wohnung die Ruhe selbst, schläft viel und döst, macht nix kaputt. Draußen ist er eben aufgeregt und muss Energie loswerden. Also für mich ist das ein ganz normaler, aktiver Junghund.

    just my two cents ....

    Doch das heißt es schon. Natürlich kommen keine neuen Gene dazu, aber der Verlust der Gene wird verlangsamt.


    Das kommt jetzt drauf an, wie man "mehr Tiere" definiert. Es geht also um die Ausgangsbasis. Eine Population, in der schon bestimmte Gene verloren gegangen sind, wird diese nicht wieder neu bekommen, nur weil aus dieser Population wieder mehr Tiere zur Zucht verwendet werden. So meinte ich das.

    Die Masse an zuchtfähigen Tieren sagt halt noch nichts über ihre Genvarianz aus.

    Also für mich persönlich wäre es ein wichtiger Schritt erstmal alle künstlichen Grenzen zu kippen, in meinem Beispiel Farbzucht-Restriktionen aufzulösen. Die gibt's ja nicht nur beim Pudel und es muss noch lange nicht so drastisch sein wie beim Großspitz, dass man sich abtrennt und so versucht die Rasse zu retten.
    Und dann als zweites
    vereinsübergreifend Datenbanken zu erstellen, wo wirklich alle Daten abgeglichen und eingetragen werden inkl mehr verpflichtender Tests als nur die paar bekannten Krankheiten, sodass man sich als Züchter breiter informieren kann und einem breiteren Überblick auf mehr Deckpartner hat. Gute Datenbanken sind keine Selbstverständlichkeit in der Hundezucht.
    Der dritte Schritt wäre, dass man auch die Welpenkäufer mehr einspannt, sodass die Nachzucht beurteilt wird, es mehr Deckrüden und mehr Hündinnen in Zuchtmiete gibt, sodass die Genvielfalt innerhalb der Rasse auseinanderfächert. Nicht im Sinne mehrfacher Champions, sondern dass man mehr Auswahl hat und nicht immer dieselben Hunde hat.
    Und dann wäre ich persönlich für Deckbeschränkungen, um all dies Prozesse zu fördern und Matadorzucht endlich zu vermeiden.


    Das wäre sinnvoll ja. Auf jeden Fall.


    Denke nur, dass wird nicht unbedingt reichen bei einigen Rassen. Zumal "mehr Tiere in der Zucht" ja leider nicht "mehr Genvarianz" bedeutet.

    Was ist denn das für eine verantwortungsvolle Züchterin? Die ständig Nachschub produziert und dann die Welpen mit 8 Wochen abgibt? Ich mein, he, dann fangen die Biester natürlich an, Arbeit zu machen und Geld zu kosten. also richtig, zufüttern, Mutterhündin braucht wieder eigenen Raum, braucht Entlastung und die Welpen sollten sozialisiert werden. Ausserdem fangen die an rumzuwuseln und Sachen kaputt zu machen. Und Impfungen stehen auch an. Is natürlich praktisch die dann schon abzugeben.

    Ihr holt den Hund später, weil ihr im Urlaub seid und dann ist de r Hund immer noch erst 9 Wochenalt? Ich finde das zu früh. Insbesondere, da ihr keine Hundeerfahrung habt und der Hund in einen Einzelhundehaushalt kommt.


    Abgabe mit der vollendeten 8. Woche ist absolut in Ordnung. Das hat nichts mit Verantwortungslosigkeit zutun. Keine Ahnung wie du auf diese Idee kommst.

    Und die Aussage, dass man willkürlich Straßenhunde oder Dingos einkreuzen sollte, sowie dass Verhalten sekundär sein sollte, auch?


    Sehe ich nicht so, nein.

    Verhalten und Phänotyp werden aber selbstverständlich durch Fremdeinkreuzung irgendwie beeinflusst. Davon muss man sich aber in der Rassehundezucht einfach auch mal lösen und der Realität ins Auge sehen, anstatt immer mit einer "Angst" an dem Schiff festzuklammern, das irgendwann untergeht. Das ist meine Meinung.

    Wohin uns diese "Reinzucht" bei so vielen Rassen geführt hat, kann man ja eindrucksvoll sehen ....

    Eine größere Variabilität in Phäno- und Genotyp ist nicht Schlechtes. Aber eine "Rassehundezucht" dessen Ziel eben immer noch homogenere Individuen sind, wird das halt nur schlecht akzeptieren. Ein Widerspruch in sich, sozusagen.

    @IngoK Weißt du, was mich richtig nervt? Das ist der 2. Qualzuchtthread und wir sind schon wieder fast bei 400 Seiten.
    Dann kommt jemand neues in den Thread, hat bisher kaum mitgelesen, weniger als 10 Beiträge insgesamt verfasst und was kommt wieder... Der Vdh züchtet kranke Hunde.

    Lies doch erstmal ein stückweit quer, bevor man wieder vom Ei und der Henne beginnt.

    Und zu "wir müssen Straßenhunde einkreuzen" sag ich mal gar nichts, außer: Wenn Mama im Dorf vom Sohn gedeckt wird und da mangels Untersuchung die Mär vom gesunden Mischling aufgebaut wird, möchte ich trotzdem auf keinen Fall, dass ein Nachkomme davon auf einen durchgeplanten und kontrollierten Rassehund gesetzt wird...


    Im Kern stimmt Ingos Aussage aber.
    Man muss keine 500 Seiten lesen, um zu wissen, das Selektion auf wenige optische Merkmale, das Schließen von Zuchtbüchern und die Verhinderung vom Fremdbluteinkreuzung zur genetischen Verarmung führt.

    Das hat mit dem VDH wenig zutun und ist auch kein VDH-Bashing.

    Ich denke auch nach wie vor, dass die Einkreuzung anderer Rassen aktuell der einzige Weg ist, die Anatomie zu verbessern (sprechen wir mal nicht von retten ....).

    Darauf zu warten, dass aus dem "genetischem Müll" (man verzeihe mir bitte den harschen Ausdruck, es soll keinesfalls als Beleidigung interpretiert werden) von alleine wieder gesunde Hunde werden, ist doch mehr als naiv.