Beiträge von AnjaNeleTeam

    Eigentlich sollte man die Hunde für einen Wesenstest nicht vorbereiten. Gängige Praxis ist aber (leider), dass gewisse Dinge geübt werden.

    Sinn und Zweck ist eigentlich, dass man mit einem möglichst rohen Hund hingeht, um eben sehen zu können ob er das rassespezifische Wesen mitbringt. Trainieren kann man ja fast alles. D.h. man kann auch mit einem einjährigen Hund auf jeden Fall hingehen.

    Ja sie kann in dem Alter auf jeden Fall schon gehen.

    Wir hatten das damals alles gemacht als er etwas über ein Jahr alt war.

    Für den Formwert sollte es für sie kein Problem sein von fremden Menschen angefasst zu werden. Außerdem sollte sie das Körmaß nicht komisch finden :pfeif::hust:

    Sie sollte vernünftig neben dir her ein paar Runden im Trab laufen und ein Steh würde ich dafür aufbauen.

    Wesenstest würde ich immer machen. Find ich schon sinnvoll und ich hab immer im Hinterkopf, wenn mal was ist, kann man zumindest etwas zeigen, dass der Hund normalerweise vernünftig ist.

    Formwert macht jetzt nicht ganz so viel Sinn wenn man nicht züchten will, aber schaden tut das ja auch nix. Kann man schon mal gemacht haben.

    Mails an die Mitglieder gibt es so gut wie nie, aber auf der DRC Seite kann man ja immer wieder mal schauen ob Prüfungen ausgeschrieben sind.

    Vielen Dank Euch allen für Euren Input bisher!

    Bezüglich dem Berner Sennenhund gibt uns die kurze Lebenserwartung schon etwas zu denken.

    Unsere Favoriten sind aktuelle der Golden Retriever und der Labrador. Hier würden wir mal ein paar Züchter kontaktieren. Aktuell sind die Wartezeiten ja doch recht lange, so dass wir es ggfs. auch davon abhängig machen, für welche Rasse wir einen Züchter finden, der uns sympathisch ist und in absehbarer Zeit auch mal Welpen abzugeben hat. Ein bisschen Wartezeit ist kein Problem, aber 2-3 Jahre möchten wir nicht auf einen Hund warten müssen.

    Eine Frage noch - Bei den Retriever gibt es ja auch die Arbeitslinie in der Zucht. Würde ein Hund aus so einer Zucht für uns in Frage kommen? Mir ist bewusst, dass wir diesen dann durch Hundesport wie Agility und Mantrailing sowohl körperlich als auch geistig auslasten müssten. Zeit und Interesse dafür würden wir mitbringen und sind generell recht sportlich, aber haben bisher keine Erfahrung im Hundesport. Würdet ihr unter solchen Umständen von einem Hund aus einer Arbeitslinie abraten oder ist das ok? Wie groß sind nach Eurer Erfahrung die Unterschiede zwischen den Zuchtlinien?

    Von reinen Arbeits- bzw. Field Trial Linien würde ich euch abraten. Es ist als Anfänger super schwer das Temperament in die richtigen Bahnen zu bringen.

    Agility und Mantrailing sehe ich auch nicht als geeignete Auslastung für AL-Retriever. Das sollte dann schon Dummytraining sein. Falls das bei euch konkreter wird, könnte ich euch ein paar Anlaufstellen im Raum München geben. Ist jetzt aber nicht so als gäbe es gute Dummy-Gruppen an jeder Straßenecke und gerade aktuell ist es super schwer Fuß zu fassen.

    Kenne einige Leute die jetzt einjährige Retriever haben und denen fehlt einfach das strukturierte (Gruppen-)Training total. Das merkt man dann in nicht mehr so leicht kontrollierbarem Jagdtrieb oder allgemeinem Ungehorsam.

    Deswegen rate ich eher zu etwas gemäßigteren Hunden mit denen ihr entsprechend Erfahrungen sammeln könnt ohne gleich völlig überfordert zu sein. Es gibt auch Mischlinien (Arbeit und Show) oder sportlichere Standardzucht. Ich schicke dir mal ne PN mit einer Züchterin.

    Vom Berner Sennenhund würde ich persönlich Abstand nehmen, einfach weil die Lebenserwartung sehr gering ist. Ich kenne persönlich keinen Berner der über 8 Jahre alt geworden ist, das wäre mir schlicht und einfach zu wenig.

    Ich glaube ein Golden Retriever aus einer seriösen VDH-Zucht könnte gut zu euch passen. Steht der Labrador aus einem Grund nicht auch auf der Liste? Ansonsten würde ich den noch einmal ins Rennen schicken und eventuell auch den Eurasier.

    Zum Thema mit dem Alleinebleiben: theoretisch ist das meiner Meinung machbar, allerdings muss der Hund da auch mitspielen, weshalb ich an eurer Stelle davon ausgehen würde, dass es die ersten anderthalb Jahre nichts wird und danach auch nur vielleicht. Was wäre denn euer Plan B?

    Vielen Dank für deine Einschätzung. Ja, der Labrador und Eurasier kämen auch noch in Frage, wobei der Labrador ja etwas mehr Jagdtrieb haben soll. Da hatte ich Bedenken ob man mit dem dann gut im Wald spazieren oder joggen gehen kann ohne dass er gleich weg ist wenn er ein Reh riecht. Bezüglich Plan B falls der Hund nicht allein bleiben kann - Ein Hund wäre für uns ein Familienmitglied, daher müssten wir uns dann so anpassen dass es für alle funktioniert. Meine Frau überlegt ohnehin sich beruflich zu verändern und würde sich dann im Zweifel einen Job suchen der hundefreundlich ist (also entweder nur von zuhause oder Hund kann mit ins Büro). Wir sind finanziell nicht auf das Einkommen meiner Frau angewiesen, daher haben wir hier Flexibilität.

    Labbi hat nicht mehr Jagdtrieb. Retriever sind im Allgemeinen Jagdhunde, d.h. das Jagen wollen muss in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Bei angemessenem Training ist das aber meist bei beiden Rassen gut zu händeln.

    Was das Alleinebleiben angeht finde ich, dass es sich perfekt bei euch anhört. 6-7h ab und zu sind doch super. Ihr müsst den Hund halt dran gewöhnen, was evtl. gar nicht so leicht wird, wenn er nicht alleine bleiben muss, weil ihr nie aus dem Haus geht, aber eure Pläne hören sich diesbezüglich eigentlich ganz gut an.

    Berner Sennen sterben leider tatsächlich oft sehr früh aufgrund von Krankheiten (Krebs usw.).

    Golden Retriever sollte man sich nur von seriösen Züchtern holen, dann sind sie auch nicht überzüchtet, sondern eben auf die rassespezifischen Krankheiten überprüft. Ja die Züchter haben zurzeit Anfragen ohne Ende. Versuchen kannst du es natürlich trotzdem. Unter http://www.drc.de und unter http://www.grc.de findest du gute Züchter. Auf andere Züchter solltest du beim Golden nicht setzen.