Ich denke, sowas ist sehr sehr individuell.
Als unsere erste Bouvierhündin erblindet ist, war sie im Übergang sehr verunsichert. War eigentlich in Hund, der mit allen vier Beinen fest im Leben stand.
Die hat sich null und gar nicht an unserer zweiten Bouveline orientiert, obwohl die zwei schon ein paar Jahre zusammen lebten.
Aber von mir hat sie dann gerne Hilfe angenommen.
Unsere zweite ist jetzt im Alter auch blind geworden. Sie war und ist von je her ein unsicheres Huschelchen, aber mit dem typischen Bouvier-Sturkopf. Sie meint, sie kann das ganz alleine, selbst wenn sie sich dreimal hintereinander den Schädel einrammt. Sie lässt sich nicht helfen, sie weiß das besser.
Und da sie mit unserer jungen Schäferhündin nichts verbindet, als die gemeinsame WG und sie von ihr eh eigentlich nur genervt ist, ist da mit Orientierung auch nix.
Ich glaube, wie vor mir schon jemand schrieb, das funktioniert nur, wenn beide Hunde vor der Erblindung schon "ein Kopp ein A..." waren.
Zum Trost aber: für beide Hunde war es nach der ersten Zeit der Umgewöhnung nicht mehr wirklich schlimm, nichts sehen zu können. Ja, es ist eine Behinderung, das kann man nicht leugnen. Aber sie haben sich beide gut damit arrangiert.