Beiträge von AnjaNeleTeam

    Wie nennt ihr das Rückrufkommando?

    Bei Coffee scheinen "hier" und "komm" schon arg ausgenudelt, da mein Freund das immer ruft, auch wenn sie den Rückruf noch nicht wirklich kann :lepra:

    Und jetzt überlege ich mir was anderes, bin aber total unkreativ! "Come" und "here" klingt ja auch so ähnlich wie die deutsche Version..

    Einfach mit der Pfeife einen neuen Rückruf aufbauen und sehr viel seltener nutzen und immer sehr hochwertig belohnen.

    Ich würd dir zwar gern einen Curly empfehlen, weil ich meine von dir mal gelesen zu haben, dass du die eh toll findest, aber bei Welpen weißt du halt nicht wie groß die zum Schluss werden. Die Hündinnen sind zwar meist gerade so 60cm und nicht so schwer, aber es gibt auch deutlich größere.

    Was ich mir für dich sehr gut vorstellen könnte, wär der Airedale Terrier. Passt zu allen Punkten die du so aufgezählt hast :)

    Wenn du Markierungen üben willst, dann würde ich die zweifarbigen kaufen. Am besten Weiß mit irgendeiner anderen Farbe. Eine Möglichkeit ist auch einen schwarz-weißen Überzieher zu kaufen, dann braucht man keine extra Markier-Dummies.
    Inzwischen nutze ich im Training fast nur noch die grünen und mal orange.

    Durch die Kastration wird sich das Geprolle bei anderen Hunden nicht ändern, auch das markieren nicht. Es kann sein, dass das Interesse an den Mädels nachlässt, muss aber nicht. Läufige Hündinnen sind dann nach wie vor spannend. Der Hund ist dann nur eventuell besser zu händeln und kommt schneller runter. Wenn man Pech hat, werden dann andere Gerüche, z.B. von Wild, spannender. Dann geht der Hund nicht mehr Hündinnen hinterher, sondern eben Reh und Hase.

    Also um die Erziehung wirst du nicht drum rum kommen. Und gerade mit einem Terrier ist das nicht ganz einfach. Da gilt es Vertrauen gewinnen. Einen guten Mittelweg zwischen klaren Konsequenzen und positiver Bestärkung zu finden. Terrier kennen auch eher keinen Rückwärtsgang, die gehen nach vorne wenn sie was stört, damit sollte man rechnen. Was eher nicht funktioniert ist übertriebene und ungerechtfertigte Härte.

    Am besten du suchst dir einen Trainer der Verständnis für solche Hunde hat, so kannst du in kontrolliertem Umfeld üben.

    Nochmal zur Kastra: Ich hab meinen Terriermix mit 2 Jahren kastrieren lassen, weil er ähnliches zeigte was du so beschreibst. Wir haben trotzdem die ganzen Problematiken durcharbeiten müssen. Manches war verstärkt. Er wurde zum Beispiel weniger ernst genommen von anderen Rüden so als halber Rüde. Das hat ihn richtig gestört und er wurde sehr sauer. Dann ist er teilweise ängstlich und schreckhaft bei Umweltreizen geworden. Wahrscheinlich war das aufgrund seiner Schilddrüsenunterfunktion, die inzwischen mit den richtigen Medikamenten im Griff ist.
    Positiv ist, dass er eben von gut riechenden Hündinnen gut abrufbar ist (er ist jetzt 8 Jahre alt) und er egal was er draußen riecht, drinnen sehr gut runter kommt und inzwischen auch gut entspannen kann. Wäre aber vielleicht auch so passiert wenn er unkastriert wäre. Da Testosteron nicht nur pusht, sondern auch beruhigen kann.

    Also ich würde es wohl an deiner Stelle erstmal (weiter) mit Erziehung versuchen und da viel Zeit rein investieren.
    Und der Terrier muss merken, dass es sich lohnt mit dir zu kooperieren. Dafür musst du die richtige Belohnung finden. Wenn er nicht verfressen ist, bringen tolle Leckerlis nix. So als Beispiel.

    Odin ist doch aus Arbeitslinie, oder?
    Da hab ich inzwischen schon mehrere "griffige" Hunde kennen gelernt. Beim Showi würde ich zustimmen, dass es da schon viel braucht, aber bei den Arbeitslinien ist das deutlich anders.

    Zusammenfalten halte ich für nicht verkehrt. Habe das mit Leo auch gemacht, als er mal mit Janosch zusammen pöbeln wollte. Er hat das dann gelassen, weil es ihn nachhaltig beeindruckt hat. Allerdings ist die Aufregung natürlich noch geblieben. Zur kurzzeitigen Symptombehandlung geeignet, aber halt keine Dauerlösung, das hast du aber ja auch schon festgestellt.

    Wichtig ist, dass du ihn nicht erst schimpfst, wenn er schon mit dem Pöbeln angefangen hat. Brich ihn schon bei den ersten Ansätzen wie fixieren o.Ä. ab und lenke ihn dann um.
    Was du machen kannst ist Zeigen und Benennen, weil das gut hilft sich mit dem Reiz ruhig auseinander zu setzen. Allerdings würde ich mir das von einem Trainer zeigen lassen, weil man bei einem Hund der schon pöbelt gern mal das falsche Verhalten verstärkt und es dann eher noch schlimmer macht.
    Außerdem würde ich regelmäßig Hundekontakte suchen und dann mit ihm positiv üben. Geregelte Kontakte wären natürlich am besten, damit nichts schief geht.

    Machst du mit ihm Dummyarbeit? Eine gute Gruppe in der er in Anwesenheit von anderen Hunden arbeiten muss, kann ich mir auch hilfreich vorstellen. Im Gegensatz zu Hundeschulen fand ich die Dummygruppen immer sehr kontrolliert. Während der Arbeit wird sowieso nicht gespielt und davor oder danach meist nur mit einzelnen Hunden.

    Edit: Achja, sauer sein bringt auch nix. Möglichst klar strafen und dann schnell umschwenken auf freundlich wenn er ruhig ist.

    Eine schöne kleine Ablenkung fällt mir noch ein. Während der Hund sitzt um den anderen Hund vorbei gehen zu lassen, einige gute Leckerlis um ihn rum streuen die er dann suchen darf wenn der andere Hund vorbei ist. Das Streuen lenkt evtl. mehr ab und du kannst ihn danach gleich belohnen mit etwas das auch noch Stress abbaut (Schnüffeln/Suchen). Wenn du Glück hast, passiert auch noch die Verknüpfung (Hund kommt-> gleich gibts was Leckeres). Kommt drauf an wie dein Hund so drauf ist.

    @just2dun züchtet Islandhunde und kann dir da vielleicht weiterhelfen.

    Aussiebesitzer gibts hier ja viele, die werden sich sicher auch noch melden :D

    Aussies sind schon tolle Hunde, aber auch nicht ganz einfach. Letztens kam uns einer am Pferd entgegen. Super erzogen lief er Fuß und ging nicht zu uns.
    Hast du denn schon Erfahrung mit Hunden?

    Was ich etwas schwierig finde beim Aussie sind deine Zukunftspläne. Ich weiß nicht wie gut er es findet häufiger wechselnde Bezugspersonen zu haben (Oma, Eltern, Du) und wenn er "Macken" entwickelt wie Leinenpöbeln, jagen o.Ä. ist das sicher auch nicht so toll wenn er dann zu wem muss der ihn eigentlich gar nicht unbedingt wollte.

    Ich hab mich gerade versucht daran zu erinnern wie wir das damals aufgebaut haben. Ich glaube einfach gezogen und dann suchen gelassen :lol: War aber auch mit Wild, das riecht einfach so spannend, dass da die meisten Hunde nicht lang überredet werden müssen.

    Ich würds wohl so machen:
    - eine "Anschussstelle" an der der Dummy ein paar mal deutlicher über den Boden geschubbert wird. Dort einen Ast o.Ä. hinlegen, damit man es selber wieder findet.
    - dann den Dummy ca. 20m geradeaus schleifen in hohem Gras. Den Hund nicht zusehen lassen.
    - dann den Hund an der Anschussstelle aufmerksam machen auf den Boden.
    - für den Start gibts verschiedene Möglichkeiten. Du kannst den Hund am Anschuss ablegen und vorsuchen. Am besten neben der Schleppe und immer wieder runter beugen zum "Schnüffeln". Dann zurück gehen und den Hund zum Suchen schicken. Ich würde ihn dabei anleinen, aber möglichst wenig beeinflussen.
    Du kannst ihn auch erst ein Stück an der Leine suchen lassen, damit er den richtigen Weg geht und dann die Leine ablaufen lassen. Sollte halt den Hund möglichst wenig irritieren.

    Wenn der Hund Interesse am Dummy hat, sollte das ausreichen um ihn neugierig zu machen und zum Suchen zu bringen. Wenn das geklappt hat, würde ich schnell die Strecke verlängern und auch mal einen Winkel einbauen.

    Wir hatten ja gestern auch ein eher schwieriges Gelände mit steilen auf und abs und denke für die Hunde ist das einfach sehr schwierig da den Überblick zu behalten. Ich würd mir da nix denken und das einfach hin und wieder üben. Das lernt der Hund dann schon durch die Erfahrung.

    Ich glaub Leo wäre den Weg entlang gegangen, obwohl du schreibst ja, dass ihr gemeinsam ausgelegt habt und zurück gegangen seid. Dann vielleicht nicht. Aber schöne Leistung wenn sie da gerade bleiben. Solche Wege ziehen ja schon sehr :)


    Hallo, ich platze hier mal wieder rein und frage, wie man einem Hund beibringt, ne Dummy-Schleppe zu arbeiten?
    Und woher weiß ich, dass er die Schleppe macht un nicht die Fährte des Schleppenlegers oder ist das egal?

    flying-paws hat mal eine Möglichkeit beschrieben, bei der sie eine sehr lange Schleppleine an den Dummy gebunden hat und dann immer in weiten Kreisen außen rum gegangen ist und den Dummy gezogen hat. Ich denke das ist so die einzige Möglichkeit dem Hund begreiflich zu machen die Fährte des Dummies zu verfolgen und nicht die des Menschen.

    Egal ist es nicht, weil der Hund sonst den Dummy überläuft.
    Ich konnte mit Leo gar keine Schleppe selber ziehen, weil er nur meiner Spur gefolgt ist.

    Allerdings sind Dummyschleppen jetzt nichts was man üblicherweise macht im Dummysport. Eher mit Wild und da kann man dann gut Düfte verwenden die man auf den Dummy gibt.

    Am besten ist es mal mit den Jägern der Umgegend ins Gespräch zu kommen. Dann kann man halbwegs abschätzen wer wie tickt. Hier wurde ich schon dreimal von verschiedenen Jägern, aber dem gleichen Revier, angeredet, dass mein Hund erschossen wird wenn er mal jagen gehen sollte. In diesen Wald geh ich nur noch selten, weil es mir einfach zu blöd ist dauernd Stress zu haben und den Spaziergang gar nicht mehr genießen zu können.

    Wenn ich mir nicht sicher bin, dass mein Hund hört wenn ein Reh vor ihm wegläuft, dann würde ich üben und erstmal angeleint lassen, bzw. an der Schleppleine.
    Übrigens kann der Jäger den Hund nicht nur im Wald erschießen. Auch wenn der Hund auf der Wiese wildert geht das.