Der cushingtest wird als erstes über eine Urinprobe gemacht.
Wenn die Urinprobe ein positives Ergebnis bringt, dann ist man relativ sicher, dass es auf jeden Fall Cushing ist.
Wenn die Urinprobe ein negatives Ergebnis bringt, kann es aber trotzdem cushing sein.Das würde man dann über spezielle Bluttest herausfinden, bei denen man erst Blut abnimmt, danach ein mittel spritzt und dann in verschiedenen Abständen 1-2 weitere blutentnahmen vornimmt.
Im Prinzip könntest du bei der Besitzerin relativ leicht nachfragen, ob für den Cushing Test mehrere Blutproben an einem Tag genommen worden sind, wenn das nicht der Fall war dann ist die Diagnostik einfach schlicht nicht ausreichend gewesen.
Eigentlich ist das anders rum.
Eine negative Urinprobe schließt einen Cushing relativ sicher aus.
Eine positive Urinprobe kann auf Cushing hindeuten, aber dann muss weiter untersucht werden (weil Stess, Schmerzen und andere Krankheiten auch unabhängig von Cushing zu erhöhtem Cortisol führen!).
Goldstandard für Cushing Diagnostik ist ein Dexamethason low dose Test.
Alternativ geht auch ACTH-Stimtest (aber manchmal im Zweifelsfall muss dann nochmal Dexa low dose hinterher gemacht werden.)
Für eine gute Aussage dieser Tests darf der Hund auf keinen Fall mit Kortison vorbehandelt sein!
Bilaterale Flankenalopezie hat fast immer einen systemischen / endokrinologischen Hintergrund.
Cushing, Hypothyreose, östrogeninduziert, Hodentumore ... lange Kortisongabe.
Auch mal fragen, ob die Besitzer selbst östrogenhaltige Cremes verwenden. Gibts relativ häufig, dass die Hunde den Besitzer ablecken und damit Hormone aufnehmen.