Macht einer von euch bei BookCrossing mit? Das ist eine Internetplattform, bei der man sich registriert, Bücher "frei lässt" und sie dann bei ihrer Reise verfolgen kann.
Ich hatte heute ein Buch gesehen, es aber stehen gelassen, und überlege nun mich dort vielleicht anzumelden. Es ist komplett kostenlos und ob ich nun zum Bücherschrank laufe oder in der Gegend Bücher frei lasse, ist auch Wurst.
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So ich hab Buch Nr. 2 für dieses Jahr gelesen. Hatte ich aus dem Bücherschrank mitgenommen
Gazing into the stars - Zwischen Mondlicht und Mysterien ( Jodie S. Calussi)
Gazing ist ein junger Mann. Schüchtern, groß und mit blonden Locken. Und mit Hasenohren.
Eindeutig nicht von dieser Welt, aber wie er hier her gekommen ist und warum kann er nicht sagen. Gazing hat seine Erinnerungen verloren.
Die gesamte Geschichte spielt in einer fernen Zukunft. Es gibt nur noch einen Bruchteil der Menschen, denn irgendwann stand alles vor dem Kollaps. Zu viele Ressourcen waren verbraucht und die Yaahks konnten mit ihrer Technologie einen Teil der Menschheit retten. Es gibt Portale mit denen man quer über die Welt reisen kann, ein Überbleibsel dieser Technik. Verschiedene Städte in denen die Überlebenden noch existieren und teilweise weiter ums überleben kämpfen.
Eine dieser Städte muss Gazing verlassen, die Machthaber wechseln und es wird gefährlich für ihn weil er halt anders ist. Und so begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise.
Hmm, ich weiß nicht so recht bei diesem Buch. Ich würde es als Jugendbuch einordnen. Es ist nett zu lesen und die Grundidee ist wirklich gut. Laut Rezension soll es ein kritischer Sci-Fi-Roman sein. Kritisch an der Gesellschaft, am übermäßigen Konsum und Missbrauch von Ressourcen.
Es hat auch sicher eine gute Idee, aber es bleibt sehr Oberflächlich. Die Charaktere kann man schon gern haben, aber auch die sind oberflächlich. Bei Gazing dachte ich immer wieder "oh jetzt grübelt er wieder", aber die Autorin nimmt einen auf diese Gedanken nur wenig mit. Statt dessen steht er irgendwie, gefühlt, immer nur "wie eingefroren" herum. Die Städte sind einfach da, aber auch ohne näher ausgeschmückt zu sein. Es ist als ob man auf eine Postkarte schaut, man hat zwar eine Vorstellung, aber die ist ziemlich eindimensional. Es kommen Charaktere hinzu, aber...oberflächlich. Es ist nicht so, dass man sie nicht mag, aber man baut nur zu einem etwas Beziehung auf.
Und überhaupt, die Vergangenheit wird nicht näher erklärt, was aber vielleicht doch wichtig wäre. Und am Ende des Buches hatte ich jede Menge offene Fragen.
Die Story hätte Potential, aber dazu müsste man mehr Zeit und Liebe investieren und da wäre es in einer Buch-Reihe sicher besser aufgehoben.
Man ärgert sich nicht, wenn man es gelesen hat. Aber man verpasst auch nichts, wenn man es nicht tut.