Beiträge von AnjaNeleTeam

    Wie willst du das denn während dem Studium machen? Immer 1h hin und zurück pendeln? Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass außer den Präsenzstunden es noch andere Gründe gibt in der Uni zu sein und außerdem kann es sein, dass die 4h nicht direkt hintereinander sind.

    Wer passt dann in den Minimum 6h, eher 8h auf den Hund auf?

    Und weil du meintest ein jüngerer Hund bei dem noch nicht so viel negatives war: meine Mutter hat eine Hündin mit 12 Wochen geholt und die war schon in diesem jungen Alter so schlecht sozialisiert und hatte eine richtig schlechte Prägung, dass es sie ihr ganzes Leben begleitet. Auch der Rüde, der mit 4 Monaten zu ihr kam, hatte schon sein Päckchen zu tragen.

    Ich halte deine Aussage für sehr gewagt und habe zum Glück andere Erfahrungen gemacht.

    Natürlich spielt die Optik bei der Rüdenauswahl der Züchter eine Rolle, aber sicher steht das nicht an erster Stelle. Wenn du solche Arbeitslinien-Züchter kennen gelernt hast, dann hoffe ich, dass sie die Ausnahme sind. Bei den meisten ist die Gesundheit ganz vorne, dann die Arbeitsfähigkeit, dann Wesen und dann Optik. Ist also ein klitzekleiner Unterschied zu deiner Behauptung.
    Was die Welpeninteressenten angeht, magst du in manchen oder vielleicht sogar vielen Fällen Recht haben. Aber das sind dann die Art Welpeninteressenten die sich nicht groß vorab informiert haben. Die die sich auskennen wissen ganz genau, dass das Arbeitshunde sind und nicht nur schlankere und schnellere Labradore.

    Und wie du z.B. bei dem verlinkten Hund sehen kannst, ist die Arbeitslinie nicht immer schmal und super hochbeinig. Es gibt durchaus einige Züchter die den kräftigen Typ bevorzugen.


    und was isser dann?

    Er ist ne reine Arbeitslinie, das sieht man aber nicht anhand dem Prädikat spezielle jagdliche Leistungszucht, sondern eben an der Ahnentafel.

    Er könnte auch ne Arbeitslinie aus Standardzucht sein.

    spezielle Jagdliche Leistungszucht heißt nicht automatisch Arbeitslinie.

    Zittern des Unterkiefers kenne ich bei Janosch nicht. Dem Zittern wenn dann nur die Beine.

    Wegen der Zahnbehandlung mach ich mir nicht mehr so viele Sorgen wie früher. Ich habe hier wirklich einen genialen TA der sich auf Hunde-Zahnmedizin spezialisiert hat. Der macht das mit Inhalationsnarkose und ist einfach super gewissenhaft. Meine Beiden haben die letzte Zahnop weggesteckt wie nix. Der OP-Tag wurde verschlafen, am nächsten gings wieder ziemlich normal.

    Mit Janosch war ich letztens bei der Physio, die konnte ihm wegen seinem Rücken total gut helfen. Jetzt ist er wieder fit und springt rum wie ein kleiner Depp :lol:

    Achja und er hat jetzt nen eigenen Schlafsack :headbash: Der eigentlich für was anderes gedacht war, aber was sein ist, ist sein :lol::herzen1:

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    Ja in der Realität würde das sicher nicht unbedingt funktionieren, so lange Hundezucht was privates und ein Hobby ist. Bei gewerblicher Zucht wäre das vielleicht anders, aber wer will schon riesige Züchter bei denen der Hund mehr Ware als Familienmitglied ist?

    Von dem her bleibt sowas Wunschdenken, man kann nur versuchen Schritte in die richtige Richtung zu machen.

    Ich muss sagen ich finde es ziemlich gut wie die Züchter beim Curly Coated Retriever das machen. Da besteht tatsächlich eine weltweite Vernetzung. Es gibt Welt-Curly-Treffen, zu denen wirklich Züchter aus aller Welt zusammen kommen. Das letzte war in Holland und da waren Leute aus Amerika, Australien, Neuseeland, England, Norwegen usw. Dort gab es Vorträge zu Epilepsie, Inzucht, Konzepte über Fremdbluteinkreuzungen (was noch nicht für nötig befunden wurde) und vieles mehr. Außerdem gibt es eine Epilepsieliste die kontinuierlich aktualisiert wird, aber auf freiwilliger Basis, deshalb sind die Eintragungen nur bedingt aussagekräftig (ein Züchter ist super transparent, der nächste gar nicht, also taucht nur der Name auf der seine Fälle meldet). Sowas geht halt nur wenn du da engagierte Leute hast, die sehr viel für die Rasse geben.

    Jetzt komm ich auch mal dazu mir die Ausgangsfrage zu beantworten :D

    Natürlich durch "meine" Rasse geprägt, aber vielleicht würde es auch bei häufiger vorkommenden Rassen Sinn machen

    - offene Datenbank mit allen Gesundheitsauswertungen

    - Pflicht Krankheiten zu melden -> evtl. mit internem Datensatz der an die Züchter geht und nicht öffentlich einsehbar ist, einfach weil Nicht-Züchter meist keine angemessenen Schlüsse daraus ziehen. Ich denke vor allem an Epilepsie

    - weltweite Vernetzung

    - Zuchtplan und Übersicht um zu bestimmten Themen (Inzucht, Ahnenverlust, Gesundheit) konkrete Aussagen zu haben

    - Wesenstest und Anlagenprüfung für jeden Hund der für die Zucht zugelassen wird

    - aus jedem Wurf geht mindestens ein Hund in die Zucht, alternativ min. Gefriersperma eingelagert

    - keine popular Sires

    Planmäßige Einkreuzung fremder Rassen, wenn ein bestimmter kritischer Bereich erlangt wird.

    Und für das alles benötigt man entweder einen sehr gut aufgestellten Zuchtverein oder wirklich engagierte Züchter die sich regelmäßig fortbilden.

    Was jetzt? kann man nun nach der Optik gehen oder nicht?

    Für mein Verständnis schmeißt du da ziemlich viel durcheinander. Arbeitslinie meint FT-Linie.

    Und viele Hunde aus Arbeitslinie haben jagdliche Prüfungen und sind deshalb auch als jagdliche oder spezielle jagdliche Leistungszucht eingetragen.

    Es gibt durchaus bulligere FTler und die optische Varianz ist nicht unerheblich. Ich hab zwar noch keinen gesehen der wie ein typischer Showlabbi aussieht, aber ich hab welche mit komischen Ohren gesehen, black&tan, hohe dünne Beine, eher kürzere kräftige Beine, dünne Rute, dicke Rute usw. Bei der Selektion auf Arbeit stehen optische Merkmale hinten an, deswegen ist es eben nicht bei jedem Hund auf den ersten Blick sofort zu erkennen welcher Linie oder Zucht ein Hund angehört.