Beiträge von Testbild

    ... Jetzt schaut er mich an, ich sage "OK, lauf" und dann fetzt er los. :ugly:

    Für mich klingt das, zusätzlich zum bereits genannten, auch nach einem riesigen Missverständnis.

    Du sagst "OK, lauf" (womöglich noch ordentlich anspornend?) und er läuft. Und wenn er dann wieder kommt, gibt es Kekse. Woran soll er denn erkennen, daß er was falsch gemacht hat? :person_shrugging:

    Wir hatten ein ähnliches Problem mit der Schäferfrau. Ich war gefangen in der Spirale "wenn sie schon auf Tour ist, brauche ich auch nicht mehr rufen, dann lernt sie ja erst recht, daß man den Ruf ignorieren kann". Also war Leine ab, Hund weg, kein Kommentar von mir. Woher soll sie also wissen, daß was falsch läuft.

    Jetzt mache ich es so, daß ich die Leine ab mache, ein ruhiges "komm, wir gehen weiter" gebe und dann erst mal so fünf Minuten Aufmerksamkeit auf mich trainiere. Sprich "Name - Blickkontakt - Keks". Mal geb ich den Keks in die Schnute, mal fängt sie in der Luft, mal werfe ich ins Gras und sie darf suchen - Hauptsache Action und Spaß bei mir. Die Keksfrequenz nimmt dann mit und mit ab, bis wir entspannt schlendern.

    Merke ich dann im Verlauf des Spaziergangs, daß die Konzentration ab- und die Dynamik ihrerseits wieder zunimmt, rufe ich sie mit derselben Keksflieg-Routine wieder ran, die Schleppleine kommt dran (momentan meist 5m weil für mich praktisch in der Handhabung, manchmal auch 10m) und wir gehen den Rest des Weges halt angeleint.

    Jetzt muß ich "nur noch" an MIR arbeiten und lieber einmal zu früh als zu spät anleinen, weil wegen "komm, einer geht noch" und schwupp ist der Hund wieder auf Tour :see_no_evil_monkey: übrigens meistens auch einfach nur so, weil rennen geil ist.

    Edit: ach so, das habe ich noch vergessen => wenn sie doch durchstartet, rufe ich einmal (manchmal klappt das sogar) und dann fliegt zumindest noch ein ordentliches "NEIN" hinterher. Damit klar ist, daß das von mir jetzt nicht gewünscht ist.

    ... Er trinkt kaum und er frisst auch nicht, nimmt ausschliesslich Futter aus meiner Hand (wenn überhaupt)...

    Das finde ich, unter Cortison, zusätzlich ungewöhnlich. Meine Hunde haben selbst bei kleineren Dosierungen immer gesoffen wie die Kamele und deutlich mehr Appetit gehabt.

    Zum Nasenrücken kann ich leider nichts sagen. Hatte hier nur reingelesen, weil Alva sich im Auto an der Box mal die Nase so aufgeschrammt hat. Sie musste unbedingt einem vorbeilaufenden Mali erklären, daß das ihr Auto ist. Aber das paßt ja nicht zu Eurer restlichen Geschichte.

    Ich hab seinerzeit bei der Umstellung das vermutliche Endgewicht angenommen und mich gewundert, warum Hund doch relativ dünn war.

    Unser Futtermännlein hat mich dann korrigiert. Im Wachstum solle man dieselbe Menge geben, wie vom Welpenfutter, immer umgerechnet auf das vermutliche Endgewicht.

    Das machte schon einen deutlichen Unterschied. Welpenfutter für später 40kg waren 500g, Adultfutter nur 350g pro Tag.

    Erst wenn der Hund ausgewachsen ist, solle man dann auch das tatsächliche Gewicht nehmen.

    Und siehe da, sie ist zwar immer noch schlank, aber man kann beim tiefen einatmen die Rippen nicht mehr sehen.

    Edit: falls das noch unverständlich geschrieben ist = Du nimmst die Tabelle, die auf dem Welpenfutter drauf ist, das variiert ja noch, je nach Alter und diese Grammzahl ist dann die gültige für das Adultfutter. (hoffentlich hab ich es jetzt nicht noch unverständlicher geschrieben).

    Und ich Dussel kneif beim Training immer die Augen zu, wenn die Hunde über die 1m Hürde springen, denn das ist ja gefühlt soooo hoch. :see_no_evil_monkey: :woozy_face:

    Meine Bouvierhündin hatte im Obe schon Mühe mit den 60cm. Das ist jetzt echt mal Neuland.

    Ja, ich wollte mehr Action. Ja, ich wollte einen aktiveren Hund als Neufi und Bouviers.

    Ich wollte aber definitiv auch nicht das Level von einem Mali gekreuzt mit Kanguruh. :ugly:

    Alva ist am Donnerstag Abend im Dunklen im Garten einer Katze hinterher... und lief dann plötzlich auf der anderen Seite des Zauns durch die Felder hinterm Garten. :shocked: Unser Zaun ist ein glatter Gittermattenzaun 1,60m hoch. :flucht: WTF ???

    Das Thema war aber "Katzenklettereien selber bauen" und nicht "Katzenhaltung im Allgemeinen". Ich denke, es ist schlicht nicht möglich, in einem Beitrag alle Eventualitäten und Nebenschauplätze zu erwähnen.

    Im großen und ganzen wurde ja schon viel geschrieben, deshalb bin ich so frei und picke mir nur die Situation mit der Katzenfütterung raus.

    Solange das Spiel nicht unter Kontrolle ist, nehmt Frau Hund doch bei der Fütterung an die Leine. Das kann auch eine einfache leichte Hausleine sein. Mit der könnt Ihr sie unaufgeregt und emotionslos weg führen.

    Mit rufen und locken, was dann doch nicht funktioniert, zeigt Ihr allen beteiligten Vierbeinern, daß Ihr die Situation nicht unter Kontrolle habt. Und wenn dann noch lustige Tricks geübt werden, wird Hund noch für die Hopserei belohnt und bleibt auch in der aufgeregten Erwartungshaltung.

    ... Würde ich bis ans Ende der gemeinsamen Zeit immer bei irgendwas schneller sein müssen, als mein Hund oder nie wissen, ob ich ihm in Situation X wirklich 100% vertrauen kann, dann wäre ich persönlich nicht glücklich.

    Das ist etwas, was ich bei meiner kürzlich verstorbenen Bouvierhündin irgendwann akzeptieren musste.

    Bei kleinen Hunden musste ich IMMER aufpassen und schneller sein. Als Los des Second-Hand-Hundes hat sie da ihre Vorgeschichte mit eingebracht.

    Vom Züchter aus bei Menschen gelandet, wo sie das erste Lebensjahr nahezu komplett im Zwinger verbringen musste. wurde sie dort von den kleinen weißen Hunden der Familie von außen gezankt, konnte nicht ausweichen sich aber auch nicht wehren. Das hat sie generalisiert und es ließ sich bis zum Schluss zwar managen, aber mehr auch nicht.

    Mit ein Grund, warum ich dann (ironisch) gesagt habe "den nächsten Hund versau ich mir lieber selber".

    Glücklich war ich trotzdem irgendwann mit ihr, wenn auch nicht unbeschwert.

    Aber jetzt drifte ich ab. :shushing_face: