Beiträge von Bonadea

    aber evtl doch andere Verhaltensmuster und Beschäftigungen einfordern würden wenn sie könnten

    Ja, tun sie.

    Ich kenne zB eine Französische Bulldogge im Agi, die mit 9 Jahren noch A3 Turniere läuft und im vorderen Feld mithält (qualifiziert sich international, steht öfter aufm Treppchen).

    Also die ist wirklich an mir vorbeigegangen. Weißt du wie die heißt?!

    Jein.

    Das In-Kauf-Nehmen finde ich auch bedenklich. Sobald ein potentielles Problem bekannt ist, sollte man darüber nachdenken, wie man züchterisch damit umgeht. Zumal die Theorie ist, dass die fehlende Sättigung mit den gewünschten Eigenschaften der Hunde zusammenhängt.

    Der "Vorteil" solcher Probleme ist, dass sie garantiert auch den Menschen stören. Da ist anzunehmen, dass die Menschen relativ bald genug eigenen Leidensdruck haben um was zu ändern, wenn diese Eigenschaft extreme Ausmaße annimmt.

    Das verwässert aber den Begriff Qualzucht.

    DCM beim Dobermann ist ein potentielles Problem und "Qual" - aber keine echte "Qualzucht". Es wurde unbewusst in den Linien etabliert, aber es gab kein direktes Merkmal, wodurch DCM gezielt gefördert wurde.

    Und so ist es doch mit einer Vielzahl an Problemem in der Rassehundezucht. Heißt nicht, dass diese Probleme nicht schlimm sind oder einer Diskussion nicht würdig sind - nur finde ich, dass sie nicht so direkt das Thema "Qualzucht" treffen.


    Bzgl. des Sättigungsgefühls. Das hält sich ja ganz hartnäckig, meines Wissens nach ist das aber gar nicht so "gut erforscht" wie es immer verbreitet wird. Ich glaube Workingcurly hatte dazu mal recht interessante Infos zu der Studie in einem anderen Thema.

    Obwohl.... Bei uns haben mal irgendwelche Jugendlichen auf ner Kirrung 100m entfernt von unserem Ansitzplatz ne Party gefeiert. Schönen Dank auch!! Da kam tatsächlich ein Fuchs bei Männe. Hat die Kids nicht beeindruckt.

    Keine Sorge!! Der Schuss ging in die entgegengesetzte Richtung.

    Seid ihr hingegangen und habt es ihnen erklärt?

    Wie sollen die wissen, dass da jemand "ansitzt"? Darüber hätte ich mir selbst als Jugendliche unterwegs mit Freunden ebenfalls keine Gedanken gemacht.

    Wir sind zuletzt in Bayern über eine "Kirrung" mit den Hunden beim Gassi gestolpert. Hätte ich nicht zwei Wochen vorher davon hier gelesen, hätte ich mich gefragt welcher Vollhonk Mais im Wald auskippt :P

    Ihr dürft auch nicht immer davon ausgehen, dass alle "Normalos" euch das Leben extra schwer machen.

    Danke euch! Rein vom Gefühl her, würde ich die Target-Methode bevorzugen. Da ich zu Beginn eben auch viel zuhause machen kann. Zugang zum Steg bekomme ich bei meiner Trainerin, die Frage ist nur, wie ich das zeitlich hinkriege. :ops: Aber Myles muss auch nicht mit 18 Monaten direkt starten, ich hab da nicht so einen Druck. Ansonsten können wir auch erstmal Jumpings laufen und weiter an den Zonen arbeiten. Er muss ja erstmal wachsen und nicht zu gross werden. Sonst hat es sich eh erledigt :lol::headbash:

    Ich könnte in meinem kleinen Garten auch eine Planke hinstellen, aber da der Garten etwas Schieflage hat, verzichte ich lieber auf einen ganzen Steg. :ops:

    Auf jeden Fall würde ich einen Online Kurs buchen. Bonadea Der von Katariina Podlipnik ist auf Englisch oder Deutsch? :lol:

    englisch :)

    Ich finde es echt etwas ... hmm ... erschreckend ... dass Beiträge so "falsch" interpretiert werden.

    Nirgendwo steht, dass man jeden Tag mit seinem Hund 10km am Stück Gassigehen MUSS. Das erwartet doch auch keiner.

    In der Quazuchtdebatte geht es doch um einen ganz anderen Punkt. Nämlich daum, dass viele Qualzuchthunde rein körperlich nicht in der Lage sind diese Strecke zu bewältigen - auch nicht mit Training.

    Ein Hund, der im Outback gelebt hat und einen funktionalen Körperbau hat wird die 10km rein körperlich schaffen. Das heißt im Umkehrschluss aber doch nicht, dass du jetzt mit ihm 10km jeden Tag durch die Gegend laufen musst :???:

    Mal eine OT-Frage deswegen Spoiler

    Spoiler anzeigen

    Bei der Ausdauerprüfung wird verlangt, dass der Hund bei 12-15 km/h trabt. Meine Terrier-Hündin (rund 40 cm) ist immer schon bei 10 km/h in Galopp gewechselt. Ist sie da eine absolute Ausnahme? Hätte ich ihr dann für eine Ausdauerprüfung irgendwie beibringen müssen schneller zu traben? Sie bevorzugt einfach Galopp.

    Hab ich mich auch gefragt. Mein 35,5cm Sheltie würde das Tempo glaub ich nicht so gut im Trab halten, weil ihre Schrittlänge einfach kürzer ist.


    Deswegen muss man korrekterweise brachycephal von extremer Brachycephalie unterscheiden. Eine ganze Menge Hunderassen sind nämlich brachycephal und viele haben damit tatsächlich keine Probleme. Wie man ja der Liste an Rassen entnehmen kann. Da muss man fairerweise schon Unterschiede machen und das ist ja genau die Kritik am Gutachten, dass es eben wenig "messbare Fakten" gibt. Aber immerhin wurde da schon mal was niedergeschrieben.

    Bzgl. meines Wurfes - worauf willst du hinaus?

    Merle? Da bin ich ganz gut informiert. Das Gutachten berücksichtigt dazu auch nicht die aktuelle Forschung (ist ja auch alles brandneu und es dringt nur sehr langsam in die Züchterkeise vor). Ich persönlich halte das Risiko also für sehr überschaubar. Aber ja, definitiv - und berechtigerweise - steht es im Qualzuchtgutachten und ich bin gespannt, was sich die nächsten Jahre so tut.