Beiträge von Bonadea

    Und ich denke hier ist eines ganz besonders wichtig: darüber sprechen.

    Und zwar nicht erst, wenn es soweit ist und man sich dazu durchgerungen hat, den letzten Gang jetzt anzutreten, sondern vorher, in einer ruhigen Minute. Ich weiß man macht es nicht gerne, weil man das Thema lieber verdrängt, aber einfach mal den TA beiseite nehmen und in der Theorie den Fall der Fälle durchsprechen und die Möglichkeiten abklären.

    Ganz genau!

    Nicht falsch verstehen, wenn es nur ein reines "Schmerzgeschehen" ist, muss man sich natürlich auch mal ein bisschen in Geduld üben und da kommt es "auf den einen oder anderen Tag" nicht unbedingt an.
    Wenn aber neurologische Defizite vorliegen (also ataktisches Gangbild, verzögerte Stellreflexe oder gar Lähmungen), dann sollte man sehr zügig handeln. Also wenn er hinten ataktisch läuft, wäre das für mich schon ein Grund ein bisschen Druck zu machen.

    In den meisten Fällen sind Bandscheibenvorfälle eher progressiv im Verlauf, das heißt es wird eher schlechter als besser. Klar kann man es auch erstmal konservativ probieren. Aber grad bei so Bandscheibengeschichten ist man ja meist mit einer frühen Diagnose deutlich freier im Handlungs- und Therapiespielraum. Zumal ShiTzus leider zu den prädisponierten Rassen gehören.

    Aber keine Panik auf der Titanic!
    Ich drücke euch die Daumen. Das wird schon alles! Vielleicht kann dein HTA ja etwas Dampf für dich machen!

    Ich möchte nochmal dazu anmerken, dass die Euthanasie über den Venenzugang für mich die schnellste und humanste Methode ist. Es ist einfach die schnellste und sicherste Art und man muss in keine Körperhöhlen und Organe mehr spritzen. Ich würde eine Narkose i.v. daher nicht per se verteufeln. Gerade bei kreislaufschwachen Tieren kann es manchmal sehr, sehr lange dauern, bis eine Narkose bzw. Sedierung wirklich "überall" angekommen ist wenn man nur i.m. spritzt - und man kann sich nicht immer so sicher sein, dass sie die "Todesspritze ins Herz" wirklich nicht mehr wahrnehmen.

    Auch Tiere mit Atemnot können je nach verwendeter Narkose i.m. noch schlimm zyanotisch werden oder fast ersticken aufgrund des depressiven Medikamentecharakters - auch da ist i.v. oft "netter" und schneller.


    Grundsätzlich sollte man hier wohl auch dem Tierarzt ein Stück vertrauen (bzw. sich jemanden suchen, dem man vertraut!), denn wie immer gibt es viele unterschiedliche Methoden und auch Tierärzte haben ihre eigenen "Vorlieben" mit denen sie vertraut und sicher im Handling sind. Nicht immer ist es daher besser, wenn man krampfhaft auf irgendwas "besteht", dessen Anwendung der betreffende Tierarzt aber vielleicht gar nicht sicher ausführt.

    Puh, also das mit den Wartezeiten finde ich nicht normal.
    In unserer Ecke wird sowas sofort, bzw. sehr zeitnah gemacht. Die Neurologie kann sich ja jederzeit verschlechtern.

    Bandscheibenpatienten sind ja so gesehen keine "normalen Lahmheitsabklärungen", sondern Akutpatienten, die innerhalb von Stunden gelähmt sein können.

    Natürlich hoffe ich, dass das bei Deinem nicht der Fall ist und laufen kann er ja auch noch, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Bei uns kommen die sofort in die Röhre ... und wenn die neurologisch noch unauffällig sind, dann immerhin am nächsten Werktag. OP wird auch direkt im Anschluss gemacht ... nur eine Narkose für den Patienten.

    Ich kam mir damals auch total dämlich vor. Ich berichte von starken Schmerzen und so und neben mir steht ein fröhlich wedelnder Hund, der auf sein Leckerlie wartet.

    Andere Sympthome konnte er allerdings nicht verschleiern....


    Drücke die Daumen für den Kleinen.


    Der Klassiker. Und damit bist du sicher nicht alleine!
    Ich glaub, das ist ja immer so wie bei uns ... wenn wir beim Zahnarzt sind, tut plötzlich auch nix mehr weh :P

    So wie das klingt würde ich sehr zeitnah ein CT machen lassen. Wenn schon neurologische Symptome bestehen, dann würde ich keine Zeit aufschieben, sondern klare Verhältnisse schaffen. 6 Jahre ist ja kein Alter! Ggf. ist er auch ein Kandidat für eine OP und je schneller du eine sichere Diagnose hast, umso besser die Prognose :)

    Alles Gute!

    Das tut mir sehr leid, dass du diese schreckliche Erfahrung machen musstest.


    Hier das selbe...

    Das kann ich bestätigen. Ich kenne eigentlich niemanden (außer ganz "alte Hasen"), die noch mit T61 einschläfern, und die wenigen die es tun, tun es mit einer Narkose vorher.

    Es gibt mittlerweile sehr moderne und sichere (!) Mittel für eine wirklich friedliche Euthanasie. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Tier "später wieder aufgewacht ist". In vereinzelten Fällen kann es tatsächlich noch zu einzelnen Muskelzuckungen kommen, weil nicht alle Zellen "sofort tot sind", sondern sich noch "entladen" (ganz laienhaft gesprochen). Das ist aber nichts "Schlimmes" und passiert in den Minuten direkt nach der Euthanasie und nicht noch Stunden danach.

    EDIT: Nichtsdestotrotz ist es sicher von Vorteil sich schon vorher beim Tierarzt zu informieren, welche Mittel er benutzt. Dann gibt es keine "bösen" Überraschungen.