Beiträge von Bonadea

    Das Gleiche mit den Shelties ... die würden auch nix machen. Ich bin froh, dass es in NRW diese Pflicht nicht gibt. Ich persönlich empfinde es schon ultra nervig und einschränkend, wenn ich irgendwo spazieren gehe, wo die mal 50 Prozent des Weges an der Leine laufen müssen (und ja ich weiß das klingt egoistisch, aber ich weiß ja nun mal auch, dass meine Hunde WIRKLICH brav sind und auch die Wege nicht verlassen).

    Ich wurde gerufen, hier bin ich.

    Ich würde den Hund jetzt erstmal danach aussuchen, was aktuell ansteht. Und nicht danach, ob dass dann später mit evtl. einem Hovawart passt ;-) Denn manchmal verschieben sich gerade mit dem ersten Hund die Wünsche und Vorstellungen an die zukünftige Rasse (weil man vielleicht merkt, dass man Eigenschaft A doch lieber mag als B oder umgekehrt).

    Davon abgesehen kenne ich viele Konstellationen von Shelties mit anderen Großhunden. Einer meiner verkauften Welpen lebt jetzt z.B. mit seinem DSH-Kumpel zusammen!

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    Natürlich muss man mit einem kleinen Hund und einem Großhundewelpen ggf. etwas Management aufwenden am Anfang, aber grundsätzlich sehe ich jetzt nicht soooo das riesen Problem ehrlich gesagt.

    Ansonsten ist beim Sheltie ein vernünftiger Züchter und eine gute Aufzucht wichtig.

    Meiner Erfahrung nach ist es oft kontraproduktiv, wenn man den Hund zu früh warm macht und er vor dem Start dann noch Leerlauf hat (am Besten im Vorbereitungsbereich, wo er dann Zeit hat sich dumm an den laufenden Hunden aufzugeilen).

    Zumindest bei meinen ... ich muss da echt aufpassen. Meistens gucke ich, dass ich losgehe, wenn noch so 10-15 Starter vor mir dran sind und den Hund aus der Box hole. Dann geht's paar Meter zum Lösen, dabei laufen sie ja schon ein bisschen, dann Zergelspiel im Vorbereitungsbereich, paar Tricks um bestimmte Muskelgruppen anzusprechen (Rückwärtslaufen, Twist, Verbeugen, Männchen), dann kurzes Enspringen. Das dauert in der Regel nicht länger als 5-8 Minuten. Mehr mache ich nicht. Ich will, dass der Hund keinen Kaltstart hat und "bei mir ist" - aber vom "30 Minuten Warm-Up" bin ich weit entfernt. Hunde sind viel schneller auf Touren, der Kreislauf soll arbeiten und Kopf und Körper auf Arbeit eingestellt sein, dafür muss man aber kein Workout vorher veranstalten.

    Nachtrag: Was mir insgesamt extrem wichtig ist, ist ein regelmäßiger Check-Up bei unserer Chiro und dass die Hunde im Auto gut eingepackt sind. Von Fleece bis Back on Track hab ich alles da und nutze es auch sehr viel.

    Erfahrungsgemäß muss nicht viel zu sehen sein, damit bei manchen Leuten der Punk abgeht.
    Vielen reicht da eine minimale Sequenz in der nicht einmal wirklich etwas zu sehen ist, damit die Fantasie Amok läuft und einem alles mögliche unterstellt wird.

    Ich erinnere mich da nur, wie es im Stachel Thread abging und welche Horrorstories da unterstellt wurden.
    Man ist es halt einfach irgendwann leid, erst einmal die Hirngespinste der Leute durchdiskutieren zu müssen, bis man zur eigentlichen Problemstellung vordringen kann. :ka:


    Ja ok, das sowieso.
    Gut, ich kann mich noch an die Stachler-Diskussion erinnern :P

    Ich fände so einen Thread jedenfalls sehr spannend (kann natürlich nichts dazu beitragen). Ich bin immer neugierig wie "woanders" trainiert wird. Könnte doch auch eher gute Werbung für den Sport sein.

    Aber ich kann verstehen, wenn man da lieber nix zeigen will. Und hier ist ja auch wirklich alles öffentlich zugänglich, oder?

    Passt schon. Ich dachte nur als ich deine Zeilen las, du würdest noch irgendwas "besonders anders" machen und war neugierig, aber im Großen und Ganzen deckt sich das einfach mit modernem Hundetraining/Aufbau - in den Bereichen, in denen ich trainiere läuft das jedenfalls genauso.

    Ist jetzt irgendwie OT.

    Das ist jetzt aber wirklich nichts Neues .... ?! Fängt ja schon mit dem Shapen beim Welpen an und hört im Sport da auf, wo der Hund eben nur nach korrekter Ausführung an sein Triebziel kommt.

    So arbeiten doch die meisten Hundesportler (zumindest in meinem Umkreis) oder sehe ich da grad den Wald vor lauter Bäumen nicht?

    Im Jagdbereich bin ich raus, aber bezüglich der Arbeit im IGP-Bereich oder mit "solchen" Hunden kann ich aus Erfahrung sagen:Hemmen und Zwänge führen immer zu einem weniger zuverlässigen Ergebnis, als wenn man psychologisch so arbeitet, dass der Hund lernt über den Gehorsam (Umwege) zum vermeintlichen Ziel zu kommen und somit glaubt, das erwünschte Verhalten ausführen zu wollen und das unerwünschte hintenan zu stellen - weil es keinen Erfolg mehr bringt.
    Meine Hunde lernen, zu glauben, dass sie mich "auslösen" können und der Weg zum Ziel IMMER über mich führt. Das bringt eine deutlich zuverlässigere Arbeitsbereitschaft mit sich, weil kein Hund schlau genug ist, zu merken, dass er ja eigentlich einfach nur geschickt manipuliert wurde.
    Egal welche Trieblage - der Hund rettet sich nicht aus Angst vor aversiven Reizen in den Gehorsam sondern bietet diesen in Hoffnung auf Freigabe selbständig an. Damit kann man ganz anders arbeiten, als wenn da Unwillen oder Gegendruck rein spielen.

    Wie das im Einzelnen funktioniert, sprengt den Rahmen eines Forums. Vermeintlich schnellere Erfolge bringt sicherlich die Arbeit über Zwänge - nachhaltiger bzw. zuverlässiger wirkt aber eben der kleinschnittige Aufbau über den psychologischen Effekt, dass man den Hund dahin bringt, zu glauben, über "meine" Umwege zum Ziel zu kommen.
    Das ist allerdings ein arbeitsintensives Gesamtsystem, das bei vielen Hunden in Kombi mit wenig Personal und Trainingszeit ohnehin nicht zu schaffen ist. Schade um die Hunde.

    Das heißt übrigens nicht, dass ich nie Zwänge einsetze - ich überlege mir aber sehr genau, wann und wo und lehne es ab, pauschal aversiv zu arbeiten, weil es vermeintlich leichter oder schneller geht.


    Dazu wäre ein separates Thema gut!

    Und auf anderen Turnieren halten die Nerven das dann plötzlich aus? Versteh ich irgendwie nicht.Ich persönlich finde das ein Armutszeugnis für die Teamarbeit. Wenn ich gut genug traniert habe bestehe ich und kann mit meinem Hund weitermachen. Wenn nicht traniere ich weiter bis es klappt.
    Gut ich kenne auch jemanden der den Hund von ihrer Tochter durch die BH hat bringen lassen (weil sie es wegen schwerem Asthma nicht mehr kann). Sie wollte danach wenn sie es körperlich schafft mit der Hündin zum Fährten, was für sie eher machbar war als das BH-Schema. Das finde ich wieder ok. Aber zu faul oder kein Bock oder nicht gut genug wäre für mich kein Grund jemand anderen meinen Hund führen zu lassen.
    Denke auch nur weil der Hund mit einer anderen Person gut läuft (was ja durchaus sein kann) heißt das doch nicht zwingend dass mein Hund es mit mir auch kann...was bringt es mir dann den Hund von jemand anderem führen zu lassen um mich in höhere Prüfungen zu mogeln?

    Wie gesagt ich meine das nicht böse, sondern das ist einfach meine Meinung

    Nein...war zwar bei Tunrieren dabei aber nein...würde ich auch nichtAber ich frage mich warum gerade Agi Sportler (zumindest hier im Forum, im richtigen Leben Gott sei Dank nicht) ein Problem mit der BH haben...versteh ich nicht. Andere kriegen das doch auch gebacken...


    Man sollte hier aber auch mal die Kirche im Dorf lassen und einfach mal überlegen, welche Wertigkeit die Prüfung für einen selber oder für andere hat. Wenn jemand die BH als persönliche "Messlatte" und "Herausforderung" oder als "Aushängeschild" für seine eigene Kompetenz oder Beweis als Teamleader empfindet - der kann und soll das so machen und gerne mit seinem Hund höchstpersönlich starten (wie es ja in allen Sparten vermutlich ja sowieso fast auch alle machen!).

    Wenn jemand die BH aber einfach für den Turniereinstieg (also in diesem Fall Agility) benötigt und das Ding einfach nur bestehen muss - dann ist es doch völlig wurscht wenn man nen Freund laufen lässt, weil man einfach weiß, dass man da selbst einfach nervlich total verkacken würde. Da bricht sich doch echt niemand einen Zacken aus der Krone. Die BH sagt doch absolut nix über den weiteren sportlichen Verlauf aus.

    Und mal zum Thema Prüfungsangst. Da kann ich nur von mir sprechen. Ich finde die BH ist eine der schlimmsten Prüfungen ever. Insbesondere wenn man sie NUR fürs Agility braucht. Das ist wie Führerschein. Ich persönlich habe richtig Stress bei dieser Prüfung. Ich laufe sie zwar (mit all meinen Hunden und auch immer bestanden) - aber ich kann es trotzdem total verstehen, dass das eben eine ganz andere Hausnummer als Agility ist. Aber ich glaube das versteht man wohl wirklich nur, wenn man mal beides gestartet ist.

    Bin ja auch ne zeitlang Obi gestartet (Bg und O1, alle Prüfungen im V-Bereich, also durchaus nicht schlecht und mit Startberechtigung für O2) und auch dort habe ich mir jedesmal vorher so ins Hemd gemacht. Wohl auch ein Grund, warum ich das irgendwann an den Nagel gehängt habe.

    Klar bin ich auch im Agility aufgeregt vor dem Start und je nach Turnier auch mal deutlich mehr - aber das ist einfach nur eine kurze Aufgeregtheit vor dem Start und keine "ich kann schon eine Nacht vorher nicht mehr schlafen und nix mehr essen - Angst". Prüfungsangst ist also nicht gleich Prüfungsangst. Und ob jetzt jemand die BH mit seinem Hund selber läuft oder nicht ... who cares?! :ka: