Patellaluxation ist eine Erkrankung des Bewegungsapparats, die kleine, aber auch große Hunde betrifft (bei den großen Hunden besonders die mit kurzen und/oder steilen HGLM - besonders molossoide Kandidaten, wie z.B. Old English Bulldog).
Bein den Kleinen summieren sich meist mehrere Probleme ... filigrane Knochen und eine extrem schlechte Stellung der Hintergliedmaßen (O-beinig, steil ....). Die Rinne, in der die Kniescheibe gleitet, ist oft nicht tief genug ausgeprägt, bzw. die Rollkämme zu flach. Kommt dann dazu noch eine ungünstige Stellung von Oberschenkel und Unterschenkel, dann wird die Kniescheibe der Achse und Kraft folgend einfach vom Knie runtergezogen. Bei kleinen Hunden meist nach medial.
PL wird leider oft nicht richtig ernstgenommen oder von den Besitzern nicht als Problem erkannt. Wie schmerzhaft das Runtergleiten der Kniescheibe ist, ist schwer einzuschätzen, aber ich persönlich glaube, dass Hunde dabei einen gewissen "Gewöhnungseffekt" entwickeln. Dass es aber mindestens unangenehm ist, wenn das Knie "blockiert" kann man sich wohl denken.
Langfrisitg entwickelt sich durch die unphysiologische Beanspruchung in der Regel ein deutlicher Schaden am Gelenkknorpel und eine Kniegelenksarthrose. Wenn es ganz schlimm kommt, dann ist der Knorpel irgendwann weg und es reibt nur noch Knochen über Knochen. Spätestens dann, haben sie Schmerzen. Ich habe teilweise auch Hunde mit beidseitig stationärer Patellaluxation (also eine dauerhaft luxierte Kniescheibe, die von alleine nicht mehr reingspringt) und die Leute haben angeblich nie bemerkt, dass der Hund komisch läuft. Hunde sind wirklich Künstler IRGENDWIE mit ihren Defiziten zu leben.
Für viele Besitzer gehört das "Hopsen" eben zum Klein(st)hund dazu.