Beiträge von Bonadea

    Der cushingtest wird als erstes über eine Urinprobe gemacht.

    Wenn die Urinprobe ein positives Ergebnis bringt, dann ist man relativ sicher, dass es auf jeden Fall Cushing ist.

    Wenn die Urinprobe ein negatives Ergebnis bringt, kann es aber trotzdem cushing sein.

    Das würde man dann über spezielle Bluttest herausfinden, bei denen man erst Blut abnimmt, danach ein mittel spritzt und dann in verschiedenen Abständen 1-2 weitere blutentnahmen vornimmt.

    Im Prinzip könntest du bei der Besitzerin relativ leicht nachfragen, ob für den Cushing Test mehrere Blutproben an einem Tag genommen worden sind, wenn das nicht der Fall war dann ist die Diagnostik einfach schlicht nicht ausreichend gewesen.


    Eigentlich ist das anders rum.

    Eine negative Urinprobe schließt einen Cushing relativ sicher aus.

    Eine positive Urinprobe kann auf Cushing hindeuten, aber dann muss weiter untersucht werden (weil Stess, Schmerzen und andere Krankheiten auch unabhängig von Cushing zu erhöhtem Cortisol führen!).


    Goldstandard für Cushing Diagnostik ist ein Dexamethason low dose Test.

    Alternativ geht auch ACTH-Stimtest (aber manchmal im Zweifelsfall muss dann nochmal Dexa low dose hinterher gemacht werden.)

    Für eine gute Aussage dieser Tests darf der Hund auf keinen Fall mit Kortison vorbehandelt sein!


    Bilaterale Flankenalopezie hat fast immer einen systemischen / endokrinologischen Hintergrund.

    Cushing, Hypothyreose, östrogeninduziert, Hodentumore ... lange Kortisongabe.

    Auch mal fragen, ob die Besitzer selbst östrogenhaltige Cremes verwenden. Gibts relativ häufig, dass die Hunde den Besitzer ablecken und damit Hormone aufnehmen.

    Sorry, ich werde darauf jetzt nicht mehr antworten.

    Ich bin übrigens auch Halter, Züchter, Tierarzt, Sportler .... belassen wir es doch einfach dabei, dass jeder seine entsprechenden Lebenserfahrungen in seinem Sektor gemacht hat :)

    Merci.

    Nenn es meinetwegen bockig. Ich finde das einfach Haarspalterei und dafür ist mir meine Energie zu schade.

    DSH ist jetzt keine super exotische, schwer identifizierbare Rasse. Es ist wahrscheinlich neben dem Dackel DIE Rasse, die sogar Nichthundemenschen mit guter Trefferquote richtig benennen können.

    Und wenn in meinem beruflichen Umfeld und auch in meiner privaten Hundesportbubble Zwischenfälle mit DSH überrepräsentiert sind, dann kann ich das so sagen, ohne dass ich jetzt bei jedem Hund einen genetischen Fingerprint gemacht habe.

    Und ob das am Ende ein reinrassiger VDH DSH, oder ein importierter DSH oder ein DSH-Mischling war - das ändert doch nichts an der Grundaussage, - nämlich, dass dieser Hundetyp besonders oft andere Hunde schwer beschädigt.


    Und meine einzige ehrliche Überlegung dazu ist ... ist das fehlgeleitetes Beutefangverhalten, oder was genau ist der Auslöser, dass DSHs oft aus dem Nichts heraus (kleine) Hunde attackieren.

    So. Letztes Wort zum Sonntag xD

    Wenn das für deinen Seelenfrieden besser ist, nenn sie halt "Schäferhundartige".

    Ändert an der Grundaussage aber nichts.

    Das Gleiche Spiel könntest du mit Husky, Labbi, Ridgeback spielen. Da laufen ja auch Mixe rum. Ich meine ... wie viele Hunde gibts, die das Labbi Label tragen aber gar keiner sind?!

    Ja gut ... sowohl DSH als auch Labbi sind da ja jetzt nun mal 2 Extrembeispiele. Dazwischen gibts auch noch viele Grautöne.

    Ich habe den Labbi als Beispiel gewählt, weil es den Labbi eben zahlenmäßig ähnlich häufig wie den DSH gibt und im Vergleich dazu der DSH subjektiv mehr als überrepräsentiert ist, wenn es zu schwerwiegenden Verletzungen bei Artgenossen kommt.

    Man kann den Labbi hier auch gerne gegen viele andere Rassen ersetzen.

    Ich wurde ja auch schon vom DSH gebissen, da war es klar: Hund sucht aktiv Nähe und dann ist es ihm doch zu nah:fear: Das Nähesuchen hat sicher auch ne Portion Kontrollverhalten dabei, er macht das bei vielen Leuten. Da ich ihn aber gut kannte und wir über Jahre nur positive Interaktionen hatten, hab ich dummerweise nicht gecheckt, dass das jetzt auch bei mir der Fall ist.

    Ich finde ihn im Umgang unnötig anstrengend und es wäre für mich kein Hund, der Kontakt zu Menschen außerhalb der Kernfamilie ohne MK hätte. Er zeigt das wirklich vielfach, geht zu Leuten hin, schiebt sich in sie rein, aber wehe sie bewegen sich dann falsch. Ich war da ehrlich dumm, ich kannte den Hund da schon so lange, dass ich nicht dachte, dass er mich wegen einer Handbewegung in Sekundenbruchteilen beißt, dem ging nix voran worauf man noch hätte reagieren können, ich saß da, er kam neben mich, stupst mich an, ich will ihn streicheln - Biss.

    Er hat einfach keine klaren Trigger, eine Situation geht 100mal gut und dann kippt was, aber eben nicht mit Eskalationsstufen sondern in Sekundenbruchteilen.

    Ich hatte/habe ja 2 bissige Hunde, aber die waren berechenbarer, lesbarer. Meine 1. Hündin war 0 ambivalent, die jetzt ist durchaus auch ambivalent und sucht Nähe, die sie dann nicht aushält, aber niemals würde die so unvorhersehbar kippen und einfach in einen Menschen reinhacken. Für den ist das sein sofortiges Handlungsmuster. Auf seine Kappe gehen durchaus einige Bisse gegen Menschen und Hunde, aber primär im häuslichen Umfeld, wenige Fremde.


    Puhhh.

    Dieses Reinkriechen finde ich persönlich auch immer extrem unangenehm und erlebe ich in meinem Job fast ausschließlich bei Sokas (da auch lange nicht alle, aber eben doch häufig).

    Kann das auch immer wirklich sehr schlecht einschätzen, insbesondere wenn die Besitzer diese klassischen "Ich habe einen Kampfschmuser Typen" sind, die das auch uneingeschränkt zulassen und besonders "schön" finden.

    Finde das echt grenzwertig, wenn die ihren dreimal so großen Kopf in meinen Bauch oder den Schritt reinschieben. Äh ja. Geh bitte.

    Aber die werden doch schon seit einiger Zeit gar nicht mehr wirklich auf "Hüteleistung" selektiert?!

    Anatomisch dürften die auch gewiss alle Muskeln haben, wie andere Hunde auch. Das kann man nicht in ein paar Jahren Zucht wegselektieren. Und die sind ja wirklich noch sehr "wölfisch" ...

    Wenn, dann würde ich eher an eine Anpassung des Verhaltens denken. Ähnlich wie bei Sokas, die ja auch durch eher wenig Mimik auffallen.

    Wobei ich schon glaube, dass die fein kommunizieren, aber eben sehr subtil und sehr schnell. Nur bringt das halt nix, wenn man mit potentieller Beute gar nicht erst kommunizieren will.

    Insgesamt würde ich denken (also keine wissenschaftliche Grundlage), dass das eher eine Kombination aus Reaktivität, Territorialverhalten und gekippten Beutefangverhalten ist. Und das Ganze kombiniert mit schlechter Führung/Management führt dann eben schnell zur Eskalation.

    Wenn dann manche dieser Eigenschaften in Sport/Einsatz auch noch besonders wünschenswert/brauchbar sind, gibts halt auch in der Zucht kein wirkliches Gegengewicht.