ein längeres voran mit anschließender freiverlorensuche gibt es auch bei den retrievern.
Beiträge von AnjaNeleTeam
-
-
Lalaland wenn du willst schreib ich nachher mal nen trick zwecks apport auf
Tipps immer gerne

Ok, dann kommt hier mein Tipp

Bin drauf gekommen als ich gelesen habe, dass du beim Apport einfach locker da stehst. Locker ist gut, aber du kannst deinem Hund körpersprachlich helfen, damit er konzentriert ist und weniger Frust hat wenn z.B. ein anderer Hund geschickt wird.
Dafür ist am Anfang hilfreich, dass du beim Fußgehen immer mit dem linken Bein startest und wenn dein Hund bleiben soll, läufst du mit dem rechten Bein los. Irgendwann weiß dein Hund dann auch ohne Stimmkommando ob er sitzen bleiben oder fußgehen soll.Bei Markierungen macht man nun folgendes, man nimmt den rechten Fuß nach vorne Fußspitze Richtung Helfer. Wenn der Hund das Dummy holen darf, bleibt der Fuß vorne und man sagt Apport. Wenn ein anderer Hund dran ist oder erst etwas anderes gemacht werden soll, nimmt man den Fuß nach hinten und der Hund weiß sofort "die Markierung gibt es erst später". Wenn mehrere Markierungen fallen, kann man gleichzeitig seinen Hund mit dem Bein aufmerksam auf die Helfer machen die werfen ohne mit der Hand die Richtung zu zeigen. Das finden manche Richter ja ziemlich blöd und manche Hunde lassen sich von sowas mehr durcheinander bringen als helfen.
Die rechte Hand nehm ich dann bei Mehrfachmarkierungen auch hinzu.
Einfach nur ein kleiner Trick, den ich aber extrem gerne anwende, weil man damit seinen Hund wirklich gut unterstützen kann ohne etwas zu sagen.Alles anzeigenAlles anzeigenIhr verwirrt glaube ich den armen @Frankyfan.

Ich mache es übrigens wohl eher wie AnjaNeleTeam und Babylon.
Für mich heißt Markierung = Hund hat Flugbahn gesehen, geht eigenständig holen. Dabei schicke ich mit "Apport" (und übrigens mit rechts und recht formlos im Stehen).
Voran benutze ich, wenn der Hund (theoretisch) nicht weiß wohin. Schön mit Links und Bein vor und Ritualisiert. Und da wir gerade im Aufbau sind, schicke ich persönlich (!) nur auf sichtig oder gemeinsam ausgelegte Dummys, weiße oder blaue Dummys oder Memories von ca. 10 Minuten. Aber auch für die Memories nehm ich keine Markierungen, hat aber auch mit meinem Hund zu tun und dass die ziemlich aufgeregt ist, wenn ich was durch die Gegend schmeiße. Da übe ich daher separat, um die Markierfähigkeit zu trainieren und nicht in Kombination mit dem Voran, was wie ich finde mehr Ruhe und Konzentration erfordert, als es mein Hund (!) aktuell (!) leisten kann, wenn ich Markierungen werfe.
Daher gibts hier mehrere Sorten Training:
- Markierungen, inzwischen gerne auch mal 40 Meter, dann aber nur 1-2 Stück und Ende
- Voran, Seite, Back als Grundübungen sichtig ausgelegt oder mit gut sichtbarem Dummy als Half-Blind
- Pfiffe streue ich bei letzterem ein oder übe die separat auf einem Spaziergang (Sitzpfiff, Suchenpfiff, Rückpfiff), letzteren Belohne ich hochwertig
- kleine Kombiübungen, wenn sie sich zufällig ergeben. Wenn sie zB bei einer Markierung partout nix findet oder beim Voran kacke vorbei läuft
dann helfe ich schonmal mit Pfiffen nachIn der Regel trainiere ich Markierungen und Einweisen an unterschiedlichen Tagen und jeweils nur das eine oder das andere.
Ziemlich genau so trainiere ich auch mit Emil, von den Pfiffen abgesehen, die sind unsere größte Baustelle.
Im Garten und an anderen Orten an denen wir schon oft trainiert haben kann ich auch die Dummys schonmal nicht ganz sichtig auslegen oder ihn drinnen warten lassen während ich im Garten welche auslege, da nimmt er meine Hand schon ganz gut als Hilfe an und läuft raus. Da versuche ich jetzt noch mehr Sicherheit rein zu bringen bevor ich die Distanz vergrößere.
Sicherheit bekommt der Hund vor allem über Memories, nicht über Blinds. Die würde ich gerade im Aufbau nicht zu häufig üben. Lieber draußen zu einer bekannten Stelle schicken und dann zügig die Distanz vergrößern. Wenn der Hund mal gelernt hat Voran heißt erstmal rennen und irgendwann später zu fragen, tut man sich deutlich einfacher mit Blinds. Ist aber natürlich auch abhängig vom Hundetyp. Einer der eher mehr denkt tut sich dann trotzdem auch mit kürzeren Distanzen schwer.
-
Frankyfan geht heute um 20,15 zum Dummytraining und ist schon sehr aufgeregt.
Trainiert ihr auf nem Sportplatz?
Hundundmehr von mir aus können wir es dabei belassen

Lalaland wenn du willst schreib ich nachher mal nen trick zwecks apport auf.
-
Auf ein Memory schicke ich übrigens auch mit "Apport" so habe ich es gelernt, weil der Hund hier eine Gedächstnisleistung für eine Markierung erbringen muss.
Bei Prüfungen des GRC gibt es Punkteabzug für das Schicken mit Voran auf ein Memory - weil hier der Führer die Gedächtnisleistung erbringt, die eigentlich vom Hund erbracht werden soll, und das Voran dadurch eine Hilfe für den Hund ist.
Welche Prüfungen meinst du damit? Und welche Art von Memory?
Welchen Vorteil siehst du darin einen Hund auf eine nachgelegte Markierung zu schicken, den er nicht auch durch ein gemeinsam ausgelegtes Dummy hat?
Und ein stehendes Dummy ist sicherlich keine Markierung. Eine Markierung ist ein Dummy bei dem man die Flugbahn verfolgen kann und die Fallstelle sieht (zumindest anfangs).
Schade, dass du nicht auf die Nachteile eingehst. Naja im Endeffekt kann jeder machen wie er es will. Ich habe nur Einwände gebracht, warum man es nicht machen sollte.
Über andere Wege ein Voran aufzubauen ging es ja erstmal gar nicht.
-
Hallo Dreezer,
in deinen ersten Zeilen im Eingangspost hab ich mich sehr wieder gefunden. Hab einen kleinen Terrier aus dem Ausland, der mir anfangs mit seiner Leinenaggression jeglichen Nerv geraubt hat. Wir haben vieles durch, auch einige Trainer. Jeder half nur ein stückweit, das grundsätzliche Problem blieb. Das ist jetzt 10 Jahre her und er ist immer noch leinenaggressiv und auch so mit Rüden, was bei euch vielleicht ein Vorteil ist, weil euer Hund nett ohne Leine ist. Trotzdem hab ich ein ruhiges Leben mit ihm und bei Hundebegegnungen gut im Griff.
Der Weg dahin war lang. Angefangen besser zu werden hat es, als ich diesen Wesenszug von ihm so akzeptiert habe. Hört sich albern an, bringt aber deutlich Ruhe rein. Situationen in denen es einfach passiert ist, dass er kläffend in der Leine hing, hab ich ignoriert, genauso wie dumme Kommentare. Er wäre eh nicht mehr ansprechbar gewesen und Menschen verändert man nicht. Zudem habe ich versucht heraus zu finden was die Ursache ist. Bei Janosch ist es so, dass er keine Toleranz für unhöfliches Verhalten hat und bei unkastrierten Rüden erst recht nicht. Ich habe also um offensichtlich unhöfliche Hunde (Welpen - die wissen es nicht besser, Hunde die sich anschleichen, Hunde die in uns reinbrettern) oder potenzielle Feindhunde einen Bogen gemacht. Mit der Zeit lernt man das genaue Beobachten und kann auch auf die Entfernung schon viel einschätzen. Sah alles gut aus, habe ich Kontakt zugelassen und viel Lockerheit vermittelt.
Später habe ich gelernt, dass Janosch wirklich einen sehr weichen Kern hat und bei mir Unterstützung sucht, aber nur wenn ich rechtzeitig handle. Wenn er denkt er muss übernehmen, dann tut er das. Also auch hier wieder viel Verständnis. Inzwischen ist es in Situationen in denen ich ihn nicht bellen lasse so, dass er fiepsend an mir hoch springt, weil er so im Zwiespalt ist. Dann lobe ich ihn und rede auch mal mit ihm, dass das schon schlimm ist, wenn da einfach ein anderer Hund rum läuft

Trotz allem Verständnis habe ich ihm aber auch deutlich klar gemacht, dass ein gewisses Verhalten nicht geduldet wird. D.h. ich habe ein Aufplustern verhindert bevor es in ein Pöbeln überging und zwar teilweise massiv. Das konnte mal ein am Fell nehmen sein oder ein körpersprachliches zurück drängen. Anfangs hatte das noch nicht viel Erfolg, aber mit zunehmendem Vertrauen in mich hat er das auch besser angenommen. Gleichzeitig habe ich ihn sehr gelobt, wenn er brav war.
So, das war so etwas unsere Geschichte. Hoffe du kannst was daraus mitnehmen.
Für dich würde ich empfehlen genau zu beobachten warum dein Hund sich wie verhält. Will sie wirklich spielen, oder ist es eher Unsicherheit was sie da zu überspielen versucht? Sucht sie wirklich den Kontakt oder hätte sie lieber ihre Ruhe? Hat sie mit anderen Hunden Stress oder freut sie sich? Und freuen heißt nicht mit dem Schwanz wedeln. Wenn sie beim Spielen nur der Hase ist, würde ich auch eher Unsicherheit vermuten.Starkzwang (zu Boden drücken) hilft eventuell das Verhalten zu unterbrechen, aber vermittelt ihr keine Sicherheit und stärkt nicht eure Bindung. Vor allem nicht wenn man das viel zu spät macht, wenn sie schon pöbelt.
Leckerli verstärken das falsche, wenn sie zu einem ungünstigen Zeitpunkt gegeben werden. Versuche sie mit Leckerli nicht nur abzulenken, sondern lass sie ruhig schauen (nicht starren) und wenn sie zu dir schaut, bekommt sie ein Leckerli.
Von den Methoden her finde ich, dass es die Mischung macht. Nur positiv und nur negativ ist oft Mist. Auch finde ich es für den Hund schwierig, wenn ihr so unterschiedlich an die Sache ran geht. Eine halbwegs gemeinsame Linie wär nicht schlecht. Vermittle deiner Frau, dass sie gutes Verhalten belohnen sollte und schau dafür bei dir, dass du nicht ausversehen das falsche Verhalten belohnst. Gleichzeitig gibt es bestimmt Konsequenzen die für euch beide machbar sind. Z.B. zurück drängen bis die Aufmerksamkeit bei euch ist (wichtig: bevor sie pöbelt).
-
Weil ein Voran nicht für Markierungen gedacht ist. Wenn eine Markierung zum Memory wird, also schon sehr lange liegt, sieht es wieder anders aus.
Der Hund geht bei einer Markierung oder auch einer nachgelegten Markierung einfach dahin wo er etwas fliegen gesehen hat und da er genau weiß wo es ist, nimmt er die Hand auch nicht wirklich als Richtungsweiser wahr. Der Lerneffekt für spätere Memories oder Blinds ist also sehr gering.
Dazu kommt, dass man später häufig über alte Fallstellen schicken muss. Hat der Hund nun häufig die Erfahrung gemacht, dass da was nachgelegt wird an vorherige Markierungen, dann wird er da mit großer Wahrscheinlichkeit hängen bleiben. Hat er gelernt apport -> hol was geflogen ist und voran -> laufe solange ich was anderes sage, dann wird er sich viel einfacher über alte Fallstellen pushen lassen.
Klar man kann diese Übung mal machen, aber für den grundsätzlichen Aufbau würde ich es nicht empfehlen.
-
nachlegen auf Markierungen würde ich auch nicht bei einem jungen Hund im Aufbau machen. Um Vertrauen in die Hand zu vermitteln kann man auch einfach ein dummy sichtig hinstellen oder etwas miteinander auslegen oder Markierungen erst deutlich später arbeiten als memories, am besten mit standortveränderung.
-
Eine Möglichkeit, das Voran einzuüben:
Du legst deinem wartenden Hund ein Apportel sichtig aus, als Markierung. Ungesehen für den Hund legst du an dieser Stelle noch ein zweites Apportel aus, mit vielleicht 2m Abstand zu dem Apportel, welches du für den Hund sichtig ausgelegt hast.
Dann schickst du den Hund zunächst mit Apport dort hin.
Beim zweiten Schicken dann mit "Voran".
und was lernt der Hund dabei?

Von diesem nachlegen komme ich auch mehr und mehr weg. Früher hab ich das häufiger gemacht, in wt's begegnet es einem ja auch und in trainings sowieso, aber der Lerneffekt ist sehr gering. Teilweise sogar negativ, weil sich ein Hund der häufiger solche Erfahrungen gemacht hat, nur schwer über altfallstellen schicken lässt.
-
Ich meinte deinen Kurs in der Hundeschule.
Aber wie weit bist du eigentlich mit dem üben? Wenn du schon zweimal in der Woche mit anderen Hunden in der Hundeschule bist dann würde ich die restliche Zeit lieber nutzen um alleine zu trainieren.
Wir stehen ganz am Anfang. Sowohl der Hund, wie auch ich.
Markierungen gehen, back, over und voran noch nicht, Große Suche geht.
Ich würde auf 1x die Woche HuSchu reduzieren wenn ich privat jemanden habe.
Was ich persönlich anfangs am wichtigsten finde ist eine korrekte fußarbeit, ein ordentlicher apport (halten, abgabe), ruhe am Bein auch unter Ablenkung und gut sitzende pfiffe.
Die einweisegeschichten sind eher zweitrangig anfangs. Voran nehm ich allerdings aus, das kann man schon sehr gut früh üben.
Wenn du konkrete Fragen hast, kannst du die ja gern auch hier stellen

-
Wer von euch trainiert eigentlich beim DRC, wer privat und wer alleine? Würde mich nach der Diskussion vor ein paar Seiten interessieren.
DRC eigentlich eher weniger (außer "meine" Gruppe, aber die ist ja nicht für Leo), mangels Möglichkeiten. Sehr viel privat mit Dummyfreunden oder auf private Seminare oder selbst organisierte Seminare. Alleine tatsächlich kaum noch.
Heute hab ich mir für Leo mal wieder was ausgedacht. Ein Memory aufgebaut, dann mit der Ballkanone Fuß gegangen und für Janosch bälle verschossen
Bei braver Fußarbeit trotz Action bekam er auch mal nen Ball. Ich lauf da nicht nur entspannt und schieß wenn er sitzt, sondern schleiche, rufe irgendwas und schieße Richtung Boden
Das findet er sooo cool!Dann ein Blind aus einem Suchengebiet meiner Gruppe von vorher. Verbesserungswürdig, aber ganz ok. Und zum Abschluss noch ein laaaaaaanges "links" zum Memory, aber nicht ohne Ballverleitung rechts neben ihm. War ganz witzig. Morgen sind wir dann wieder mit Freunden unterwegs.