Bei uns ist es so, dass sich Janosch und der Rüde meiner Mutter nicht wirklich verstehen. Ich bin bei ihr immer mal eine zeitlang, also kein richtiges Zusammenleben, aber was ähnliches.
Es fing damit an, dass Johnny (der Rüde meiner Mutter) meinte er müsse Nele beschützen vor Janosch. Janosch knurrte ihn dann an und Johnny ging auf ihn los, hat ihm am Halsfell gepackt und geschüttelt. So eine ähnliche Rauferei passierte dann einige Zeit später nochmal im Haus. Janosch war daraufhin sehr "sauer" ums mal zu vermenschlichen. Wir mussten permanent aufpassen und das haben wir auch.
Das heißt Engstellen vermeiden (Hunde nacheinander rufen und sitz machen lassen), keine Ressourcen stehen lassen, auch die Näpfe wegräumen, feste Plätze bekamen sie zugeteilt, zum Fressen, beim Warten vor dem Spaziergang, beim Schlafen. Es war also von uns alles geregelt und beim kleinsten Nase kräuseln oder zu langem Beschnüffeln oder Weg versperren wurde von uns sofort eingegriffen.
Auch draußen durfte keiner den anderen beim Markieren oder Schnuppern bedrängen, eigentlich nicht mal zu nahe kommen. Auch schnelles auf den anderen zu laufen (nicht direkt zu dem hin, aber nahe dran vorbei) wurde von uns verhindert. Kontakt (alles was über ein kurzes Beschnüffeln hinaus ging) zu den Mädels (beide Rüden wohnten da noch mit einer Hündin zusammen) durfte nur ohne den anderen Rüden stattfinden.
Dadurch das wir das zu zweit wirklich so konsequent durchgezogen haben, können Johnny und Janosch wieder gut miteinander umgehen. Es wir sich großteils ignoriert, aber das ist ja ok.
Mein Fazit ist: wenn es wirklich zu einer Rauferei bei zwei zusammen lebenden Hunden kommt, würde ich immer wieder so handeln und untereinander erstmal gar nix mehr regeln lassen. Feste Plätze zuteilen und Ressourcen, auch erhöhte Liegeplätze, beschränken. Jegliche Aufregung kontrollieren, z.B. bei Besuch müssen sie auf dem Platz bleiben, beim Nachhause kommen wird nur auf dem Platz und ruhig begrüßt, vor dem Fressen wird auf einem zugeteilten Platz geblieben usw. Wenn sich das dann irgendwann mal eingespielt hat, kann man auch wieder mehr Freiheiten lassen
In deinem Fall würde ich dir zu einer Hündin raten, wenns ein Welpe werden soll. Das wäre mir einfach zu riskant, dass es dann wieder Stress gibt, wenn der Welpe erwachsen wird.
Im Haushalt ists auch einfach was anderes als wenn sich draußen weitestgehend unbekannte Hunde treffen. Da gehts ja um nix, wenn du keinen territorialen Hund hast und keine Hündin im Spiel ist. Logray ist jetzt eben ein erwachsener Rüde, der sich nicht mehr so schnell die Butter vom Brot nehmen lässt und jetzt eben auch ein stückweit erfahren ist was Raufereien angeht.